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Region Neumarkt
Dienstag, 14. August 2018 24° 6

Velburg

Wallfahrtsjahr am Habsberg eröffnet

Der Regensburger Bischof Voderholzer bezog am Velburger Wallfahrtsort klar Stellung zur aktuellen Kreuz-Debatte.

Regensburgs Bischof Dr. Rudolph Voderholzer zelebrierte den feierlichen Gottesdienst. Foto: Schön
Regensburgs Bischof Dr. Rudolph Voderholzer zelebrierte den feierlichen Gottesdienst. Foto: Schön

Habsberg.Mit einem feierlichen Gottesdienst hat Bischof Dr. Rudolph Voderholzer am Maifeiertag das Wallfahrtsjahr 2018 auf dem Habsberg eröffnet. Für den Oberhirten der Nachbardiözese Regensburg war es der erste Besuch am Habsberg. Voderholzer dankte ebenso wie Wallfahrtsrektor Dekan Elmar Spöttle den vielen Gläubigen, die zur Eröffnung gekommen waren und beim Gottesdienst gar nicht alle Platz im überfüllten Kirchenraum fanden.

Mit dem Eingangslied „Gegrüßet seist Du Königin“ wurde auf die Gottesmutter verwiesen, der dieser erste Maifeiertag in besonderer Weise gewidmet ist. Auf die Gottesmutter Maria verwies Voderhofer auch in seiner Ansprache, in der er das Wort aus dem Evangelium von der Hochzeit zu Kanaa aufgriff: „Was er Euch sagt, das tut“. Womit auf die Herrschaft Jesu hingewiesen werden sollte.

Die Wallfahrt Habsberg nannte Bischof Voderholzer eines der vielen Bindeglieder, welches die beiden Diözesen Eichstätt und Regensburg hätten. Wallfahrtswege seien grenzübergreifende Verbindungen über Diözesen, Nationen und sogar Kontinente hinweg, so der Regensburger Bischof. Wallfahrtwege verbänden die Menschen, sagte Voderholzer und bezog in seiner Ansprache auch klar Stellung zur aktuellen Kreuz-Diskussion.

Dem Kreuz in Ehrfurcht begegnen

Ausdrücklich begrüßte er es, wenn in öffentlichen Einrichtungen sichtbar ein Kreuz angebracht ist, schließlich gehe davon Segen aus und niemand müsse davor Angst haben. Es gehe nicht darum, das Kreuz zu instrumentalisieren, sondern ihm in Ehrfurcht zu begegnen. Die bayerische Verfassung verweise mit Recht auf das Kreuz als Fundament für das öffentliche Zusammenleben in Freiheit, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit. „Unser Werteverständnis und der gelebte Glaube begründen diese unsere Gesellschaft in seiner freiheitlichen Grundordnung“, sagte Bischof Dr. Voderholzer und ermutigte dazu, auch dafür einzustehen.

Das gemeinsame Singen der Bayernhymne zum Abschluss des Gottesdienstes war dann auch wieder ein Zeichen der Verbindung zwischen dem christlichen Glauben und der bayerischen Heimat.

Tradition hat es am Habsberg, dass zur Eröffnung des Wallfahrtsjahres die Biker am Beginn ihrer neuen Fahrsaison den Segen erhalten. Musikalisch umrahmt wurde die Gottesdienstfeier von den Musikanten der Stadtkapelle Velburg. Am Nachmittag wurden zwei Maiandachten gefeiert, die ebenfalls viele Gläubige besuchten. (pws)

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