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Kultur

Von Jazz-Weekend bis Kolping-Theater

Die Vorschau auf das vierte Quartal zeigt, worauf sich nicht nur in Neumarkt Musik- und Sprechtheater-Freunde freuen dürfen.
Von Lothar Röhrl

Die Gebrüder Mühlleitner (knieend von links Daniel und Philipp) sind mittlerweile auch mal zu siebt bei einem Programm zu sehen und vor allem zu hören. Fotorechte: Mühlleitner
Die Gebrüder Mühlleitner (knieend von links Daniel und Philipp) sind mittlerweile auch mal zu siebt bei einem Programm zu sehen und vor allem zu hören. Fotorechte: Mühlleitner

Neumarkt.Die Mittelbayerische präsentiert ab sofort zu Beginn eines jeden Quartals, was sich an Live-Ereignissen wie Konzerten oder Kabarett-Gastspielen in Neumarkt und Umgebung tun wird. Schon bei der Auswahl für die erste Folge hat es sich gezeigt: Allein in der Stadt Neumarkt und dem engeren Umkreis tut sich so viel. Das liegt an den sehr emsigen Anbietern.

Bei der Auswahl der Angebote wurde kein Wert auf Vollständigkeit gelegt. Sehr wohl ging es aber darum, zu zeigen, wie vielfältig das Angebot geworden ist. Die Mittelbayerische hat dabei aber Nürnberg nicht vergessen. Der Katzensprung in die Frankenmetropole wird in jedem Quartal von Gastspielen bekannter Einzelkünstler und Bands, aber auch von Newcomern der jeweiligen Szene belohnt.

Die lustigsten Brüder Neumarkts

Die Gebrüder Philipp und Daniel (im Hintergrund) Mühlleitner: Ihre Texte haben es in sich. Ihre Musik macht gute Laune.  Foto: Röhrl
Die Gebrüder Philipp und Daniel (im Hintergrund) Mühlleitner: Ihre Texte haben es in sich. Ihre Musik macht gute Laune. Foto: Röhrl


Sie sind schon jetzt die besten Blödelbarden in der Geschichte Neumarkter Bands. Auch mit den Kleinen können sie es gut. Ob jung gebliebene Erwachsene oder spaßbereite Kinder: Daniel und Philipp Mühlleitner haben mit der Beliebtheit bei Groß und Klein ein sehr gutes Fundament in den wenigen Jahren ihrer Karriere gelegt. Dass sie jetzt eine „Super-Band“ mit sieben Mitgliedern vorweisen können, ist ein Ding.

Nicht zum ersten Mal werden die beiden Brüder am 26. Oktober ihre Gute-Laune-Animation abspulen. Sie tun das ab 20 Uhr im Klostersaal an der Kapuzinerstraße auf Einladung des Kulturvereins K3 (Kunst, Kultur, Kino).

Dieser Verein zieht erstaunlich konsequent durch, was sich Motor Franz Xaver Müller und seine Mitstreiter vor drei Jahren vorgenommen haben: Eine Bereicherung im Neumarkter Kulturleben zu werden. Das Vorhaben, quasi sämtliche verfügbare Auftrittsmöglichkeiten im Stadtgebiet zu bespielen, ergänzt der K3 am 20. Oktober um einen völlig neuen Anlaufpunkt für Live-Veranstaltungen. An diesem Samstag ist das ab 20 Uhr in die Ingolstädter Straße ins ehemalige „Abseits“ umgezogene „Cattle Shed“ Spielort für das Blues-Duo Beate Kossowska und Eberhard Klunker. Ein weibliches Enfant terrible an der Mundharmonika trifft auf einen Akustik-Gitarristen.

Apropos Kossowska: Mundharmonika plus Gitarre gab es bei ihr in der Zusammenarbeit schon in der Kombination mit Wolfgang Bernreuther bei der United Blues Experience. Bernreuther wird im letzten Quartal auch aktiv sein: Am 29. November im Gewölbekeller der Residenz in der Reihe „Klangraum“. Diese ist der Tipp für Freunde von Konzerten, die in der Nahdistanz von Zuhörern zu Musikern ihren Reiz haben. Bernreuther und Tommy Gedon wollen ihrem Motto „It takes two to Blues“ Sinn geben.

Büro Strasser tut Neumarkt gut

Alfred Dorfer tritt im Johanneszentrum. Foto: Peter Rigaud
Alfred Dorfer tritt im Johanneszentrum. Foto: Peter Rigaud


An dieser Stelle soll einmal Erwin Strasser gebührend hervorgehoben werden. Erwin Strasser, der Betreiber des gleichnamigen Konzertbüros in Cham denkt seit gut 20 Jahren immer wieder bei der Planung von Touren bedeutender Kabarettisten aus dem deutschsprachigen Raum an Neumarkt. So kamen schon die unvergessen gewordenen Dieter Hildebrandt und Jörg Hube in die Stadt. Deren Kabarettfreunde durften sich deshalb auch Fahrten in andere Städten sparen, wenn sie in den vergangenen Jahren Django Asül, Tobias Mann, Claus von Wagner, Luise Kinseher oder Max von Uthoff sehen wollten. Übrigens: Einige davon kommen 2020 auch wieder nach Neumarkt.

Im letzten Quartal heuer bietet „Strasser Konzerte“ (wieder einmal) Günther Grünwald am 22. November (zwei Drittel der Karten in der Kleinen Jurahalle weg) und Herbert & Schnipsi (30. November) im Johanneszentrum mit. Und vor allem Alfred Dorfer mit dem Programm „und...“ am 7. November im Johanneszentrum. Der Wiener ist einer der wichtigsten Satiriker und Autoren im deutschen Sprachraum.

Felica Peters im Kish

Felica Peters schaffte es gar in „Voice of Germany“. Nun kommt sie ins Kish. Fotorechte: Felica Peters
Felica Peters schaffte es gar in „Voice of Germany“. Nun kommt sie ins Kish. Fotorechte: Felica Peters


Im kommenden Jahr 2020 feiert die Kleinkunstbühne Kish in Postbauer-Heng ihr 20-jähriges Bestehen. Im letzten Quartal vor Beginn dieses Jubiläumsjahres mit vielen Konzerten im Sportheim des Henger SV. Ein Angebot ist am 25. Oktober das Gastspiel von Felica Peters mit der Band Double Trouble am 25. Oktober ab 20 Uhr. Bluesrock-Röhre Peters hatte es in die Casting-Show „The Voice of Germany“ geschafft.

Im „Spitalstadel“ zu Freystadt sind charismatische Herren wie Liedermacher Wolfgang Buck (5. Oktober), Literat Toni Lauerer (30. November) und Multiinstrumentalist Martin Kälberer (16. November) zu Gast. Kälberer stellt mit Cellistin Fany Kammerlander sein Soloprojekt „Baltasound“ vor.

Und natürlich auch ein Blick nach Oberweiling: In der Kneipenbühne jetzt es jeden Samstag Schlag auf Schlag. Unter anderem mit dem Musikkabarett „Sauglocknläutn“. Das Duo feiert heuer 20-Jähriges. Ein besonderer Tipp ist der 7. Dezember, wenn Hausherr Golly auftritt.

In Nürnberg startet Wincent Weiss

Wincent Weiss ist mit seinen prosaischen deutschen Texten einer der Favoriten der jungen Fans des deutschen Pops. Foto: Christoph Köstlin
Wincent Weiss ist mit seinen prosaischen deutschen Texten einer der Favoriten der jungen Fans des deutschen Pops. Foto: Christoph Köstlin


Ein Blick nach Nürnberg ist künftig bei jeder Quartal-Vorschau garantiert. Dort sorgt vor allem das Concertbüro Franken seit Jahrzehnten für Qualität. Dieses freut sich vor allem auf den 14. November. Dann startet Senkrechtstarter Wincent Weiss in der Nürnberg-Arena seine „Irgendwie Anders Tour 2019“ durch vor allem Deutschland. Im Vorfeld des zweiten Albums im Frühjahr werden Lieder wie „Feuerwerk“ zu hören sein. Es gibt dafür noch Karten. Weitere Tipps sind die Rock-Haudegen von Canned Heat und Ten Years After am 10. Oktober (Löwensaal), die wunderschöne Heather Nova am 29. Oktober (ebenfalls Löwensaal), die schwedische Band Opeth (Progressive Metal), das Kollektiv Snarky Puppy (30. November; Löwen-Saal) und Suzi Quatro (15. Dezember; Löwen-Saal).

Jazz-Weekend ehrt den Osten

Drei Konzerte: Das bietet das 13. Neumarkter Jazz-Weekend auch in diesem Jahr. Das Finale bei der Matinee am Vormittag des 20. Oktobers gestalten Dirk Töpper und Reinhard Jungrichter. Bildrechte: Jungrichter
Drei Konzerte: Das bietet das 13. Neumarkter Jazz-Weekend auch in diesem Jahr. Das Finale bei der Matinee am Vormittag des 20. Oktobers gestalten Dirk Töpper und Reinhard Jungrichter. Bildrechte: Jungrichter


Wolfgang Fuchs ist der Macher eines jeden Neumarkter Jazz-Weekends. Zum 13. Mal findet dieses heuer am dritten Oktober-Wochenende (18. bis 20. Oktober). Wie seit dem vier vergangenen Auflagen üblich, hat der Jazz-Spezialist und Leiter der städtischen Musikschule auch heuer den drei Tagen ein Motto gegeben: „Jazz goes East“. Los geht es am 18. mit der Jazzvibrafonistin Izabella Effenberg aus Thüringen und ihrem Quartett. Am 19. Oktober steht beim Richard Ebert Quartett aus Dresden die Tür zu Improvisationen weit offen. Zum Finale werden der Schweriner Dirk Töpper und Reinhard Jungrichter (Foto: Jungrichter) jazzig zwischen Rock und Klassik hin- und herpendeln.

Mal wieder Kolpingbühne

Sandra und Günter Gabsch von der Kolpingbühne haben die Passionsspiele abgehakt. Im November wird die Gruppe wieder mal eine Komödie spielen. Foto: Röhrl
Sandra und Günter Gabsch von der Kolpingbühne haben die Passionsspiele abgehakt. Im November wird die Gruppe wieder mal eine Komödie spielen. Foto: Röhrl


Die Passionsspiele haben die Akteure der Kolping-Theaterbühne genossen, ab 2. November werden sie mal wieder in einer abendfüllenden Produktion auf der Bühne des Johanneszentrums unter Regie von Angelika Zankl-Horváth agieren. „Waidmannsheil, Herr Doktor“ wird sieben Mal bis einschließlich 10. November (Vorverkauf ab 21. Oktober bei Uhren Mühlbauer) gezeigt. Unter anderem Sandra und Günter Gabsch sind zwei der acht Akteure dieser Komödie.

So geht es weiter

  • Tipp:

    Kabarett aus Österreich hat was. Das zeigen sicher Stefan Reinhardsberger & Martin Schmid am 10. Januar in der Residenz. (lr)

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