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Erfolg

Wadl gibt nun New Yorkern Bierzelt-Tipps

Der Neumarkter Ober gibt schon die dritte Auflage seines Ratgebers „Die Krüge hoch!“ heraus – und dieses Mal in Englisch.
Von Lothar Röhrl

Simon Traub alias Wadl Symen hat sein Buch „Die Krüge hoch!“ ins Englische übersetzen lassen und nimmt es jetzt unter anderem zum deutsch-amerikanischen Volksfest nach New York mit.Foto: Röhrl
Simon Traub alias Wadl Symen hat sein Buch „Die Krüge hoch!“ ins Englische übersetzen lassen und nimmt es jetzt unter anderem zum deutsch-amerikanischen Volksfest nach New York mit.Foto: Röhrl

Neumarkt.Gleich bei der ersten Bestellung ein schönes Trinkgeld geben. Nicht die Bedienung mit lauten „Hallo-Rufen“ verstören und sich an den Spruch halten: „Gemütlichkeit wird da empfunden, wo Bier, Durst und Humor verbunden“. Solche Tipps und kleine Weisheiten aus dem Alltag der Neumarkter Simon Traub in seinem Buch „Die Krüge hoch!“ vereinigt. Im Sommer vergangenen Jahres hatte er das 150 Seiten umfassende Büchlein auf den Markt gebracht. Jetzt, ein Jahr und viele Volksfeste wie gerade eben das Nürnberger später, ist die dritte Auflage auf den Markt gekommen. Eine besondere, denn sie ist in englischer Sprache gehalten.

Mit etlichen Exemplaren im Voraus-Gepäck tritt Simon Traub am heutigen Dienstag eine Reise an, die ihn erst nach New York und dann nach Toronto führt. In beiden Städten steigen in den kommenden drei Wochen große deutsche Volksfeste. Dabei will Simon Traub, der unter dem Pseudonym Wadl Symen schreibt, englisch-sprachigen Gästen zeigen, welche Etikette die richtige ist, um einen typisch deutschen Bierzeltbesuch abzurunden. „Raise Your Beer Mugs!“ ist der ins Englisch übersetzte Titel des Buches.

Deutsche Texte sind geblieben

Perfekt ins Englische übersetzt worden ist es von Annette Gonzales, einer in Arizona lebenden Deutschen. Zu Kontakt zu ihr hat die Nürnbergerin Rita Sieber für Simon Traub alias Wadl Symen übermittelt. Dabei wurde aber nicht alles 1:1 vom Deutschen ins Englische übertragen. Einige Randbemerkungen, die meist lustige Redewendungen sind, wurde im deutschen Originaltext gelassen. Denn damit wollte Wadl Symen einen großen Teil des Publikums ansprechen, das er in den kommenden zweieinhalb Wochen bei seiner beiden Reisezielen New York und Toronto treffen wird.

In beiden großen Metropolen der USA beziehungsweise Kanadas findet jeweils ein großes deutsches Volksfest statt. Erste Station ist New York. Denn dort findet das Fest rund um die 60. Steuben-Parade statt. Diese gilt als das große Fest aller Deutschen, die in die USA ausgewandert sind. Natürlich wird dazu auch Oktoberfest-Stimmung geboten. Nicht zum ersten Mal fällt die Parade, die am kommenden Samstag über die Bühne gehen wird, mit dem Beginn der Münchner Oktoberfests zusammen.

Symen wird in New York nicht als Bedienung auftreten, sondern als Mitglied des Blasmusik-Orchesters der Kreisgruppe Regensburg des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland. Bei dieser Kreisgruppe, die auch den politischen Landkreis Neumarkt umfasst, wirkt Traub als einer der Vorsitzenden mit. Im Orchester spielt er am Akkordeon. Daher gehörten Siebenbürger Tracht, aber auch bayerische Lederhose ins Gepäck, mit dem er die Reise angetreten hat.

Simon Traub hat erfahren, dass am Vorabend der Parade im Festzelt des deutsch-amerikanischen Volksfests im Hofbräu-Bierhaus von New York City eine Buchpräsentation mit Signierstunde stattfinden soll. Im Begleitprogramm ist eine Art Masskrugtragen geplant.

Ein Bierfest auch in Toronto

Damit nicht genug: Nach dem Fest und einem Aufenthalt in New York, für den eine Woche eingeplant ist, wird die kanadische Metropole Toronto das zweite Ziel sein. Auch dort wird ein Oktoberfest abgehalten – mit allem, was in den Augen der Kanadier zu einem solch typisch-deutschen Bierfest dazu zu gehören hat.

Freilich: Ein Ereignis könnte den gesamten Zeitplan im wahrsten Sinn des Wortes gehörig durcheinander blasen. Damit sind die Wirbelstürme „Irma“ und „Jose“ gemeint, die derzeit noch ziemlich zerstörerisch im Golf vor Florida unterwegs sind. Weil des Öfteren Hurrikans die Angewohnheit haben, nach dem Golf von Mexiko entlang der amerikanischen Ostküste nach Norden zu ziehen, könnte das auch Auswirkungen zumindest auf die Festtage in New York haben. Noch verheißt der Wetterbericht aber nur Gutes.

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