MyMz
Anzeige

Velburg gedenkt des Kriegsendes

Bürgermeister Christian Schmid erinnert an die mutige Tat von Karl Schön.

Bürgermeister Christian Schmid und der SRK-Vorsitzende Gerhard Klein erinnerten an das Kriegsende.  Foto: Wolfgang Schön
Bürgermeister Christian Schmid und der SRK-Vorsitzende Gerhard Klein erinnerten an das Kriegsende. Foto: Wolfgang Schön

Velburg.Aus Anlass des 75. Jahrestags der Beendigung des 2. Weltkriegs am 8. Mai und der Befreiung der unter der Willkür der Nationalsozialisten geknechteten Gefangenen in den Konzentrationslagern gab es am Freitag in Velburg ein kurzes Gedenken in Form einer Andachtsfeier vor dem Kriegerdenkmal am Kirchenportal. Die Anregung dazu hatte der neue Velburger Bürgermeister Christian Schmid gegeben. Mit dem Vorsitzenden der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Gerhard Klein stellte Schmid im stillen Gedenken eine Blumenschale an der Gedenkstelle ab. Knapp 50 Velburger, darunter weitere Vertreter der Stadt und der Vereine, hatten sich zu dem kurzfristig angesetzten Gedenken mit eingefunden.

Für die Stadt Velburg hat dieser Anlass auch deshalb eine besondere Bedeutung, weil nur wenige Wochen vor dem offiziellen Kriegsende durch das mutige Eintreten von Karl Schön (Hausname „Goldschmid“ aus der Kolpingstraße) verhindert werden konnte, das die Stadt kurz vor dem Kriegsende nicht doch noch nachhaltig in die Kriegswirren mit hineingezogen wurde. Karl Schön gelang es, durch heldenmutigen Einsatz, eine SS-Abwehrstellung zum Aufgeben zu bewegen, so dass die anrückenden US-amerikanischen Befreiungsstreitkräfte den Ort nicht beschossen. Velburg blieb somit verschont und die Stadt würdigte die mutige Tat seines Bürgers im vergangenen Jahr mit der Widmung eines eigenen Platzes – „Karl Schön Platz“ am Hinteren Nordtor.

Stadtpfarrer Martin Becker erinnerte bei der Andachtsfeier im Freien an die Auswirkungen der schrecklichen Kriegsjahre von 1939 bis 1945, dessen ausgelöstes Leid nicht vergessen werden dürfe. Damit verbunden sind nun aber auch 75 Jahre des Friedens, zumindest in Europa. Das gemeinsame „Vater unser“ und das Lied vom „Kameraden“, gespielt von Markus Grimmeißen, beendeten die Feier unter den Auflagen der Corona-Pandemie.

Alle Anwesenden trugen Mund-Nasen-Masken und hielten den vorgegeben Abstand ein. Pfarrer Martin Becker verwies in diesem Zusammenhang auch darauf, dass ab sofort auch wieder Gottesdienste und Andachtsfeiern im Freien mit bis zu 50 Teilnehmenden bei Wahrung der Auflagen abgehalten werden dürfen. Ebenso fanden am Wochenende wie in vielen andern Pfarreien auch erstmals seit dem 18. März wieder öffentliche Gottesdienste in den Kirchen statt. Die Teilnehmerzahlen richteten sich hier nach den Größen der Gotteshäuser. Damit kehrt auch in der Kirche ein Stück Normalität zurück, wenn auch unter strengen Auflagen, die zu beachten gilt, betonen die Verantwortlichen. (pws)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht