MyMz
Anzeige

Gespräch

Synodaler Weg als Chance für die Kirche

Der Diözesanrat lud zum Neujahrsempfang. Vorsitzender Christian Gärtner zeigte sich vom eingeschlagenen Weg überzeugt.

Vertreter aus dem Landkreis Neumarkt waren zu dem Empfang geladen, unter ihnen MdB Alois Karl, Landrat Willibald Gailler, Renate Großhauser, Monsignore Richard Distler sowie Münsterpfarrer Norbert Winner. Foto: Eikelmann
Vertreter aus dem Landkreis Neumarkt waren zu dem Empfang geladen, unter ihnen MdB Alois Karl, Landrat Willibald Gailler, Renate Großhauser, Monsignore Richard Distler sowie Münsterpfarrer Norbert Winner. Foto: Eikelmann

NeumarktIEichstätt.Der Erfolg des von Bischofskonferenz und Zentralkomitee der Katholiken eingeleiteten Synodalen Wegs wird nach Auffassung des Eichstätter Diözesanratsvorsitzenden Christian Gärtner wesentlich von der Bereitschaft zum Gespräch auf allen Ebenen abhängen. „Die Diskussion darüber, wie wir die Rahmenbedingungen des kirchlichen Lebens in Deutschland so verändern können, dass wir, auch in den Augen der breiten Öffentlichkeit, wieder glaubwürdige Zeugen der Frohen Botschaft sein können, müssen wir alle miteinander führen.“

Der Synodale Weg biete das entsprechende Gesprächsformat für eine strukturierte Debatte, so Gärtner beim Neujahrsempfang des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Eichstätt. Der Synodale Weg werde nicht alle Probleme lösen können, aber er sei davon überzeugt, dass die Kirche in Deutschland mit dem begonnenen Prozess nicht auf dem Holzweg sei, sagte Gärtner vor geladenen Gästen aus Kirche und Gesellschaft im Spiegelsaal der ehemaligen Fürstbischöflichen Residenz in Eichstätt.

Dass es in Deutschland jetzt diesen Synodalen Weg gibt, sei ein Zeichen dafür, „dass niemand, weder Bischöfe, noch Priester, und auch keiner von uns Gläubigen wirklich weiß, was der richtige Weg ist, um als katholische Kirche das Evangelium in unserer Gesellschaft wieder glaubwürdig verkünden zu können angesichts des massiven Verlusts an Glaubwürdigkeit durch die jahrzehntelang vertuschten Fälle sexuellen Missbrauchs und andere Skandale“. Eine Enttäuschung werde der Synodale Weg für diejenigen werden, „die schon jetzt, bevor er überhaupt richtig losgegangen ist, genau zu wissen meinen, welche Beschlüsse und Voten auf jeden Fall gefasst werden müssen, damit die katholische Kirche überhaupt noch eine Zukunft hat“. Und genauso werde der Synodale Weg jene enttäuschen, „die jetzt schon genau zu wissen meinen, welche Beschlüsse und Voten auf gar keinen Fall gefasst werden dürfen, damit die Kirche noch katholisch bleibt“.

Bischof Gregor Maria Hanke erinnerte in seinem Grußwort an den Brief, den Papst Franziskus im Juni an das pilgernde Gottesvolk in Deutschland geschrieben hat und der weithin folgenlos geblieben sei. In seinem Schreiben habe der Papst vor der Versuchung gewarnt, in der bloßen Veränderung von Strukturen der Kirche das Heil zu suchen und in Eigenbrötelei einen Weg zu beschreiten, der die weltweite Kirchengemeinschaft aus dem Blick verliere. Beim Synodalen Weg müsse es um einen geistlichen Prozess gehen, der Erneuerung und Verwandlung herbeiführt, sagte Hanke.

Der Synodale Weg

  • Dauer:

    Das Gesprächsformat ist auf zwei Jahre angelegt und begann am 1. Dezember. In der Zeit werden vier große Sitzungen der Synodalversammlung stattfinden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht