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Aktion

Wie graue Zellen auf Trab gebracht werden

„Denk dich fit mit allen Sinnen“ ist das Motto der „brainWEEK“. Sie findet von 16. bis 28. März in Neumarkt statt.
Von Jutta Frank

Das „Denk-dich-fit Planungsteam“ besteht aus (von links) Nathalie Macfalda, Ernst Bauer, Christine Hartwig, Rene Handschu und Robert Lobenhofer.  Foto: Jutta Frank
Das „Denk-dich-fit Planungsteam“ besteht aus (von links) Nathalie Macfalda, Ernst Bauer, Christine Hartwig, Rene Handschu und Robert Lobenhofer. Foto: Jutta Frank

Neumarkt.Um unseren „Grips“ dreht sich alles in der internationalen Woche des Gehirns in Neumarkt. 1996 wurde in den USA die „brainWEEK“ eingeführt. Fünf Jahre später etablierte sie sich in Deutschland, und seit 15 Jahren gibt es sie in Neumarkt.

Das „Denk-dich-fit“-Planungsteam hat sich auf Initiative der Selbsthilfegruppe „Strohhalm – für Menschen nach Schlaganfall und Kopfverletzung“ gebildet. Ehrenamtlich und mit viel Engagement hat das Team unter Leitung von Christine Hartwig ein breites Programm an Vorträgen, Mitmachaktionen und Ausstellungen erstellt. An vielen Orten und bei freiem Eintritt kann man sich schlau über das menschliche Gehirn machen – eine interessante Mischung aus Information und Aktion.

Den Einstieg macht Augenoptikermeister Ernst Bauer. In seinem Brillenstudio referiert er über den Einfluss von blauwelligem Licht auf unser Sehen und das Augeninnere. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Am Donnerstag gibt es einen Vortrag über die „Spanische Grippe von 1918“ im Saal des Landratsamtes. Fast makaber, wie dieser Vortrag den sensiblen Nerv um Covid19 trifft. Prof. Karl-Heinz Leven, Erlangener Medizinhistoriker, macht sich auf die Suche nach dieser Seuche. Er beleuchtet unter anderem ihre Auswirkungen auf das Gehirn. Laut Rene Handschu, Mitglied des Planungsteams, hat das Landratsamt grünes Licht für die Veranstaltung gegeben. Das Risiko sei gering, sich bei der Veranstaltung über die Spanische Grippe mit dem Coronavirus zu infizieren. Aufgrund der aktuellen Situation werde aber die Situation täglich neu bewertet. Rotes Licht gibt es dagegen für den geplanten „Tag der Neurologie“ am Klinikum.

Die Kurzvorträge von Fachärzten über Themen wie Demenz, Kopfschmerzen und Schlaganfall wurden komplett abgesagt. Die Risikoparameter wie kleine Räume, viele Menschen auf engem Raum und schlechte Belüftung seien zu hoch.

Der große Traum der Organisatoren von einem begehbaren Gehirnmodell ist greifbar – und doch nicht. Der Transport aus Tschechien steht. In der Eingangshalle des Klinikums soll es aufgebaut werden. Der Standort gestaltet sich in der augenblicklichen Gesundheitslage kritisch. Über einen Ausweichstandort werde nachgedacht. „Wir probieren es“, so Handschu.

Vielfältig gestaltet sich auch der Aktionstag im Bürgerhaus. Auf witzige Art erläutern Gedächtnistrainer, wie die grauen Zellen auf Trab gebracht werden. Aktionsinseln, Trainingstische, Spiele und Rätsel bieten ein breites Spektrum, um das Gehirn zu trainieren.

Ein Vortrag von Hörakustik-Meister Robert Lobenhofer über die Auswirkungen von Schwerhörigkeit auf die Gehirnleistungen sind ein weiterer Baustein in der „Gehirnwoche“.

Aktionen

  • 19. März:

    „Die Spanische Grippe“ im Landratsamt

  • 19. bis 21. März:

    „Das begehbare Gehirnmodel“ im Klinikum

  • 23. bis 27. März:

    Ausstellung „Optische Täuschungen“ im bfz in der Regensburger Straße 91

  • 23. März:

    „Zauberei“ im bfz

  • 28. März:

    „Vergessen war gestern“, „Fit im Kopf - to go“, „Schwerhörigkeit und Demenz“ im Bürgerhaus.

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