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Unterhaltung

Töginger Sautrogrennen war ein Erfolg

Beim Töginger Sautrogrennen wurden die Paddler gehörig nass. Trotzdem kämpften alle Teams heftig um den Sieg.
Von Johann Grad

Die Paddler in den Sautrögen hatten kräftig zu arbeiten, denn die hölzernen Wannen sanken ganz schön tief ein in der Altmühl. Foto: Grad
Die Paddler in den Sautrögen hatten kräftig zu arbeiten, denn die hölzernen Wannen sanken ganz schön tief ein in der Altmühl. Foto: Grad

Töging.An der Altmühl bei Töging drehte sich am Feiertag alles um die „Sau“. Für die Kinder gab es ein Schweinderl-Rennen auf der Altmühl und wer wollte, konnte beim „Sau-Stechen“ mitmachen. Für die Großen hieß es „In die Sautröge!“ und am Abend gab es gegrillte Sauen. Da es etwas frisch war, hatten technisch versierte Leute einen beheizten Pool gebastelt, in dem sich zwei Leute sitzender Weise aufwärmen konnten. „Das Wasser hat schöne 28 Grad, da kann man es aushalten“, meinte einer der Frierenden. Kaffee, Kuchen, Gegrilltes und allerhand Getränke rundeten das Angebot ab.

Attraktion für den Sommer

Wer sein Boot liebt, der schiebt. Foto: Grad
Wer sein Boot liebt, der schiebt. Foto: Grad

Aber zeitweise weinte der Himmel, wahrscheinlich weil es heuer das letzte Sautrogrennen gab. „Damit sich in Töging auch im Sommer was rührt“, so Sprecher Christian Thede, „wollten wir was machen, bei dem man nicht bloß dasitzt, sondern auch was Spektakuläres zu sehen bekommt.“ Nach einem vereinsinternen Versuch luden die Stammtische „De Kapitalen“ und die „Rocky Mountain Crew“ ab 2013 Zuschauer ein und es kamen jedes Mal viele Leute zum Sautrogrennen.

Sieger und Plätze

  • 1. Team:

    „Aussteiger“ mit Christoph Lepinsky und Christian Perras.

  • 2 und 3. Team

    : „Einsteiger“ mit Jürgen Sellerer und Thorsten Amon, Blattljäger“ mit Patrick und Matthias Böhm und Fabian Lux.

  • Schnellste Runde:

    Team „Aussteiger“ (2:18 Minuten), „Saustechen“: Siegerin Katrin Pfaller Schweinderl-Rennen: Lukas Rados.

Heuer waren es zehn Mannschaften und nach der Auslosung traten je ein Paar gegeneinander an. Zunächst gibt es einen Starter-Schnaps, weil das Wasser kalt ist oder man Mut braucht für den „Ritt im Brühtrog“. Ein lauter Heulton, Schieber und Paddler rennen los. Der Schieber hält das Boot fest zum leichteren Einsteigen. Das Bananen-Boot zieht flott weg, Kolping Dietfurt braucht etwas länger, Simon und Lukas versuchen aufzuholen, doch dann kam laut Simon „eine große Welle“ und das Boot kenterte. Die Bananen kommen gut voran, ein Tennisball, vom Sautrog aus geworfen, fällt in den Eimer, der unter der Altmühlbrücke, vulgo „Ochsenklavier“, hängt, dann ohne sie zu berühren um die Wendeboje herum und die 75 Meter zurück zum Start.

Wer zuerst die Glocke läutet, gewinnt


Der Schieber hilft beim Aussteigen, dann heißt es flitzen und das Team, das zuerst die Glocke anschlägt, hat gewonnen. Auch die Zeit wird gemessen und für die schnellste Fahrt gibt es einen extra Preis. Pinguine. Wasserpritschler oder Kulturklub Pollanten heißen Teams, die gegen einander fahren. Zwei Minuten und 24 Sekunden benötigte das Team TSV Dietfurt, eine sehr gute Zeit. Manche Boote mussten unter dem „Ochsenklavier“ lange „ankern“, weil der Tennisball einfach nicht in den Eimer wollte. „Eine große Bugwelle“, so der launige Kommentar von Christian Thede, bremste manche der hölzernen Wannen ganz stark.

Die richtige Technik entscheidet

„Der Hintermann muss steuern, der vordere Gas geben“, sagt Patrick nach einem erfolgreichen „Lauf“. Matthias hat den Tennisball rasch untergebracht. „Ich bin aufgestanden, hab das Gleichgewicht halten können, dann war es nicht mehr schwer“, erklärt er. Einige Kinder kamen, setzten nacheinander eine Brille auf, packten den Stock mit der Spitze und versuchten, blindlings „eine Sau zu stechen“.

Beste Stimmung

Kommentator Robert Müller sah die vielen Zuschauenden auf der Brücke, rief zu einer Laola-Welle auf und tatsächlich flogen die Hände nach oben. Dann kamen sich die Boote der Maskenmänner und der Dietfurter Keger ganz nahe und verhakten sich beinahe. Aber es ging gut aus, die Kegler trafen sicher in den Eimer.

Nach den Vorläufen und weiteren Entscheidungen gab es das große Finale und danach eine fröhliche Abschlussfeier.

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