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Kommunalpolitik

Thomas Meier von der CSU geht ins Rennen

Die Nominierung des Berngauer CSU-Kandidaten wurde auch zu einem Appell an alle Bürger im Kreis Neumarkt.
Von Lothar Röhrl

Berngaus CSU schickt Thomas Meier (3.v.l. mit Gattin Nadine) ins Rennen um die Nachfolge von Wolfgang Wild (2.v.r.) als Kandidat bei der Bürgermeisterwahl. Gedanken zur Wahl formulierten CSU-Kreischefin Susanne Hierl (l.), Bezirksrätin Heidi Rackl und Ex-Europaabgeordneter Albert Deß (r.). Foto: Röhrl
Berngaus CSU schickt Thomas Meier (3.v.l. mit Gattin Nadine) ins Rennen um die Nachfolge von Wolfgang Wild (2.v.r.) als Kandidat bei der Bürgermeisterwahl. Gedanken zur Wahl formulierten CSU-Kreischefin Susanne Hierl (l.), Bezirksrätin Heidi Rackl und Ex-Europaabgeordneter Albert Deß (r.). Foto: Röhrl

Berngau.Um mehr als nur die Kandidatur eines Bürgermeisterkandidaten ist es am Sonntagvormittag im Berngauer Hof gegangen. Die Nachricht an sich war, dass die Berngauer CSU den 40 Jahre alten Thomas Meier ins Rennen um den nächsten Bürgermeister schicken wird. Ein Appell darüber hinaus richtete sich nicht nur an die Wähler in Berngau. Der bisherige Amtsinhaber Wolfgang Wild forderte, dass sich einiges Grundsätzliches in der Einstellung zu einem Bürgermeister ändern müsse. Enden müsse, dass dieser eine Art „Allgemeingut“ zu sein habe. Jedem Amtsinhaber sollten Privatleben und Zeit für sich selbst zugestanden werden.

Das forderte zum einen CSU-Kreischefin Susanne Hierl. Sie forderte ein Umdenken in der Bevölkerung. Es könne nicht sein, dass ein Bürgermeister als „Allgemeingut“ verstanden werde. Es könne nicht sein, dass von einem Bürgermeister Verfügbarkeit tags und nachts erwartet werde. Dem stimmte Heidi Rackl zu, die unter anderem auch Stellvertreterin von Susanne Hierl ist. In den vergangenen Wochen habe sie selbst erfahren müssen, dass es sei „nicht mehr einfach“ sei, überhaupt Kandidaten zu finden. Viele wüssten, wie schwierig es geworden sei, eine Balance zwischen Privatleben und öffentlichem Amt zu finden. Diese Schwierigkeiten, machten auch ihn nachdenklich – bekannte der erfahrende Politik-Profi Albert Deß.

Verzicht begründet

Diese nachdenkliche Stimmung hatte ihren Grund. Denn bevor Wolfgang Wild Thomas Meier für eine Kandidatur vorschlug, nahm er in der Versammlung vor 25 gekommenen Parteifreunden zu den Gründen für seinen Verzicht auf eine weitere Amtsperiode Stellung. Das sei der „schwerste Entschluss seines Lebens“ gewesen. Sein Bemühen, möglichst viele Termine wahrnehmen zu wollen, habe ihn dazu verleitet, auf nötige Auszeiten zu verzichten. Das habe dazu geführt, dass er mitten in der Nacht oft lange wach war und morgen früher aufstand, als es eigentlich nötig war. Immer stärker spürbar habe sich bei ihm eine „depressive Verstimmung“ eingestellt. Sehr dankbar sei er mittlerweile seiner Familie, dass sie ihm klar gemacht habe, dass er das Amt ohne weitere negative Beeinträchtigungen nicht mehr fortführen sollte. Dankbar sei er all jenen, die ihm für den Verzicht Respekt gezollt hätten.

zu Thomas Meier

  • Politisches:

    Meier ist bisher nicht im Berngauer Gemeinderat vertreten. Er ist jetzt auch Vorschlag der Bürgerliste, wie deren Sprecher Stefan Meyer bekanntgab.

Erfreut zeigte sich Wild, dass der von ihm als möglicher, weil als „geeignet“ empfundene Nachfolger einverstanden gewesen sei. Der angesprochene Thomas Meier gab zu, dass er ein solches Angebot in Vorbereitung auf einen von Wild eines Tages angekündigten Besuch nicht erwartet hatte. Davon sei sehr wohl sein Sohn Philipp ausgegangen. Mit Wilds Angebot habe er sich schnell arrangieren können.

Offizielle Nominierung folgt

In der nächsten Zeit wolle er viel mit Bürgern sprechen. Als jemand, der in der Jugendarbeit des FSV Berngau tätig sei, wisse er, was Vereine als Motor einer Gemeinde bräuchten. Von Senioren erwarte er, dass es in ihren Ideen auch um die Möglichkeit gehe, in ihrer Heimatgemeinde gepflegt zu werden. Eine Hürde steht Thomas Meier noch bevor: Anfang Januar nominieren CSU und Bürgerliste Berngau den Bürgermeisterkandidaten und die Liste für den Gemeinderat.

Festgelegt wurde noch, dass auf der CSU-Liste für die Wahl zum nächsten Kreistag aus Berngau Wolfgang Wild und Albert Deß (Ersatzmann: Thomas Meier) kandidieren.

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