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Natur

Velburg: Billige Biomasse als Ernte?

Kann man den Mischwald erhalten? Wie bleibt der Wald gesund? Ministerialrat Stefan Pratsch klärt drängende Zukunftsfragen.
Von Andreas Friedl

Waldbesitzer, Waldbesitzervereinigung Parsberg sowie Vertreter von Behörden rahmen Ministerialrat Pratsch ein. Foto: Friedl
Waldbesitzer, Waldbesitzervereinigung Parsberg sowie Vertreter von Behörden rahmen Ministerialrat Pratsch ein. Foto: Friedl

Velburg.Wie soll der gesunde Wald jetzt und in der Zukunft aussehen, können wir den schon vorhandenen Mischwald erhalten? Diese und weitere Fragen gab es bei einem Besuch von Ministerialrat Stefan Pratsch. Er ist verantwortlicher Referatsleister beim bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) und unter anderem auch im Läufelberg bei Velburg zuständig.

Zu diesen intensiven Gesprächen, waren Waldbesitzer, die Waldbesitzervereinigung (WBV) Parsberg mit ihrem Vorsitzenden Martin Schmid und Geschäftsführer Alois Meier sowie auch die Vertreter von Behörden, wie Harald Gebhardt, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Neumarkt (AELF) , mit seinem Vertreter Christian Kleiner, Stefan Tretter, von der bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft sowie die Waldbautrainer Ottmar Ruppert und Wolfram Rothkegel, zugegen. Mit dabei waren auch Erwin Engesser vom AELF Regensburg und Revierleiterin Christl Schnell.

Der Wald und seine Zukunft

In erster Linie ging es bei diesem Informationsaustausch um die waldbauliche Entwicklung jetzt und für die Zukunft. Wie seitens der WBV hingewiesen wurde, habe es in den vergangenen zehn Jahren eine ungute waldbauliche Entwicklung gegeben. Immer mehr WBV‘s würden auf die Zunahme von Buchen in den Mischwäldern hinweisen. Die Verbuchung werde immer kritischer hinterfragt, da sie zu einer Entwertung der Wälder führe. Denn letztlich werde von den Waldbesitzern bei einer Fortführung dieses derzeit vorherrschenden Waldbaus nur noch eine weltweit austauschbare billige Biomasse zu ernten sein.

Blick auf den Waldbau

Falscher Waldbau und Umgang mit Mischwäldern sei die Ursache für die Entwicklung von buchendominierten Biomassewäldern mit nur noch wenigen oder keinen werthaltigen Brotbäumen, so die WBV.

Baumarten im Jura

Wie nicht nur Harald Gebhardt, sondern auch Stefan Pratsch wissen ließen, soll das gemeinsame Ziel aller Beteiligten sein, dass die aus bis zu 20 verschiedenen Baumarten bestehenden Waldbestände des Jura an die sich veränderten klimatischen Rahmenbedingungen anpassen und möglichst artenreich zu erhalten seien, und dies unter ökonomischen Gesichtspunkten.

Ein weiteres Ziel der fachlich zuständigen Behörden sei es, eine moderne Juramischung mit kleinständörtlich angepassten Nadel- und Laubbäumen, die nachfolgenden Generationen auch die Möglichkeit geben, hochwertiges Bauholz zu nutzen.

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