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Fasching

Tänze, Musik und Werbung

Beim Ball der Kolpingfamilie gab es viele lustige Werbespots. Die Kaisergarde trat auf und die Jugendgarde wurde zu Piratinnen.
Von Johann Grad

  • Ein Ring um die Hüfte? Die Hefe ist schuld, ganz klar. Foto: Grad
  • Eine missglückte Rasur sorgte für viel Erheiterung. Foto: Grad

Dietfurt.Schick und toll sahen sie aus, die Herren in ihren „OppoSuits“ in bunten Anzügen wie Testival oder Confetteroni oder Mister Comic. Ein ganzer Tisch hatte sich im Bräutoni beim Kolpingball zu einem „Meeting“ getroffen. Gekommen waren auch Leute aus vielen Ländern der Welt: Mexikaner, Schotten, Wikinger, Brasilianer, dazu Micky Mäuse, Swinging Girls, Bären, Piloten, feine Damen und sogar ein Viehtandler.

Für unterhaltsame Musik sorgten „fünf zu eins“ und sie hatten immer eine volle Tanzfläche. Lukas Röll moderierte, schleuderte immer wieder ein „Kille wau“ in den Saal und postwendend kam ein vielstimmiges Echo zurück. Leider durfte man keinem Kaiser huldigen, Fu Gao Di hatte abgedankt und ein neuer war noch nicht gekrönt.

Schade, denn er hätte sich von einer exzellenten Kaisergarde unterhalten lassen können. Im goldglitzernden Outfit zeigten die jungen Damen hübsche Tanzschritte und schwangen dazu gekonnt Arme und Hände. Bei einem anderen Tanz gaben sie sich ganz cool mit Sonnenbrille und goldenen Käppis, von anmutigen Schritten und bunten Regenschirmen wie zu Kaiserszeiten war nichts mehr zu sehen, kein Wunder, es gibt ja keinen.

Ein Schinken an der Decke

Lukas Schöls und Simone Kuffer vom Kolping-Leitungsteam bedankten sich mit Geschenken und wiesen auf die furiose Mitternachtsshow der Kaisergarde hin.

Während sich die Tanzfläche wieder füllte, starrten andere kürzer oder länger an die Decke. Da oben hing ein viereckiges Stück Schinken, dessen Gewicht es zu schätzen galt. Für einen Euro konnte man seinen Tipp abgeben und hoffen, die leckere Brotzeit mitnehmen zu können. Dann gab es wieder lustige Werbespots und die berühmten „Seitenbacher“ eigneten sich dazu oder die bekannten „Knoppers“ und mit „Zewa“ konnte man die Finger wieder sauber kriegen.

Auch an der Jugendgarde hätte ein Kaiser seine Freude haben können. Die „Piratinnen“ wogten wie Wellen hin und her, zeigten imaginäre Kämpfe und schwangen Säbel. Auch sie erhielten viel Beifall aus dem bunten Publikum. Dann kamen ein langer, drahtiger Mexikaner mit seiner Gitarre und drei starke Damen, das T-Shirt mit allerhand Accessoires geschmückt wie Schokolade, süßen Bonbons, Keksen und weiteren kalorienreichsten Sachen. Und sie sangen zu Gitarrenbegleitung ganz unschuldig und ließen es alle wissen: Schuld ist die Hefe, die sich ausbreitet immer wieder Ringer macht.

Die Männer freuten sich zu früh, auch bei ihnen macht die Hefe immer wieder Ringe. Hervorragend, wie Manuela Ferstl, Birgit Kuffer und Heidi Graf, begleitet von Martin Graf, den Song musikalisch und schauspielerisch gestalteten.

„Schau net wia a dürrer Haring“

Fabian Graf gesellte sich beim zweiten Vortrag mit seiner Tuba dazu und auch diesen Song mit „Schau doch net so wia a dürrer Haring“ war ausgezeichnet gesungen. Viel Lachen und Beifall belohnte den Auftritt der Sängerinnen und der Musikanten.

Dann war es Zeit, den Schinken herunterzuholen, sein Gewicht bekannt zu geben und den Namen des glücklichen Gewinners. Um Mitternacht trat noch einmal die Kaisergarde auf und zeigte ihre elegante Show. Dann war sozusagen der offizielle Teil zu Ende, aber der Faschingsball ging noch weiter bei fleißigem Tanz und viel Unterhaltung bis weit nach Mitternacht.

Lustige Werbespots

  • „Fanny frisch“:

    Ist keine frische Fanny, sondern sind knusprige Kartoffelchips „mit der Würze Afrikas, temperamentvoll und extra scharf“.

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