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Region Neumarkt
Freitag, 21. September 2018 26° 3

Ratgeber

Tausende kamen zur Jobmeile in Neumarkt

105 Firmen aus der ganzen Region stellten sich und ihre Ausbildungsberufe vor. Sie zeigten den Besuchern Perspektiven auf.
Von Heike Regnet

Tausende besuchten die Jobmeile in Neumarkts Innenstadt, um sich an den Ständen aus erster Hand über Berufe und Ausbildungswege zu informieren.

Neumarkt.„Arbeiten, wo andere Urlaub machen“ – „Frischer Wind im Herzen der Stadt“ – „Mach deinen Weg und starte bei uns“: Wer sich gerade beruflich verändern oder ins Berufsleben einsteigen will, war bei der Jobmeile am Samstag in Neumarkt genau an der richtigen Adresse.

Prof. Dr. Carolin Hauser aus Nürnberg: „Seit April unterrichte ich am Hochschulstandort Neumarkt Management in der Biobranche. Die Jobmeile ist ein tolles Event. Mit meinen Studenten bin ich heute hier unterwegs, um den Neumarktern den Studiengang nahezubringen.“ Foto: Heike Regnet
Prof. Dr. Carolin Hauser aus Nürnberg: „Seit April unterrichte ich am Hochschulstandort Neumarkt Management in der Biobranche. Die Jobmeile ist ein tolles Event. Mit meinen Studenten bin ich heute hier unterwegs, um den Neumarktern den Studiengang nahezubringen.“ Foto: Heike Regnet

105 Firmen hatten ihre Infostände auf der Marktstraße aufgebaut und umwarben die interessierten Besucher. Von 10 bis 16 Uhr hatte die Jobmeile „geöffnet“ und Tausende Gäste nutzten die Gelegenheit, sich bei einem Bummel über die Marktstraße umfassend zu informieren.

Win-win-Situation für alle

„Alle haben sich wieder ins Zeug gelegt“, sagte Organisator Christian Rastätter vom Amt für Wirtschaftsförderung. Zum vierten Mal wurde die Jobmeile, die im Zwei-Jahres-Turnus stattfindet, abgehalten. Das Feedback in den vergangenen Jahren sei stets positiv gewesen, ob vonseiten der Aussteller oder von den Besuchern und auch diesmal war die Resonanz riesig.

Lucas Wegenast, 15 Jahre, aus Ebenried: „Ich gehe in die achte Klasse in Allersberg und bin heute bei der Jobmeile, um mich zu informieren, was es so alles gibt. Auf jeden Fall will ich mal ins Handwerkliche gehen. Ich möchte was anpacken, nicht nur zugucken, was gemacht wird.“ Foto: Heike Regnet
Lucas Wegenast, 15 Jahre, aus Ebenried: „Ich gehe in die achte Klasse in Allersberg und bin heute bei der Jobmeile, um mich zu informieren, was es so alles gibt. Auf jeden Fall will ich mal ins Handwerkliche gehen. Ich möchte was anpacken, nicht nur zugucken, was gemacht wird.“ Foto: Heike Regnet

„Wir haben 2200 Betriebe in Neumarkt“, sagte Oberbürgermeister Thomas Thumann. In den letzten zehn Jahren sei die Zahl der Mitarbeiter um 5000 auf rund 21300 angestiegen. „Der Fachkräftemangel ist extrem und die Jobmeile bietet hervorragende Möglichkeiten. Wir setzen auf Qualität statt Quantität.“ Die Bilanz der vergangenen Jobmeilen könne sich sehen lassen. Nach Aussage der beteiligten Firmen seien in der Folge 250 Festanstellungen aus Kontakten bei dem Event entstanden.

Die Jobmeile ist eine ideale Plattform, das alles darzustellen.“

Anke Schröter, Ausbildungsleiterin Firma Dehn

„Da kann’s einem schon schwindlig werden“, sagte Finanzminister Albert Füracker, als er die 3D-Brille absetzte. „Das war ja richtig hoch.“ Bei seiner Runde mit den Kollegen aus der Politik hatte er einen Stop am Stand der Firma Bögl eingelegt. Per Computeranimation konnten die Besucher hier auf einer Windmühle in schwindelnder Höhe unterwegs sein und das probierte auch der Minister einmal aus.

Lucy Weißmüller, 13 Jahre, aus Neumarkt: „Die Jobmeile finde ich richtig gut. Man kann hier viele Firmen kennenlernen. Mich interessiert das Handwerk, denn das bietet viel Abwechslung. Informieren werde ich mich dann noch bei der Polizei. Das könnte ich mir auch gut vorstellen.“ Foto: Heike Regnet
Lucy Weißmüller, 13 Jahre, aus Neumarkt: „Die Jobmeile finde ich richtig gut. Man kann hier viele Firmen kennenlernen. Mich interessiert das Handwerk, denn das bietet viel Abwechslung. Informieren werde ich mich dann noch bei der Polizei. Das könnte ich mir auch gut vorstellen.“ Foto: Heike Regnet

Ein Stück weiter zeigte sich die Politprominenz dann sportlich. Am Stand der Firma Dehn legten sich Minister Füracker und Landrat Willibald Gailler beim Kickern gegen OB Thumann und Dr. Philipp Dehn mächtig ins Zeug und gewannen 2:1. „Der Kicker wurde bei einem Azubiprojekt gebaut“, sagte Ausbildungsleiterin Anke Schröter. Zahlreiche Gespräche hätten sie und ihr Team auf der Jobmeile bereits geführt. „Die Palette reichte vom Ferienjob über Ausbildungen und Praktika bis zum Leiter Qualitätsmanagement. Die Jobmeile ist eine ideale Plattform, das alles darzustellen.“

14 grüne Berufe konnten die Gäste am Stand des Bayerischen Bauernverbands kennenlernen. „Wir sind zum dritten Mal dabei“, sagte Thomas Bayerl. „Die Nachfragen reichen von Hauswirtschafterin und Fachkraft Agrarservice über Brenner bis zum Landwirt.“

Zukunftssicher und gut bezahlt

Auf der Suche nach Fachkräften ist auch die Pflege. „Der Beruf ist viel besser als man denkt“, sind sich Monika Bittner vom bfz, Josef Bogner, Geschäftsführer der Caritas-Sozialstation Neumarkt, sowie die Heimleiter Norbert Bittner und Stilla Braun einig. „Es ist ein zukunftssicherer Job, ein sinnvoller Dienst mit gutem Gehalt.“ Das Einstiegsgehalt als Pflegefachkraft beginne bei 2800 Euro und auch der Ausbildungsberuf gehöre zu den Bestbezahlten. Bewerbungen sind noch für die Einstellung im September möglich, denn es sind Kapazitäten frei.

Maximilian Blank, 14 Jahre, aus Berngau: „Ich habe heute schon einige interessante Firmen kennengelernt. In den Ferien habe ich schon ein Praktikum in einem Autohaus gemacht. Ich möchte mal was Kaufmännisches machen, Kunden beraten, nicht nur am Computer sitzen.“ Foto: Heike Regnet
Maximilian Blank, 14 Jahre, aus Berngau: „Ich habe heute schon einige interessante Firmen kennengelernt. In den Ferien habe ich schon ein Praktikum in einem Autohaus gemacht. Ich möchte mal was Kaufmännisches machen, Kunden beraten, nicht nur am Computer sitzen.“ Foto: Heike Regnet

Für einen besonderen Hingucker sorgten die Studenten am Hochschulstandort Neumarkt bei der Jobmeile. Im schicken Kartoffelsack mit Schleifchen verteilten sie Flyer. „Frischer Wind im Herzen der Stadt“ lautete ihr Motto. „Wir studieren Management in der Biobranche“, erzählten die Studenten. „Im Studiengang sind wir etwa 100. Dass wir heute in Kartoffelsäcken unterwegs sind, ist ein Zeichen, wofür wir stehen: Nachhaltigkeit. Und so ein Kartoffelsack ist da ideal, denn er ist aus natürlichem Material und wird wiederverwendet.“ So erfuhren die Besucher auch diesmal wieder viel Neues und erste Kontakte wurden geknüpft.

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