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Umwelt

Velburg: Schule will Titel verteidigen

Die Klassenleiterin und Umweltbeauftrage der Grund- und Mittelschule Velburg, Marie-Luise Bock, weist auf die sechs "R" hin.
Andreas Friedl

Einige der Kinder, die an den Projekten mitwirkten, mit Marie-Luise Bock (2.v.r.) und Lehrerin Mechthild März (2.v.l.). Foto: Friedl
Einige der Kinder, die an den Projekten mitwirkten, mit Marie-Luise Bock (2.v.r.) und Lehrerin Mechthild März (2.v.l.). Foto: Friedl

Velburg.Auch in diesem Jahr bewarb sich die Grund- und Mittelschule Velburg im Rahmen der Umweltwoche und von Umweltaktivitäten abermals um den Titel „Umweltschule in Europa/internationale Agenda 21 - Schule", den sie bereits im vergangenen Jahren schon mehrfach erringen konnte. Sie wollte ihn wieder nach Velburg holen. In diesem Jahr ging um das wichtige Thema Wasser – „Nachhaltig Konsumieren“ und „Leben im und am Wasser“.

Wie die Koordinatorin des Projektes, Klassenleiterin und Umweltbeauftrage der Grund- und Mittelschule Velburg, Marie-Luise Bock, sagte, spielten bei den Vorüberlegungen zum Thema die sechs "R" eine große Rolle: Re -use, -think, -cycle, -fuse, -pair, -duce. Entsprechend planten nun alle, von der ersten bis zur neunten Klasse, ihre Aktionen, die während der Umweltwoche stattfinden sollten. Das Ergebnis war überwältigend:

Die Kleinsten entwickelten und spielten Spiele aus Naturmaterial, mit Steinen, Holz, Nüssen und Schafsknochen. Andere sammelten alte Schultaschen für ukrainische Kinder. Zehnjährige verarbeiteten Abfallstoffe wie Eierkartons, Joghurtbecher, Korken und vieles mehr, Kreativ, per Upcycling, zu Neuem. Es entstanden unter anderem Roboter, Monster, Schmuck und vieles mehr. Sie widmeten sich Stoffresten, um daraus Blumen, Haarschmuck, Freundschaftsarmbänder, T-Shirt-Garn und einiges mehr zu schaffen.

Der Wert des Plastikmülls

Die Stifte-für-Mädchen-Aktion sensibilisierte für den Wert von Plastikmüll. Dazu wurden 840 unbrauchbare Plastikstifte, die normalerweise entsorgt würden, in der Schülerschaft gesammelt und einer Recyclingfirma übergeben. Diese spendete aus ihrem Ertrag an ein Flüchtlingscamp, wodurch wiederum Schüler aus dem Camp mit Schulmaterialien versorgt werden konnten. Die Kinder aus der fünften Klasse sorgten auf dem Gelände des Hauses am Habsberg für selbst angebaute Kartoffeln. Was ist virtuelles Wasser und wie viel steckt in unseren Alltagsprodukten? Schüler untersuchten dazu Anbau- und Herstellungsverfahren zum Beispiel von Kakao, Baumwolle und Zucker.

Zudem wurden die Intensivproduktion und unser Essverhalten in Bezug auf Hühner- Rindfleisch unter die Lupe genommen. Die Kinder wollten auch wissen, wie der hohe, unsichtbare Wasserverbrauch bei T-Shirts und Jeans zustande komme. Passend dazu wurden dann auch alltagstaugliche und kindergerechte Alternativen vorgestellt. Dass lang genutzte Handys, reparaturfähige Elektrogeräte oder auch weitergegebene Computer, umweltfreundlicher sind, als ein entsprechendes kurzlebiges Produkt, fanden die 14-jährigen ebenfalls heraus. Und zu guter Letzt beschäftigten sich Acht- und Neuntklässler mit Precycling, Recycling und Leasing von Jeans. Sie gestalteten eine Präsentationswand und dokumentierten dort Herstellungsverfahren und Vertrieb, sowie die Vorteile solcher Kleidungsstücke. Eine zweite Gruppe spürte dem verpackungslosen Warenangebot und der Mission der Firma Füllgut nach.

Wasser war der Schwerpunkt

Nachdem Wasser nach wie vor eines der zentralen Themen und auch Thema einzelner Klassenstufen war und ist, war dies der zweite Schwerpunkt. Innerhalb und außerhalb der Projektwoche im Mai 2018 führten Schüler mit ihren Lehrkräften einige Aktionen durch. Die Planung eines neuen, alten Schulteiches wurde skizziert. Schüler prüften seinen Ist-Zustand, untersuchten die Wasserqualität, fanden Zeigertiere, überprüften die Ausbreitung von Algen, beschrieben Blütenpflanzen und Schilf. Weiter untersuchten sie Teich-Wassertropfen unter dem Mikroskop. Junge Schüler stapften durch’s nahegelegene Moor, entdeckten seine Tiefe und erforschten die Flora und Fauna eines Feuchtlebensraums. Auch Delfine und der Meeresschutz beschäftigten eine Klasse. Ein weiterer Aspekt waren Plastikmüll und Mikroplastik.

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