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Donnerstag, 26. April 2018 20° 3

Verkehr

Weniger schwere Unfälle in Nürnberg

Die vom Polizeipräsidium Mittelfranken veröffentlichten Verkehrsunfallzahlen verzeichnen weniger Unfälle mit Personenschaden.

Fünf der getöteten Verkehrsteilnehmer waren zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs. Foto: Sina Schuldt/dpa

Nürnberg. 2017 haben sich insgesamt 6560 Unfälle mit Personen- oder größerem Sachschaden im Stadtgebiet Nürnberg ereignet – nach sieben Jahren Steigerung ist erstmals ein Rückgang der registrierten Unfälle zu verzeichnen. Dazu kommen aber 7891 Kleinunfälle – deren Zahl um 3,6 Prozent gestiegen ist. Die vom Polizeipräsidium Mittelfranken veröffentlichten Verkehrsunfallzahlen für das Jahr 2017 werden vom städtischen Verkehrsplanungsamt mit der Elektronischen Unfallsteckkarte (EUSKA) detailliert ausgewertet.

Bei den Unfällen mit Personenschaden ist ein Rückgang um 7,5 Prozent und bei den Verletzten ein Rückgang von sieben Prozent festzustellen. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 263 Personen schwer und 2454 leicht verletzt. Zudem haben sich neun Unfälle ereignet, bei denen Verkehrsteilnehmende getötet wurden. 2016 waren es acht tödlich verletzte Personen. Die Unfälle mit Todesopfern ereigneten sich an verschiedenen Orten, mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln, in verschiedenen Fahrbeziehungen und mit den unterschiedlichsten Unfallursachen. Fünf der neun getöteten Verkehrsteilnehmer – und damit über 50 Prozent – waren als zu Fuß Gehende oder Radfahrende unterwegs. Vier der neun Getöteten waren – wie im Vorjahr 2016 – Senioren.

Trotz der bedauerlichen Unfallfolgen mit Toten und Verletzten ist Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich über die leicht positive, erstmals seit 2009 wieder rückläufige Entwicklung der Unfallzahlen erleichtert. Im Kontext mit der in der Querschnittsverkehrszählung 2017 festgestellten Zunahme der Verkehrsmengen ist das aus Sicht von Ulrich eine hoffnungsvolle Entwicklung. Die Zunahme im Außenkordon beträgt 3,6 Prozent, auf den Pegnitzbrücken, die einen Indikator für die Entwicklung des Nürnberger Binnenverkehrs darstellen, 1,6 Prozent.

Der Anteil der Unfälle mit Senioren am Unfallgeschehen beträgt rund 17 Prozent. Zum Vorjahr sind die Unfälle um 0,8 Prozent rückläufig. Bei den Unfällen mit Radfahrenden (2016: 11,7 Prozent) gingen die Unfallzahlen um 0,2 Prozent und bei denjenigen mit zu Fuß Gehenden (2016: 4,9 Prozent) um 0,6 Prozent zurück. Auch dies ist aus Sicht des Planungs- und Baureferats im Zusammenhang mit der Entwicklung des Verkehrsgeschehens eine positive Entwicklung. Der Indikator für das innerstädtische Radverkehrsaufkommen stieg den Zählungen 2017 an den Pegnitzbrücken zufolge um 4,3 Prozent an. Die Zahlen bestätigen damit, dass die vielen Initiativen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Nürnberg Wirkung zeigen.

Ein Rückblick auf die vergangenen Jahre zeigt, dass die Unfallzahlen an den in früheren Jahren festgestellten Unfallhäufungsstellen deutlich sinken. Wenn noch vor 15 Jahren teilweise Unfallorte deutlich über 20 Unfälle aufwiesen, so ist es doch eine positive Entwicklung, wenn die Unfallzahlen an auffälligen Kreuzungen auf 20 Unfälle und weniger sinken. Bei der Betrachtung dürfen die Verkehrsmengen nicht außer Acht gelassen werden.

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