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Trauer um Dietfurts Pfarrer Schlechta

Im Alter von 56 Jahren starb Gerhard Schlechta überraschend am Sonntag. Eigentlich hätte er noch die Messe halten sollen.
Von Johann Grad

Pfarrer Gerhard Schlechta starb mit 56 Jahren.
Pfarrer Gerhard Schlechta starb mit 56 Jahren. Foto: Johann Grad/Johann Grad

Dietfurt.Große Bestürzung herrscht in der Stadtpfarrei Dietfurt und im ganzen Pfarrverband. Völlig überraschend starb der Dietfurter Pfarrer Gerhard Schlechta am Sonntagvormittag im Alter von 56 Jahren. Eigentlich hätte er die Sonntagsmesse zelebrieren wollen. Doch als er zu dieser nicht erschienen ist, schaute Bernhard Grünbeck, Mitglied des Pfarrgemeinderats, im Pfarrhaus nach und fand den bereits gestorbenen Pfarrer mit dem Handy in der Hand. Der Notarzt konnte nur noch seinen Tod wegen Herzversagens feststellen.

Nachricht verbreitete sich schnell

Die Nachricht vom Tod des Priesters verbreitete sich in Windeseile auch in den auswärtigen Pfarreien der Seelsorgeeinheit, deren Leiter er war. Stadtpfarrer Gerhard Schlechta wurde am 28. September 1963 in Vohburg geboren. Er erlernte zunächst das Bäckerhandwerk. Als Zivildienstleistender im Klinikum Ingolstadt sah er, wie notwendig Menschen den Beistand für die Seele brauchen und er entschloss sich, Priester zu werden.

Vor 13 Jahren nach Dietfurt gekommen

1994 wurde er in Eichstätt zum Priester geweiht. Er wirkte in den Pfarreien Nürnberg-Katzwang, Altdorf, Berching, Wemding, Nürnberg-Altenfurt, Fischbach und Moorenbrunn. Danach übernahm er 1998 die Pfarreien Fünfstetten, Sulzdorf samt der Expositur Gunzenheim und wurde Jugendseelsorger für das Dekanat Wemding. Vor 13 Jahren kam Schlechta nach Dietfurt. Er übernahm die Leitung der Pfarreiengemeinschaft Dietfurt/Hainsberg und Staadorf. Schlechta war gerne in die Sieben-Täler-Stadt gekommen, er freute sich über den schönen Garten am Pfarrhaus. Inzwischen ist die Arbeit nicht weniger geworden, es kamen die Pfarreien Eutenhofen und Töging zur Seelsorgeeinheit hinzu.

Ein großes Anliegen war für Pfarrer Gerhard Schlechta der Erhalt der Gotteshäuser und kirchlichen Gebäude, zuletzt auch bei der Filialkirche in Ottmaring, deren Turm im vergangenen Jahr generalsaniert worden war.

Sturz im Oktober 2016

Jede Pfarrei war mit dem Sonntagsgottesdienst versorgt und regelmäßig mit heiligen Messen an Werktagen. In der Schule unterrichtete er mit viel Gespür die dritten Klassen und bereitete sie auf die Erstkommunion vor. Im Oktober 2016 stürzte Stadtpfarrer Schlechta schwer und war daraufhin längere Zeit nicht einsatzfähig. Umso erfreulicher war, dass er 2019 sein Silbernes Priesterjubiläum mit einem Festgottesdienst, einem Festzug und einem Festakt in der Sieben-Täler-Halle feiern konnte. Viel Kreativität zeigte Pfarrer Schlechta jetzt während der Corona-Pandemie. Gottesdienste konnte man per Livestream mitfeiern. Viele Besucher kamen auch zu den Autogottesdiensten am Parkplatz vor dem Freibad und im Hof von Stadträtin Ilse Werner.

Pfarrgemeinderat lobt Zusammenarbeit

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Monika Bäumler sprach von einem großen Verlust. Sie hob das gute Miteinander und die große gegenseitige Wertschätzung hervor. Pfarrsekretärin und langjährige Haushälterin Andrea Ibel kann nur Gutes berichten: „Die Zusammenarbeit war hervorragend.“

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