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Region Neumarkt
Samstag, 21. April 2018 25° 2

Präsentation

Wege, um die Psyche fit zu machen

„Resi to go“ heißt ein Projekt, mit dem Bürger Resilienz, also ihre seelische Gesundheit, fördern können.
Von Gerd Schlittenbauer

Die Gelassenheitswege „Resi To Go“ wurden von den Organisatoren, Förderern und Ideengebern präsentiert. Foto: Schlittenbauer

Neumarkt.„Stade Zeiten“ sollen anbrechen in Neumarkt. Hierbei handelt es keineswegs um die Einkehr von Langeweile, sondern um ein Programm zum Kraftschöpfen mit Visionscharakter. „Gelassenheit“ heißt das Stichwort einer Initiative, welche die AOK Neumarkt mit 37 000 Euro fördert. In Neumarkt werden zum Ferienbeginn zwei „Gelassenheitswege“ eröffnet.

Einer ist zwei Kilometer lang und beginnt im LGS-Gelände, ein zweiter führt über 13 Kilometer und startet an der Burgruine Wolfstein.

Damit sind wir wieder bei „Stade Zeiten“: So heißt ein Programm von Tourismus Bayern, das bisher einzigartig in Europa ist. Oberbürgermeister Thomas Thumann würde es gerne sehen, wenn Neumarkt mit seiner Initiative „Resi To Go“ auf diesen Zug aufspringen könnte und damit eine Vorreiterrolle einnehmen könnte. Doch das sind erst die nächsten Schritte.

Eines von 32 Projekten in der Reihe „Gesunde Kommune“, die die AOK fördert, ist zunächst eben „Resi To Go“. Dieses Motto leitet sich von „Resilienz“ – also psychische Fitness – ab. Eben diese soll durch das Begehen der Gelassenheitswege gestärkt werden. Die Stadt hatte sich bei der AOK Bayern beworben. „Entspannung ist das Thema Nummer eins“, sagte AOK-Direktor Gerhard Lindner. Und so heißt der Projektschwerpunkt „Stressprävention“.

Als Projektleiter fungiert Johann Beck von der Metatrain GmbH. „Konkret geht es bei den Gelassenheitswegen darum, beim Wandern – unterstützt durch Audio-Übungen – Gelassenheit zu tanken“, sagte Johann Beck bei der Präsentation der Gelassenheitswege am Dienstag im LGS-Gelände.

„Während der Wanderung kann man sich an bestimmten Stationen Meditationen anhören“, erklärte Beck. Hilfsmittel seien Print-Broschüren, auszuleihende MP3-Player oder zwei extra entwickelte Apps, die auch Offline zu betreiben seien – will der Wanderer auf seinem Gelassenheitsweg nicht von Telefonanrufen auf dem Smartphone gestört werden. „Auch zu Hause kann man weiter üben“, sagte Johann Beck. Das Projekt läuft zunächst einmal bis 2018 und soll durch Evaluation und Öffentlichkeitsarbeit weiter optimiert werden.

„Zudem soll die Initiative im Landkreis vernetzt werden“, sagte Oberbürgermeister Thomas Thumann, der von der Idee begeistert ist, dass die Gelassenheitswege vor dem Hintergrund einer „umkämpften Tourismusbranche“ auch „vermehrt Touristen dazu motivieren sollen, in Neumarkt Urlaub zu machen.“ So würden Hoteliers das Thema aufgreifen, der Berggasthof Sammüller sei zum Beispiel bereits dabei, die Initiative in sein Konzept zu integrieren.

Perspektivisch sei im Sinne der bayerischen Marke „stade zeiten“ die Resi-To-Go-Website in die Seite „Innehalten in Neumarkt“ integriert. „Einfach mal ausprobieren“, rät Johann Beck den Bürgern. Oberbürgermeister Thomas Thumann sieht es „in der heutigen Gesellschaft besonders wichtig, Kraftorte zu schaffen“. Der kurze Gelassenheitsweg „Sieben Elemente“ und der lange mit dem Thema „Neunmal Sinne“ können – darauf wies der OB ausdrücklich hin – eventuell auch nur teilweise absolviert werden: „Man könnte zum Beispiel jeden Tag nur eine Viertelstunde an einer Station verweilen.“ Projektleiter Johann Beck betont, dass die Mediationsanleitungen nach Dr. Weber eine professionelle Grundlage haben. Michael Platzer hat seine Wander-Ideen eingebracht.

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