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Kommunalpolitik

Sulztrakt: Abrisskosten steigen an

Wie teuer der Sulztrakt-Abriss für Berching letztendlich wird, steht noch nicht fest. Der Bauamtsleiter ist zuversichtlich.
Von Alexandra Nurtsch

Auf dem Hotel-Post-Areal türmen sich die Schuttberge, die entsorgt werden müssen. Foto: Nurtsch
Auf dem Hotel-Post-Areal türmen sich die Schuttberge, die entsorgt werden müssen. Foto: Nurtsch

Berching.Seit einigen Wochen gehört er der Vergangenheit an, der Sulztrakt des Hotel Post. Eigentlich sollte er schon vor einem Jahr verschwinden. Im März 2017 rollten die Abrissbagger an und der Plan war damals, im Juli mit den Arbeiten fertig zu sein. Doch dann wurde in dem Gebäude Asbest gefunden und die Arbeiten standen eine Zeit lang still. Doch nun, ein Jahr später, ist der Sulztrakt abgebrochen. Was von ihm bleibt, sind ein riesiger Schutthaufen und zusätzliche Kosten in zum Teil noch unbekannter Höhe. Am Dienstag stimmten die Bauausschussmitglieder mit einer Gegenstimme drei Nachträgen über die Erstellung des Rückbaukonzepts für die Asbestpappen, den Asbest-Ausbau und den Ausbau und die Entsorgung der Fehlbodenschüttung zu. Die Summe beläuft sich auf knapp 80 000 Euro.

Prüfung steht noch aus

Doch es kommen noch weitere Kosten auf die Stadt Berching zu. Die Separierung und Entsorgung von Ytong, was von der Firma mit rund 38 000 Euro angesetzt wurde, die Abfuhr und Entsorgung von Abbruchmaterial, hier steht die Höhe noch nicht fest, und Mehrkosten des Unternehmens in Höhe von 62 000 Euro. „Wenn diese Maßnahme abgeschlossen ist, dann lasse ich eine Messe lesen“, sagte Bürgermeister Ludwig Eisenreich.

Bauamtsleiter Thomas Lindner zeigte sich zuversichtlich, dass sich diese Kosten nach der Prüfung reduzieren werden. Bei einigen Räten rief der Ytong-Nachtrag Kopfschütteln hervor und sie wunderten sich, warum das bei der Baustoffprüfung nicht entdeckt wurde. „Man weiß doch, dass das in den 70er-Jahren auf dem Bau verwendet wurde“, sagte Stefan Zeller.

„Wenn diese Maßnahme abgeschlossen ist, dann lasse ich eine Messe lesen.“

Bürgermeister Ludwig Eisenreich

Grünes Licht erteilten die Räte den Plänen für den Anschluss der Kreisdeponie und des Sandabbaugebiets bei Pollanten an die neue B 299. „Wir wollen mit dieser Maßnahme die Ortschaft Pollanten spürbar vom Schwerlastverkehr entlasten“, sagte Eisenreich. Seit Jahren werde diese Maßnahme diskutiert, nun könne sie umgesetzt werden. Ralph Dotzer vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Neumarkt stellte den Entwurf vor.

Neue Straße zur Deponie

Die Straße wird rund zwei Kilometer lang und etwa sieben Meter breit. Dazu kommt ein 1,50 Meter breites Bankett. Die Straße wird dem bestehenden Gelände angepasst und an die Auffahrtsspange der B 299 angebunden.

Die Kosten bezifferte Ralph Dotzer mit rund 2,5 Millionen Euro. Eisenreich hofft auf eine hohe Förderung. Neben der Stadt würden sich auch der Landkreis und die Sandabbaufirmen an den Kosten beteiligen, informierter der Bürgermeister. Josef Neumeyer fragte nach, ob man die Straße so breit bauen müsse. Eisenreich verwies auf den Schwerlast- und den Lastwagen-Begegnungsverkehr auf der Strecke. Außerdem solle die Straße Kreisstraße werden.

„Wir sollen es heute auf den Weg bringen, wissen aber nicht, was es der Stadt kosten wird“, monierte Manfred Rackl, der sich weitere Informierten über die Betriebsdauer der Deponie gewünscht hätte. Stadtrat und Ortssprecher von Pollanten, Wolfgang Großmann, betonte, dass die Anbindung der Deponie an die B 299 von allen Einwohnern Pollantens gewünscht werde. „Wenn sie bis Ende 2019 fertig ist, dann wäre das ideal.“ Im nächsten Schritt soll geklärt werden, mit hoch die Zuschüsse für das Projekt sein werden.

Auch diese Themen wurden im Bauausschuss behandelt:

Straßensanierung beginnt

  • Waslweg:

    Für die Sanierung des Waslwegs ist nur ein Angebot eingegangen. Darin liegen die Baukosten etwa 45 Prozent über der Kostenschätzung. Der Bauausschuss sprach sich trotzdem dafür aus, den Weg zu sanieren und den Auftrag der Firma Englmann zu erteilen.

  • Straßenbau:

    Die Gemeindeverbindungsstraßen von Plankstetten nach Fribertshofen und weiter nach Rudertshofen werden saniert. Die Arbeiten sollen laut Bauamtsleiter Thomas Lindner im August starten. Die Arbeiten kosten rund 1,17 Millionen Euro.

  • Dorferneuerung:

    Die Wallnsdorfer wollen einen Treffpunkt am Feuerwehrhaus schaffen. Nachdem das Wirtshaus geschlossen ist, soll ein größerer Veranstaltungsraum in einem Anbau untergebracht werden. Die Planung übernimmt das Architekturbüro Englmann.

Die Arbeiten für den Ausbau zweier Feldwege über das AOM-Kernwegenetz-Förderprogramm können starten. Die Ausschussmitglieder stimmten den Auftragsvergaben an die Firmen Max Bögl und Strabag zu. Noch im August soll damit begonnen werden, den Feldweg von Jettingsdorf nach Rübling auszubauen. Beim Feldweg in Staufersbuch handelt es sich um die Hauptzufahrt zum Staatsforst, die asphaltiert werden soll.

Bürgermeister Eisenreich informierte die Anwesenden abschließend über den Plan von Tennet, die bestehende 220 kV-Leitung aufzurüsten. Er berichtete von einem Treffen, bei dem Tennet-Vertreter versichert hätten, die Leitung werde möglichst weit von Wohnbebauung entfernt verlaufen. Es gebe noch keine Planung. Wenn es so weit sei, wolle er sich mit den Sprechern der betroffenen Ortschaften zusammensetzen. Die Trassenplanung der neue „Juraleitung“ soll sich grob an am Verlauf der 220 kV-Leitung orientieren. Eisenreich: „Es ist gut, dass wir von Anfang an eingebunden werden.“

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