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Vom Rathaus zum Friedhof

Die neuen Gemeinderäte verschafften sich im Rahmen einer Führung einen Überblick über wichtige Bauprojekte.
Von Hans Stepper

Über den notwendigen Bau einer Aussegnungs- und Verabschiedungshalle sowie der Friedhofsgestaltung wurden die Gemeinderäte bei der Besichtigungsfahrt von Bürgermeister Peter Bergler (l.) informiert.
Über den notwendigen Bau einer Aussegnungs- und Verabschiedungshalle sowie der Friedhofsgestaltung wurden die Gemeinderäte bei der Besichtigungsfahrt von Bürgermeister Peter Bergler (l.) informiert. Foto: Hans Stepper

Berg.Um den neuen Berger Gemeinderäten wichtige Baumaßnahmen zu zeigen, machte sich der Gemeinderat am vergangenen Samstag auf zu einer dreistündigen Besichtigungsfahrt. Erster Anlaufpunkt waren das jetzige Verwaltungsgebäude am Sophie-Scholl-Platz sowie das Rathaus II. Bauingenieur Bernhard Birgmeier, Leiter des gemeindlichen Bauamtes, klärte über den Platzbedarf einer „Verwaltung der Zukunft“ auf. Da aber der Platzbedarf akut sei, werden die Bürgermeister und Gemeinderäte auch eine „Ad-hoc-Lösung“ diskutieren.

Nachdem sich der Gemeinderat bereits vor drei Jahren mit einem Neubau eines Leichenhauses und einer Sanierung des Friedhofes in Berg befasste und die Angelegenheit immer wieder zurückgestellt wurde, sollen nun „Nägel mit Köpfen“ gemacht werden. Die Sachlage wurde vom Bürgermeister und Gemeinde-Ingenieur kurz dargelegt. Dazu wurden noch einmal die Pläne des Ingenieurbüros Knychalla vorgestellt. Unter den Gemeinderäten herrschte Konsens, dass dieses Projekt baldmöglichst realisiert werden solle.

Auch eine Verabschiedungshalle soll im Rahmen der Friedhofssanierung errichtet werden. Ein Diskussionspunkt waren die hohen Kosten für ein solches Gebäude. Der Gemeinderat verständigte sich, dieses Problem noch einmal zu thematisieren, da sowohl Größe als auch Ausführung der Halle noch verändert und damit Kosten reduziert werden könnten.

Neues Baugebiet in Sindlbach

In Sindlbach besichtigte der Gemeinderat den Fortschritt des Erweiterungsbaus des Feuerwehr-Gerätehauses. Kommandant Christian Fügl erläuterte dem 21-köpfigen Gremium, wie der Anbau an das Feuerwehrhaus realisiert wurde. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 215 000 Euro, die von der Kommune getragen werden. Ohne den Einsatz der freiwilligen Helfer mit über 2000 Arbeitsstunden wäre so ein Projekt laut dem Kommandanten nicht möglich gewesen. Er lobte auch die ortsansässigen Firmen, die ebenfalls einen Beitrag geleistet hätten.

Bürgermeister Bergler erläuterte, dass am Ortsrand von Sindlbach ein neues Baugebiet entstehen könne, falls sich die Kommune mit allen Eigentümern einige. Laut Auskunft des Landratsamtes Neumarkt sei eine Einzelbebauung dort nicht mehr möglich. Hierzu müsste eine Bauleitplanung aufgestellt werden. Grünen-Gemeinderat Stefan Haas regte an, noch einmal in Neumarkt nachzufragen, ob eine Bauleitplanung wirklich notwendig sei. Grundsätzlich wolle der Gemeinderat daran festhalten, jungen Menschen, die in der Gemeinde bleiben möchten, die Möglichkeit dazu zu geben. Gemeinderätin Erna Späth (SPD) fragte nach, wie der Stand des angedachten Baugebiets neben dem Sindlbacher Sportplatz sei. Gemeinderat Michael Hierl (LBG) betonte, dort eher ein Gewerbegebiet ins Auge zu fassen, da große Nachfrage bestünde und die Nähe zum Sportplatz eine Wohnbebauung erschwere.

Die Weiterfahrt führte auf die Jurahöhen, in die Altgemeinde Stöckelsberg. Der Gemeindeverwaltung liegt derzeit eine Anfrage einer Firma für Solaranlagen vor, in der Nähe von Reicheltshofen eine Photovoltaik-Anlage zu errichten. Im Ratsgremium herrschte Uneinigkeit, wie mit dieser Sache verfahren werden solle. Es wurde der große Landverbrauch moniert.

Handlungsbedarf bei Friedhöfen

Andererseits gab es auch Befürworter, da Photovoltaik eine sehr saubere Form der Energie-Gewinnung sei. Der Hauptkritikpunkt lag in den Ausmaßen der Anlage von nahezu 60 Hektar. Die Gemeinderäte waren sich einig, dass noch einmal mit dem Betreiber gesprochen werden müsse, ob das Interesse nach wie vor bestünde, wenn die Größe des Projekts reduziert würde. Eine Beteiligung der Bürger ist aber nach Ansicht des Gemeinderats geboten.

Am Beispiel des Friedhofes in Stöckelsberg wurde aufgezeigt, dass die Friedhöfe auf den Dörfern teilweise in einem sanierungsbedürftigen Zustand sind. Hier bestehe Handlungsbedarf, denn teilweise sind die Mauern, Wege und Tore auf den Friedhöfen in einem sehr schlechten Zustand.

Rathaus II

  • Die Lösung:

    Bergler regte deshalb an, einen Anbau an das Rathaus II in Betracht zu ziehen. Außerdem sollte das alte Rathaus nach Meinung einiger Gemeinderäte saniert werden. Auch eine Machbarkeitsstudie wurde angeregt.

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