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Tradition

Über 50 Hochzeitslader in Berg

Christa Riel hatte zum 58. Bayerischen Treffen nach Berg eingeladen. Die Kirwaleit hatten einen großen Auftritt.
Von HANS STEPPER

Das 58. Bayerische Hochzeitslader-Treffen, das Christa Riel organisiert hat, fand am vergangenen Sonntag in Berg statt. Foto: Hans Stepper
Das 58. Bayerische Hochzeitslader-Treffen, das Christa Riel organisiert hat, fand am vergangenen Sonntag in Berg statt. Foto: Hans Stepper

Berg.Mittelpunkt für die Hochzeitslader aus dem weiß-blauen Bayernland war am vergangenen Sonntag der 2900-Einwohner-Ort Berg. Christa Riel, Hochzeitladerin aus dem Landkreis Neumarkt, die in Berg mit ihrer Familie seit einiger Zeit wohnt, hatte zum 58. Bayerischen Treffen in die Oberpfalz eingeladen. Das Treffen für die über 50 anwesenden Hochzeitslader, die mit ihren Familien in die Schwarzachtal-Gemeinde kamen und dem auch der Berger Bürgermeister Helmut Himmler beiwohnte, begann mit einem traditionellen Weißwurst-Frühschoppen und musikalischer Unterhaltung durch die Gruppe „Nix für unguat“ im Hotel-Gasthaus Knör.

Wie es sich gehört, stellten sich die Hochzeitslader zum Kirchenzug am Sophie-Scholl-Platz auf und zogen im Gleichschritt unter Musikbegleitung in die Kirche ein. Die „Pilsachtaler Sänger“ gestalteten den Gottesdienst mit der „Waldler-Messe“. Kevin Litwitz aus Berg hatte die musikalische Gesamtleitung übernommen. Pfarrer Martin Fuchs gab in der Predigt eine Premiere, wie er sagte und sprach zu der auf den letzten Platz besetzten Kirche in Dialekt kurzweilig und humorvoll über seine Erfahrungen mit einem Hochzeitslader auf einer Hochzeit, die er in vollen Zügen beim „Brautstehlen“ damals miterlebte.

Besonderes Tischgebet

Im Anschluss an die würdige Feier wurde sich zum Gruppenfoto mit allen anwesenden Hochzeitsladern und Beteiligten des Tages aufgestellt. Im voll besetzten Gasthaus Knör sprach Pfarrer Fuchs auch das Mittagsgebet und fügte im Anschluss spitzbübisch an „Lieber Gott hilf mir am Tisch, dass ich es größte Stück erwisch“. Nach dem Anwesenheits-Abgleich der Mitglieder wurde gemeinsam das Mittagessen eingenommen. Auf Initiative von Christa Riel erschienen auch viele Oberpfälzer Hochzeitslader wie Tom Swing aus Miltach, Bene Weber aus Sattelpeilstein, Christian Bräu aus Roding und Sepp Grünbeck aus Dietfurt, die allesamt in die Zunft aufgenommen wurden. „So viele Neuaufnahmen waren es schon lange nicht mehr“, stellte Chronist Christian Glas aus Eggstätt erfreut fest.

Hintergrund

  • Tänze:

    Die „Kirwa-Buam und Kirwa-Moila“ aus Berg“ und die jungen Berger Kirwa-Kinder, welche die Hochzeitsladerin Christa Riel im Sommer trainiert hatte, zeigten nachmittags Volkstänze und bekamen viel Applaus.

  • Prominenter:

    Josef „Bäff“ Piendl aus Trasching (Oberpfalz) und der 60-jährige Anton Speer, Landrat aus Garmisch-Partenkirchen waren die prominentesten

Spritzig war der Auftritt der Berger Kirwakinder. Hochzeitsladerin und „Lokalmatadorin“ Riel hatte die Kindergruppe für die Kirwa trainiert in Kooperation mit der Mittagsbetreuung der Berger Schule. Die Kinder bestachen mit ihrem Tanz „Hans bleib da“, ihrem süß-frechem Charme und ihren Schlachtrufen.

Schwung in den Saal gebracht

Viel Schwung brachte der gekonnte Auftritt der „Kirwaleit Berg“ in den regelrecht brodelnden Saal. Im Verlauf des Tages sprach Bürgermeister Himmler auch in seiner Funktion als stellvertretender Landrat ein Grußwort. Selbstverständlich durfte im Festjahr „100 Jahre Bayern“. Riels kleine musikalische Ehrerweisung „Bayern do bin i dahoam“ und die Bayernhymne auf dieser Veranstaltung nicht fehlen. Im Anschluss begann dann das „Gstanzl-Singen“. Ein Brauchtum, das nicht in allen Regionen Bayerns beim Hochzeitsladen üblich ist.

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