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Sitzung

System im Friedhof Zell bleibt

Der Stadtrat erfüllte den Wunsch der Bevölkerung, die Vorschläge der Stadt und des Architekten fielen durch.
von Johann Grad

Der Plattengang zwischen den Gräberreihen bleibt, die Breite beträgt mit der Grabeinfassung einen Meter.Foto: Grad
Der Plattengang zwischen den Gräberreihen bleibt, die Breite beträgt mit der Grabeinfassung einen Meter.Foto: Grad

Dietfurt.Seit zwei Jahren geht die Diskussion um die Gestaltung des Friedhofs in Zell. Jetzt standen im Dietfurter Stadtrat zwei Vorschläge zur Abstimmung. Albert Schweiger, Standesbeamter und zuständig für die Friedhöfe, erklärte zunächst, dass seit 1. Juli 1972 die Stadt Gesamtrechtsnachfolger und für die Verwaltung zuständig ist. Auslöser für die Diskussionen war die Ankündigung des Bestatters, in diesem Friedhof nicht mehr tätig zu sein. Von Seiten der Stadt und dem Architekten war eine Wegbreite von 120 Zentimeter, ein Standardmaß, als notwendig erachtet worden, damit ein Bagger problemlos und ohne Schaden anzurichten durchfahren kann. Zur Finanzierung der Maßnahme sollten Grabbesitzer für zehn Jahre pro Jahr 67 Euro bezahlen. Der andere Vorschlag war ein Weg ohne Platten und zwischen den Gräbern ein Abstand von 40 Zentimetern. Gegen die vorgeschriebene Wegbreite sträubten sich die Zeller und waren für 80 Zentimeter Wegbreite, dazu die Grabeinfassung von 20 Zentimetern Breite. Man könne eine dicke Bohle daneben legen, dann reicht die Breite für einen Bagger. Laut Albert Schweiger könne der Bagger einsinken, auch würden die Kanten der Betonriegel abgenützt, außerdem könnten bei 120 Zentimeter Wegbreite auch andere Bestatter ein Angebot abgeben.

Schmäleren Weg akzeptieren

Stadtrat und Ortssprecher von Zell Andreas Porschert sah bei der Benutzung einer Bohle kein Problem und plädierte für das hergebrachte System. Karl Ferstl (CSU) sah das auch so und wollte den Wunsch der Zeller erfüllt haben. „Was ist, wenn kein Angebot eingeht?“, fragte Vizebürgermeister Oliver Kuhn. Es müsste klar sein, dass Jakobs auch einen schmäleren Weg akzeptiert. Andreas Keckl (CWU) wies darauf hin, dass Bestatter Jakobs auch auf den engen Wegen im Friedhof von Mallerstetten mit dem Bagger zurechtkommt. Ilse Werner war ebenfalls für den Zeller Wunsch, die technische Realisierung werde aber schwierig sein. Bürgermeisterin Carolin Braun ließ abstimmen und alle waren für den Zeller Vorschlag, für eine Wegbreite von 80 Zentimetern und 20 Zentimeter Grabeinfassung gab es dann Zustimmung mit einer Stimme Mehrheit.

Weitere Themen

  • Edekamarkt:

    Für den neuen Edeka im Osten der Stadt ist ein Bebauungsplan aufzustellen. Dafür ist eine Ergänzung des Flächennutzungsplans notwendig. Für einige Grundstücke dort wird

  • Rufbus:

    Einstimmig beschloss der Stadtrat, sich grundsätzlich an der Einrichtung einer Rufbuslinie nach Kinding zu beteiligen. Man schließt sich damit dem Pilotprojekt der Stadt Beilngries für diese Linie an.

Für die örtliche Rechnungsprüfung 2016 legte Johannes Seelus den Bericht vor. Bei den Honoraren für Planungen in Sachen Altstadtsanierung waren es rund 15 000 Euro mehr Ausgaben als Zuschüsse eingingen. Ohne genaue Detailplanung gibt es jetzt keine Fördermittel mehr, also ohne ISEK (Integriertes Stadtentwicklungs-Konzept) keine Städtebauförderung. Für die Einrichtung der zweiten Kleinkindgruppe gab es 68 Prozent Förderung, aus dem Gemeindehaushalt wurden 383000 Euro aufgebracht. Für die geplanten Kleinkindgruppen in Töging gibt es einen Fördersatz von 87,2 Prozent bei 1 063 000 Euro. Auch die Gebühren für das Freibad waren angemessen. Johannes Seelus attestierte einwandfreie Buchführung und danke der Verwaltung und besonders Kämmerin Gabi Dumann für alle Auskünfte. Einstimmig stellte der Stadtrat den Jahresabschluss und die Jahresrechnung für 2016 fest.

Brief mit deftigem Inhalt

Markus Koller, seit Juni stellvertretender Geschäftsleiter der Stadt soll nach dem Ausscheiden von Veraltungsoberamtsrat Ernst Dietlmeier ab 1. Januar 2020 Geschäftsstellenleiter werden. Dem stimmte der Stadtrat einmütig zu. Ilse Werner gab bekannt, dass sie einen anonymen Drohbrief mit „deftigem Inhalt“ erhalten habe. Sie zeigte das Schreiben Bürgermeisterin Braun, Oberamtsrat Ernst Dietlmeier und der Polizei.

Bestürzt reagierte Bürgermeisterin Braun, dass so etwas auch im Kommunalbereich passiert.

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