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TurningOns mit Debüt-CD fertig

Die Neumarkter Spezialisten haben beim Einspielen bewusst auch modernen Schnickschack verzichtet; am 24. November beginnt ihre PR-Tournee
Von Lothar Röhrl

  • Die TurningOns haben sich eine alte Tankstelle in Kastl als Kulisse für ihr neues Bandfoto ausgesucht: (v.l.) Dominik Teubert, Manuel Wagner, Daniel Mederer, Leon Kopp und Tobias Hilbert. Fotos: Manuel Federl
  • Ein sexy Girl ziert das Cover der ersten CD der Band. Sie hat den Titel „Spinning around“.

Neumarkt. Was für ein Herbst für die fünf jungen Herren der Pop-Rock-Band „TurningOns“! Denn das hört sich schon mal gut an: Die erste CD ist fertig und das noch dazu beim ersten Label. Und es kommt noch besser: Am Samstag, 24. November, können ihre Neumarkter Fans das Werk „Spinning around“ live gespielt im „Cooper’s“ hören. Und vielleicht können Bandleader Daniel Mederer und seine musikalischen Freunde in diesen Wochen den Grundstein dafür legen, auch überregional zum Begriff zu werden.

Lokal haben sie das schon geschafft. In den sechs Jahren, seit es die von Daniel Mederer und Dominik Teubert gegründete Formation schon gibt, haben die „Aufdreher“ – wie die Band zugegeben fantasielos übersetzt heißt – eine stattliche Anzahl Fans gewinnen können. Live zählt mehr denn je. Und so wurde bei der Aufnahme des ersten „Silberlings“ einiges dafür getan, dass das Werk der Atmosphäre jedem Auftritt der Band sehr nahe kommt.

Hier passte, dass mit Leon Kopp seit 2011 am Schlagzeug der Sohn von Roland Kopp mitwirkt. Kopp hat sich ein kleines Tonstudio („Blue-Beat-Studio“) eingerichtet, dass er zusammen mit seinem Partner aus gemeinsamen „Buddy and The Huddle“-Zeiten, Michael Ströll, betreibt. Beim Einspielen wurde auf jeden Schnickschnack der Aufnahmetechnik im neuen Jahrtausend verzichtet: Statt digital und was sonst Standard geworden ist, verwendete man ein Acht-Spur-Tonband aus den 60er Jahren.

Nach guter alter (analoger) Art wurde das aus 13 Stücken bestehende Werk eingespielt. Halt so, wie es die musikalischen Vorbilder der Fünf – The Kinks, Lou Reed – vor 40 Jahren auch getan hatten: Alle spielten zusammen, während das Aufnahmeband lief. Und das enorm erfolgreich: „Nach sechs Stunden am ersten Aufnahmetag hatten wir schon acht der 13 Stücke eingespielt. Vor allem der Leon hat sich dabei mit Bravour geschlagen“, berichtete Daniel Mederer, wie sehr sich er und die anderen „TurningOns“ (Dominik Teubert, Tobias Hilbert, Manuel Wagner und Leon Kopp) bei dieser intensiven Arbeitsatmosphäre dennoch wohlgefühlt haben.

Hinter dem Stil steht jeder der Fünf: Einflüsse von Beatles, The Kinks, Oasis, Travis oder Mando Diao sind nicht zu leugnen. Hauptsache: Ein Produkt zum Mittanzen. Und überhaupt eine Bestärkung der verbindenden Freude an Live-Musik. Das Ziel dieser CD, so wie ein Livemitschnitt zu klingen, ist den Mischern Michael Ströll und Lothar Schrems ziemlich gut gelungen. „Wir wollten nicht so klingen wie elektronische Bands oder das Produkt eines DJs. Von solch sterilem Etwas gibt es schon viel zu viel.“

Die Herausforderung schlechthin war, welche Stücke auf das Album sollten: „Seit 2006 ist eine Riesenauswahl entstanden“, berichtete Daniel Mederer. Ein „Best-of“ habe man nicht gewollt, aber durchaus einen guten Anteil bandtypischer Hits wie vor allem „Summertime“. Diese Erinnerung an Daniel Mederers Abschlussfahrt vor sechs Jahren ist exemplarisch für den „roten Faden“ in den Texten der Songs: Liebe, Freiheit und Erinnerungen an schöne Erlebnisse im Leben. Und all das transportiert im Sound eines melodiösen Pop-Rocks.

Froh ist Daniel Mederer, dass die Band mit den in München ansässigen „InBloom Records“ ein ambitioniertes Label gefunden hat. „Das ist schon was, wenn so ein Label auf eine kleine Dorfband aus Neumarkt in der Oberpfalz aufmerksam geworden ist“, meinte Daniel Mederer mit einem gehörigen Schuss Understatement. Diesem erst seit zwei Jahren bestehendnen Independent-Label liege es sehr am Herzen, bisher nur lokal bekannte Bands zu fördern.

Daher ist Daniel Mederer froh, dass „InBloom“ in allen Vertriebswegen von traditionellen, kommerziellen Händlern bis zu iTunes gut im Geschäft ist. Und auch bei der Vermittlung von guten Auftrittsorten ist dieses Label den „TurningOns“ ein perfekter Türöffner. Die Termine am 17. Dezember in der Regensburger „Heimat“ und am 18. Januar in der Nähe des Münchener Westparks gelegenen „Krahnhalle“ sind ein guter Beweis.

Jetzt kann es also mit dem nächsten Level in der Entwicklung der Band losgehen. Die Fünf haben gute Chancen, dass sie zusammen bleiben. Bei einem angehenden Fachabiturienten (Leon), zwei Studenten (Tobias und Manuel), einem Referendar (Dominik) sowie einem Berufstätigen — Daniel ist Gesundheits- und Krankenpfleger im Neumarkter Klinikum — ist dieser Aspekt keine Selbstverständlichkeit.

„Wir haben immer gewollt, dass es immer etwas Neues gibt. Das jetzt passt optimal dazu“, betonte Daniel Mederer, bevor es nun ab nächsten Samstag zur PR-Tour für die erste CD geht.

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