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Werbung in Spiel und Realität

Am Tillyfest in Breitenbrunn hofft der Verein „Historische Nürnberger Stadtwache“ auf neue Mitglieder.
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Graf Tilly und Gräfin Tilly-Monfort, Schultheiß Johann Lanzhammer und Magistrat Albert Braun, geben sich die Ehre. archivFoto: Ines Greiner
Graf Tilly und Gräfin Tilly-Monfort, Schultheiß Johann Lanzhammer und Magistrat Albert Braun, geben sich die Ehre. archivFoto: Ines Greiner

Breitenbrunn.Am Samstag, 7. September, findet auf dem Marktplatz in Breitenbrunn ein sehenswertes Schauspiel statt. Es kommt dabei zur Anwerbung von Söldnern, wie sie im 30-jährigen Krieg vielerorts üblich war. Da es in der frühen Neuzeit noch keine stehenden Heere mit Wehrpflicht gab, musste man sich anders behelfen. Dabei wurde von Hauptmännern in schöner Kleidung mit allerlei Federschmuck zum Kriegsdienst geworben. Damals brauchte man die Zustimmung seines Landesherren, um eine Anwerbung durchführen zu dürfen.

Mit Trommeln und Pfeifen wurden dann oftmals junge Burschen aber auch ältere Herren für den Kriegsdienst angeworben. Oft handelte es sich gerade um die Armen der damaligen Gesellschaft.

Durch den hohen „Verschleiß“ an im Dreißigjährigen Krieg mussten auch immer mehr Soldaten beschafft werden. Durch Tricksereien mit Handgeld oder holen Versprechungen wurden hier abertausende Personen zum Militärdienst angeworben.

Ebensolches will die Gruppe der „Nürnberger Stadtwache“ anschaulich am Tillyfest in Szene setzen. Der Erste Vorsitzende der Gruppe, Christian Schunke aus Lichtenfels, möchte aber nicht nur zur „Show“ anwerben.

Er hat sich vorgenommen diese Anwerbung ganz bewusst auch als reale Veranstaltung zu nutzen.

„Der eingetragene Verein mit seinen 27 Mitgliedern hat momentan noch eine gute Basis, aber wir alle werden nicht jünger. Daher ergeht unser Appell an alle Interessierten aus der Region Breitenbrunn und Umgebung, sich ganz gezielt bei der Anwerbung um 18 Uhr am Samstag einzufinden.“

Am Tillyfest könnten dann alle mal „hinter die Kulissen“ des ortsnahen Vereins schauen und mit den Verantwortlichen der Gruppe sprechen. Man wäre erfreut, fänden sich ein paar Leute, die sich auch mal bei einer anderen Veranstaltung das sogenannte historische „Hobby“ anschauen möchten und die Geschichte so einmal hautnah erleben könnten.

In Zusammenarbeit mit der grünen schwedischen Brigade als Dachverband reist man pro Jahr auf ungefähr zehn Termine und Veranstaltungen. Dort trifft man Leute aus ganz Europa und erlebt gemeinsam die Einheit und Freiheit der Europäischen Union. So haben sich im Laufe der Zeit Freundschaften nach Tschechien, Italien, England, Frankreich und die Niederlande entwickelt.

„Es sind alle eingeladen, die den Spaß an Geschichte, Lagerleben, Uniformen, Aktion bei Darstellungen erleben und an der großen Gemeinschaft teilhaben wollen.“

Die „Stadtwache“

  • Mitmachen:

    Jeder ist eingeladen, bei den Aktionen des Vereins „reinzuschnuppern“. Für Interessenten sind immer Leihuniformen und Ausrüstung vorhanden, wodurch man schnell ins Geschehen integriert werden kann, teilt der Verein mit.

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