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TSV braucht eine neue Spitze

Nach arbeitsreichen Jahren wollen Vorsitzender Michael Weigl und seine Stellvertreterin nicht mehr für das Amt kandidieren.
Von Johann Grad

  • Der Sportverein bringt sich auch gesellschaftlich in Dietfurt ein – zum Beispiel mit dem Faschingsball. Foto: Johann Grad
  • Vorsitzender Michael Weigl spricht über die momentane Situation beim TSV Dietfurt. Foto: Johann Grad

Dietfurt.Die anstehende Jahresversammlung des Turn- und Sportvereins (TSV) Dietfurt muss wegen der Corona Epidemie zwangsläufig auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Aufgrund der bekannten Beschränkungen ist aktuell auch der Sportbetrieb aller Sparten eingestellt.

Michael Weigl, Vorsitzender des TSV, weiß derzeit noch nicht, wie es weitergehen kann, aber eines wäre für alle Sportvereine wichtig, sagt er: „Das Kontaktverbot muss baldmöglichst gelockert werden, damit auch der Breitensport zumindest im Freien mit den nötigen Sicherheitsvorkehrungen betrieben werden kann.“ Ein Wunsch, der inzwischen teilweise in Erfüllung gegangen ist.

Sondierungsgespräche fehlen

Beim TSV stehen derzeit wichtige Entscheidungen an. In diesem Jahr wären Neuwahlen der Vorstandschaft, die jetzt bis auf weiteres verschoben werden. Die ganze Vorbereitung dazu gestalte sich durch das Kontaktverbot schwierig, so Weigl. Ohne Vorgespräche eine neue Vorstandschaft zu wählen, wäre zum Scheitern verurteilt.

Michael Weigl hatte bei der letzten Wiederwahl bereits angekündigt, nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung zu stehen. Auch die zweite Vorsitzende Michaela Hengl und die Schriftführerin Traudl Adelkofer haben angekündigt, nicht mehr für eine weitere Periode zur Verfügung zu stehen.

Michael Weigl blickt bislang auf ein großes Engagement für den TSV Dietfurt zurück. Er ist seit 25 Jahren in verantwortlicher Position. Von 1995 bis 2002 war er Fußballabteilungsleiter und hat den Aufstieg von der Kreisklasse bis in die Bezirksoberliga begleitet. Ab 2002 bis zum Jahr 2014 unterstützte Weigl als zweiter Vorsitzender des TSV den Verein. Zusammen mit dem Vorsitzenden Franz Plankl wurde vieles organisiert und umgesetzt.

Die wichtigsten Ereignisse waren 2010 das 100-jährige Vereinsjubiläum und im gleichen Jahr der Bau des Sportheims. Alle Herausforderungen stemmte man mit den fleißigen Mitgliedern. Seit 2014 bekleidet Michael Weigl bereits das Amt des Vorsitzenden. Als einer der Höhepunkte hebt er die 600-Jahr-Feier der Stadt Dietfurt im Sommer 2016 hervor, bei dem der TSV mit vier Ständen vertreten war und er maßgeblich bei der Organisation mitwirkte. Seit 18 Jahren organisiert und moderiert er den TSV-Ball.

Der Verein ist schuldenfrei

Eine große Herausforderung sei die Verpachtung des Sportheims gewesen. Nach einem Jahr ohne Pächter, in dem der Sportheimbetrieb vom Vorstand und einer Hand voll Mitstreiter geführt worden war, hatte man im zweiten Anlauf im Juli 2018 mit den neuen Pächtern, der Familie Yuen, einen echten Glücksgriff gelandet. Der Verein sei hervorragend aufgestellt und schuldenfrei. Es stünden momentan auch keine größeren Aufgaben oder Herausforderungen an und so könne sich die neue Vorstandschaft in Ruhe einarbeiten. Die jetzigen Verantwortlichen bleiben natürlich bis zu einem neuen möglichen Termin der Jahresversammlung im Amt und werden die Mitglieder regelmäßig über den aktuellen Stand informieren.

Von den Corona Einschränkungen betroffen ist derzeit der komplette Sportbetrieb des TSV. Fußball werde voraussichtlich erst wieder ab September gespielt werden können. Das hat der BLSV zusammen mit den Amateurvereinen beschlossen. Dann soll die Restrückrunde bis Ende April 2021 fertig gespielt werden. Auch andere Abteilungen sind geschlossen.

Gut zu wissen

  • Ausblick:

    Erster Vorsitzender Michael Weigl, zweite Vorsitzende Michaela Hengl und Schriftführerin Traudl Adelkofer wollen ihr Amt abgeben. Noch steht kein Termin für die Neuwahl fest.

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