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Stadtrat

Umfahrung in Beilngries ist fertig

Seit 30 Jahren wartete Beilngries auf die Umfahrung. Der Anschluss der Sandstraße zieht sich noch hin.
von Johann Grad

Bürgermeister Alexander Anetsberger (v. l.) und Stadtbaumeister Thomas Seitz gaben Infos zur Umfahrungsstraße und zu den letzten ausstehenden Arbeiten. Foto:Grad
Bürgermeister Alexander Anetsberger (v. l.) und Stadtbaumeister Thomas Seitz gaben Infos zur Umfahrungsstraße und zu den letzten ausstehenden Arbeiten. Foto:Grad

Beilngries.Der Eröffnung der Umfahrung Beilngries Bauabschnitt 1 stand nur noch der passende Termin im Wege. Doch der ist jetzt gefunden, aber nicht für den nächsten Freitag, wie berichtet.

„Seit 30 Jahren wartet man auf die Umfahrungsstraße, da kommt es auf eineinhalb Wochen auch nicht an, bis sie freigegeben wird“, meinte Bürgermeister Alexander Anetsberger bei der Besichtigung der neuen Straße mit dem Bauausschuss. Zumal Dr. Hans Reichhart als zuständiger Staatsminister den endgültigen Förderbescheid, auch für die Nachförderung, mitbringen wird. Prompt kamen zwei Autos auf der neuen Straße daher, das Stadtoberhaupt hielt sie an, doch handelte es sich um Straßenbauer und eine Firma, die Pflanzarbeiten erledigen wird. Sie durften natürlich durchfahren, denn Anetsberger wollte sie von der Arbeit nicht abhalten. Laut Stadtbaumeister Thomas Seitz sind die Fahrbahnmarkierungen aufgebracht, in den nächsten Tagen kommt die notwendige Beschilderung mit Wegweiser, Überholverbot und Geschwindigkeitsregelung. Wirtschaftswege und Radwege sind angelegt, bei engen Kurven muss für die Sicht noch was gemacht werden.

Kurz berichtet

  • Aschbuch:

    In Aschbuch ist die Errichtung eines Einfamilienauses mit Doppelgarage geplant. Bauherren und Architekt stellten sechs Anträge auf Befreiung von Vorgaben des Bebauungsplanes. Das war Bürgermeister Anetsberger zu viel und er meinte, die Architekten sollten diese doch besser lesen.

  • Präzedenz:

    Das Gremium genehmigte dennoch das Bauvorhaben, da bereits dreimal befreit wurde.

An den ökologischen Ausgleichsflächen ist noch etwas zu erledigen, ebenso bei der Bepflanzung der Böschungen. Erdhaufen liegen noch herum, für die Bodengutachten benötigt werden. Mit dem Wasserwirtschaftsamt ist abzustimmen, wohin sie abtransportiert werden und wo man sie einbauen kann. Die Brücke über die Altmühl ist abgenommen, ebenso die Lärmschutzwand mit Holzverkleidung. Sie schirmt den Campingplatz ab.

Endgültige Begutachtung folgt

Die Straße selber wird noch endgültig begutachtet, vorab haben die Verantwortliche sie schon unter die Lupe genommen. Die Böschungen hat eine Firma mit Rasensamen eingespritzt, ebene Flächen werden angesät, die Bepflanzung erfolgt im Oktober. Bürgermeister Anetsberger wies auf den weißen Markierungstreifen hin, der etwas weiter als gewohnt vom Rand der Fahrbahn weg ist. „Da ist dann noch etwas Platz bis zum Rand der Straße, das ist jetzt vorgeschrieben“, erklärte Seitz. Die markierte Fahrbahn ist wie geplant sechseinhalb Meter breit. Pauline Hirschberger fragte nach der Bepflanzung der Kreisel. Sie sollen ein Blickfang werden, so Anetsberger, um Befürchtungen entgegenzutreten, dass z. B. Touristen nicht in die Stadt einfahren. Es dürfen jedoch außerorts aus Gründen der Verkehrssicherheit keine bauliche Vorkehrung getroffen werden, z. B. solche aus Beton. „Eine schöne Bepflanzung, ein Schriftzug aus Blumen wird dem Tourismusort Beilngries gerecht“, meinte Anetsberger.

Wasserleitung ist verkeimt

Im Sitzungssaal sprach Vizebürgermeister Anton Grad den Bau der Sandstraße an, die in die Umfahrung einmünden wird. Momentan gehe es nicht recht voran, weil die neue Wasserleitung trotz vieler Spülungen verkeimt ist. Er schlug vor, die Leitung durch eine neue zu ersetzen. Stadtbaumeister Seitz erklärte, dass man keine Garantie habe. Das Problem könne genauso auftreten. Man habe bereits achtmal die Leitung gespült, auch an einem anderen Hydranten, mit allen möglichen Fachstellen stehe man in Kontakt, doch die Ursache sei nicht bekannt. Inzwischen liegt die Leitung außerhalb des Grabens, damit an der Kanalisation weitergearbeitet werden kann.
Seitz sprach die Toilette im ehemaligen Grundschulhof an. Sie sei nicht defekt, wie gesagt werde, man muss sie nur richtig bedienen. Nach dem Geldeinwurf könne man sie betreten und durch Drücken auf einen roten Knopf versperren.

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