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Kabarett

Volle Halle beim „Dregg-Sagg“

Michl Müller servierte dem Publikum in Seubersdorf jede Menge Themen – von Greta bis zur Intimrasur.
Von Vera Gabler

Fans holten sich noch ein Autogramm.  Foto: Vera Gabler
Fans holten sich noch ein Autogramm. Foto: Vera Gabler

Seubersdorf.Die Mehrzweckhalle in Seubersdorf entwickelt sich mehr und mehr zu einem Kulturzentrum. Es gab nur noch wenige Restplätze am Freitagabend zum Kabarett mit Michl Müller und seinem Programm „Müller, nicht Shakespeare“ – sehr zur Freude des Veranstalters, die Lachoffensive. Von der ersten Minuten an, in der der fränkische Kabarettist, der auch den Oberpfälzer Dialekt „Hou hou“ beherrscht, war die Stimmung im Publikum am Kochen. Angefangen von der Christa in der ersten Reihe, die von Müller ins Visier genommen wurde, bis hin zum Sigi, der extra aus der Nähe von Schweinfurt nach Seubersdorf gekommen war, um Michl Müller live zu erleben. Und keiner der Gäste wurde enttäuscht, auch Gäste aus Holler-stetten trugen es mit Humor, als Müller verriet, dass er beim Durchfahren des Ortes von Misthaufen begrüßt wurde. „In Seubersdorf habe ich dann normale Menschen gesehen“. Schließlich entschuldigte er sich mit Herbstdepressionen, so wie bei Schweinsteiger, um zugleich vom Oleander der Oma zu erzählen und vom Sanitärprinzip 70 Cent zahlen, 50 Cent zurück. Nach kurzer Zeit hatte er viele Themen am Wickel. Angefangen von Greta – mit der Kleinen stimmt was nicht – bis hin zu der Erkenntnis, Sex ist nicht alles, wäre aber schön.

Manchmal derb, dann wieder tiefgründig, aber immer irgendwie glaubwürdig komisch ging er dieses Thema aus den unterschiedlichsten Perspektiven an. Missverständnisse zwischen den Geschlechtern gehörten ebenso dazu wie Shoppingtouren und Erotiktrends wie die Intimrasur von Mann und Frau. „Wobei die Damenwelt bereits wieder am Aufforsten ist – vom kleinen Streifen bis zur Skyline von Parsberg?“ Der Mann agiere noch immer getreu dem Motto: „Je kleiner die Hecke, desto größer erscheint das Haus!“

Um dem Publikum auch geistige Pausen zu ermöglichen, verstand es Müller mit Liedern „die Herzen schmelzen zu lassen“. Schließlich zog sich ja wie ein roter Faden die Liebesgeschichte von Romeo und Julia durch das Programm. Zeitweise unterbrochen von dem Totenkopf des William Shakespeare, der ja die Liebesgeschichte gar nicht geschrieben hatte, sondern sein Bruder. Ohne Punkt und Komma agierte der „Dregg-Sagg“, wie er sich selbst bezeichnete, auf der Bühne, unter dem Balkon von Romeo und Julia, dem wohl berühmtesten Liebespaar der Welt.

Da verzichtete man gerne auf Rosamunde Pilcher, wie Müller manch einem aus dem Herzen sprach. Nach dem Medley als Zugabe und einem tosenden Applaus harrten die treuen Fans noch aus, um sich Autogramme zu holen.

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