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Theoretisch ist Freystadt aufgestiegen

Nach dem überraschenden Relegationssieg des TSV Freystadt gegen Zittau beginnt jetzt das große Warten: Wie entscheidet das DBV-Verbandsgericht?

Die Freystädter haben schon mal vorsorglich gejubelt. Der Sieg gegen Zittau ist so oder so bemerkenswert.

Freystadt. Die Freystädter Badmintonspieler schafften die Überraschung und gewannen am Samstag im Heimspiel vor über 200 Zuschauern gegen die favorisierte Mannschaft von SG Robur Zittau mit 5:3. Auch das Auswärtsspiel am Sonntag im 450 Kilometer entfernten Zittau ging mit dem gleichen Ergebnis an den TSV (wir berichteten). Der Aufsteiger zur 2. Bundesliga steht aber noch nicht fest, da die Entscheidung vom DBV-Verbandsgerichts noch aussteht.

Die Relegationsspiele zwischen Robur Zittau als Meister der Regionalliga Südost Ost und dem TSV Freystadt als Meister der Regionalliga Südost Süd sollten ursprünglich vor fünf Wochen stattfinden. Zeitgleich war Freystadts Nummer 1, Johannes Pistorius, für die Jugend-EM in der Türkei nominiert. Auf Protest vom TSV Freystadt entschieden die Sportwarte aus Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg auf Spielverlegung.

Gegen diese Entscheidung legte Zittau Protest ein. Diesem stimmte der Rechtsausschuss zu mit dem Ergebnis, dass Pistorius für die Relegationsspiele gesperrt ist.

Dagegen legte der TSV Freystadt Berufung ein und nun entscheidet das oberste DBV-Verbandsgericht. Die Entscheidung wird bis Mitte Mai fallen. Abteilungsleiter Stephan Pistorius „Unsere Spieler können das einfach nicht verstehen. Johannes hat auf der EM gespielt und zwei Medaillen für Deutschland gewonnen. Das muss doch Grund für eine Spielverlegung sein. Gleichzeitig lassen die Zittauer für die Relegationsspiele zwei Engländer einfliegen. Das hat doch mit Chancengleichheit wenig zu tun.“

Zum sportlichen Geschehen am Wochenende: Zu Beginn der Samstagspartie überreichte Gruppensportwart Andreas Schuch, der extra von Stuttgart angereist war, den beiden Regionalliga-Meistern die Siegerpokale.

Der TSV Freystadt hatte gepokert und trotz offizieller Sperre Johannes Pistorius aufgestellt. Im ersten Doppel benötigten die Brüder Johannes und Andreas Pistorius drei Sätze, gewannen dann den Entscheidungssatz sicher mit 21:12 gegen Jack Molyneux und Albert Fink. Im Damendoppel glichen die Zittauer zum 1:1 aus. Tamara Teuber und Laila Jötten fanden nicht richtig ins Spiel und verloren gegen Gemma Whiting und Nicole Bartsch.

Für die Freystädter 2:1-Führung sorgten Michael Teuber und Florian Waffler im 2. Doppel. Tania Jötten konnte nur phasenweise gegen die südostdeutsche Meisterin Nicole Bartsch mithalten, aber den 2:2 Ausgleich nicht verhindern.

Kurzen Prozess machte Johannes Pistorius mit dem Engländer Jack Molyneux und gewann das Spitzeneinzel mit 21:7 und 21:15. Eine starke Leistung boten auch Tamara Teuber und Florian Waffler, die das Mixed in zwei Sätzen gewannen. Zum spannendsten Spiel des Tages entwickelte sich das 2. Herreneinzel. Erst im Entscheidungssatz unterlag Michael Teuber nach mehreren vergebenen Matchbällen 24:26. Für den 5:3-Siegpunkt sorgte dann Philipp Serby.

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