MyMz
Anzeige

Vor 33 Jahren kam die Flut

Ein Starkregenereignis hat 1987 schwere Schäden verursacht. Doch aus den Folgen hat man Lehren gezogen.

Adolf Wolf hat die Katastrophe damals festgehalten.
Adolf Wolf hat die Katastrophe damals festgehalten. Foto: Maria Krauß

Pilsach.Es gibt Ereignisse, da weißt man noch nach Jahrzehnten genau, wo man wart, als es passiert ist und was man gemacht hast. So einschneidend, dass man jedes kleine Detail jahrelang genau im Gedächtnis behält, schreibt Maria Krauß vom Förderverein der Grundschule an unsere Zeitung.

So zum Beispiel die Nacht vom 1. auf den 2. Juli 1987, vor genau 33 Jahren, als in nur wenigen Stunden in der Gemeinde Pilsach sprichwörtlich „die Welt unterging“. Gerade Feierabend gemacht hatte Alt-Bürgermeister Adolf Wolf am Nachmittag des 1. Juli und war auf dem Nachhauseweg, als es zuzog und in Neumarkt in Windeseile der Himmel dunkel wurde. In Pilsach hatte es da schon geregnet, der Heimatort von Adolf Wolf blieb noch trocken, sogar bis in die Nachtstunden hinein. Mitten aus dem Schlaf wurden die Dorfbewohner gerissen und innerhalb kürzester Zeit seien Keller und Gärten überschwemmt, Straßen mit Schlamm und Geröll überrannt worden.

Als es dämmerte verzogen sich die Wolken und das ganze Ausmaß der Katastrophe wurde sichtbar. Eine Durchfahrt durch Danlohe war unmöglich, fast einen Meter hoch hatte es hier Geröll, Schlamm und Schutt aufgeschwemmt und liegen gelassen. Ein Gebäude lag besonders ungünstig und bildete die „Endstation“ der Moräne, die das Grundstück vollkommen umschloss, während auf einem Hof im Dorf die gesamte Schaf-Herde ertrunken ist. In Eispertshofen gar war die Schlammlawine den Berg hinunter gerauscht, hatte die Straße unterspült und die Brücke zur Schneemühle fortgerissen. Überschwemmte Straßen, Autos, beinahe alles wurde von den Wassermassen mitgerissen und im Feuerwehrhaus sieht man heute noch die Markierung der damaligen, schockierenden Wasserhöhe.

Aufgrund der damaligen Ereignisse hatte die Gemeinde Pilsach wie viele andere im Landkreis in den 90er-Jahren ein Wasserschutzkonzept erstellt und auf den Weg gebracht. So wurden zum Beispiel am Schneckenbach und am Peffertshofener Bach Regenrückhaltebecken errichtet.

Schutzbauten

  • Bilanz:

    Die bisherigen zwei Regenrückhaltebecken hätten bisher auf jeden Fall schon wirksame Dienste geleistet.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht