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Forstwirtschaft

WBV Berching-Neumarkt zahlt sich aus

2002 haben die beiden Waldbesitzervereinigungen fusioniert. Nun erwartet man gemeinsam das 2000. Mitglied.
Von Hans Gleisenberg

Das WBV-Team mit (von links) Andreas Burger, Christiane Bogner, Daniel Rübens, Sabine Schels und Norbert Erl ist gut aufgestellt. Foto: Gleisenberg
Das WBV-Team mit (von links) Andreas Burger, Christiane Bogner, Daniel Rübens, Sabine Schels und Norbert Erl ist gut aufgestellt. Foto: Gleisenberg

Mühlhausen.Schon zu Anfang des neuen Jahrtausends reifte bei der damals noch selbstständigen Waldbesitzervereinigung Berching der Gedanke einer Fusion mit Neumarkt. Diese wurde im Jahr 2002 umgesetzt. Zunächst war das Büro im „Alten Bahnhof“ in Berching. Doch 2007 ist man in das „Holzhaus“ an der Lände bei Mühlhausen umgezogen, weil dieser Standort sehr zentral liegt.

In diesem, mittlerweile zum Agrarzentrum gewordenen Domizil, in dem sich auch der Maschinenring Neumarkt sowie die Ölmühle und in unmittelbarer Nähe auch die Jurahafen AG sowie das Raiffeisenlagerhaus befindet, können Waldbesitzer viele wichtige Geschäfte miteinander verbinden.

Burger folgt auf Götz

Bei der konstituierenden Sitzung wurde Richard Götz aus Thann zum Vorsitzenden gewählt, der diesen Posten bis März innehatte. Seither führt Andreas Burger, der auch schon bisher dem Vorstandsgremium angehörte, die Vereinigung. Der 50-Jährige ist Landwirt und wohnt in Weidenwang. An einem Gespräch mit dem Tagblatt nahm auch der Geschäftsführer der Vereinigung teil. Beide berichteten über die bisherige Entwicklung, aber auch über die künftigen Herausforderungen bei der Waldbewirtschaftung.

Einen Überblick über die Ehrungen langjähriger Mitglieder und ein Angebot der WBV finden Sie hier:

Ehrungen und Angebote der WBV

  • Mitgliederehrungen:

    Michael Polster (45 Jahre), Alois Scherer, Erwin Spitz, Karl Weber (alle 40 Jahre), Josef Pruy, Josef Weber, Helga Huber, Johann Stöckl Engelbert Polster, Helmut Benzinger und Stefan Kölbl (alle 20 Jahre).

  • Angebot:

    Im Jahre 2012 wurde auch dem Trend neuer Heizformen Rechnung getragen und eine Hackschnitzelhalle errichtet, in der über 600 Schüttraummeter gelagert werden können. Interessenten können sich unter www.wbv-bene.de oder telefonisch unter (0 91 85) 5 00 99 20 informieren.

Burger machte hier deutlich, dass die Fusion den nötigen Aufschwung im Kreis herbeigeführt habe: „Seit der Fusion sind die Mitgliederzahlen förmlich explodiert und wir werden in Kürze das 2000. Mitglied begrüßen können“, erklärte der neue Vorsitzende. Geschäftsführer Norbert Erl, Forstamtmann aus Stammham, ergänzte in diesem Zusammenhang, dass beispielsweise bei der Anschaffung von Forst-Verbiss oder Fegeschutz durch Großeinkäufe den Waldbesitzern wesentlich bessere Konditionen geboten werden können. Gleiches gelte auch für die Beschaffung von Laub – und Nadelholzpflanzen. „Der Standort hat auch beste Voraussetzung für den Vertrieb von großen Mengen Holz. Der nahe Hafen bietet hier bei Bedarf alle Optionen“, so Erl. Im Weiteren werde die darüber hinausgehende Vermarktung hauptsächlich durch Spediteure abgewickelt, doch habe auch die Vereinigung einen eigenen Trackzug zur Verfügung, zeigte Erl weiter auf. Die Waldflächen im Landkreis teilen sich demnach wie folgt auf.

Fläche umfasst 49000 Hektar

Insgesamt umfasse die Waldfläche im Landkreis Neumarkt 49 000 Hektar, wovon 32 500 Hektar auf Privat- und Kommunalwald entfallen. Die WBV Berching-Neumarkt hat laut Erl 2017 38 622 Festmeter Holz verarbeitet. Die Fläche der in der WBV integrierten Waldbesitzer beträgt laut Erl 10700 Hektar. Dies seien 40 Prozent der Waldfläche im Landkreis.

Als größte aktuelle Herausforderung bezeichneten Burger und Erl den Klimawandel. „Durch die immer mehr zunehmenden Trockenphasen sind dem Borkenkäferbefall Tür und Tor geöffnet. Hier müssen wir sehr wachsam sein und die Entwicklung genau verfolgen“, so Burger. Hier appellierte der neue Vorsitzende an seine Waldbesitzerkollegen, genau hinzusehen und früh befallene Bäume zu beseitigen. „Eine große Stütze sind uns hier unsere beiden Forstfachleute Norbert Erl und Daniel Rübens, die unablässig in den Mitgliedswäldern unterwegs sind und so den Schaden durch frühe Hinweise deutlich minimieren können“ erklärte Burger zu den Präventionsmaßnahmen.

Darüber hinaus werden jährlich 15 Schulungen angeboten, die von der Pflanzung bis zur Ernte reichen. Weiter werden Motorsägekurse angeboten, um die Gefahr zu minimieren. „Durch den Einsatz von Maschinen wird die Gefahr für Leib und Leben bei kniffligen Einschlagarbeiten für die Waldbauern ebenfalls minimiert. Wir bieten von der Pflanzung bis zur Ernte eine umfassende Beratung und direkte Hilfe bis hin zur Brennholzlieferung.“

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