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Konzept

Wie wird Dietfurt in Zukunft erleuchtet?

Die Straßenbeleuchtung in Dietfurt ist bisher noch uneinheitlich. Eine Alternative wären LEDs: Sie sparen Strom und Geld.
Von Johann Grad

Mit modernen Lampen ist die Hauptstraße bestückt. Fahrbahn, Parkplätze und Gehweg sind gut ausgeleuchtet. Foto: Johann Grad
Mit modernen Lampen ist die Hauptstraße bestückt. Fahrbahn, Parkplätze und Gehweg sind gut ausgeleuchtet. Foto: Johann Grad

Dietfurt.Dank eines hauseigenen Elektrikers konnte die Stadt in den vergangenen Jahren die Straßenbeleuchtung selber pflegen. Bürgermeisterin Carolin Braun wollte aber einmal grundsätzlich die Situation der Beleuchtung in der Großgemeinde klären. Informationen gaben Stephan Leibl und Matthias Löhlein vom Bayernwerk.

Insgesamt sorgen 1173 Brennstellen für die Beleuchtung der Straßen. Die Leuchtmittel haben ganz unterschiedliche Techniken wie Magnet-Entladungslampen, Neon-Röhren, Quecksilberdampflampen – sie sind seit 2015 von der EU verboten –, Gelblichtleuchten und LED-Lampen. Von allen Straßenlampen sind 530 sogenannte Pilzleuchten, viele älter als 30 Jahre. Für sie gibt es keine Ersatzteile mehr. Den meisten gemeindlichen Strom benötigt die Straßenbeleuchtung, gefolgt von der Schule und der Kläranlage. Einsparungsmöglichkeiten ergeben sich bei Neonröhren und Pilzleuchten.

LED-Röhren verbrauchen 15 Watt. Man könnte sie in der verkehrsarmen Zeit von 1 Uhr bis 5 Uhr auf vier Watt herunterdimmen und dann wieder hochfahren. Pilzlampen lassen sich mit LED-Retrofit modernisieren, die den gleichen Sockel haben wie die alten Glühlampen.

Blendwirkung wird vermieden

Johann Gietl (FW) fragte nach der Ausleuchtung. Laut Leibl fällt das Licht direkt nach unten auf die Straße. In Wohnbereichen kann die Lampe so ausgerüstet werden, dass kein Licht etwa in ein Schlafzimmer fällt. Es muss nur der Kopf einer Pilzlampe erneuert werden, erfuhr Karl Böhm (FW). Als Übergangslösung könnte man LED-Tubes mit 14 Watt nehmen. Rüstet man 921 Brennstellen um, ergeben sich Kosten von 184 680 Euro. 104 000 kWh Strom oder 58 Prozent des Energieaufwands werden eingespart, pro Jahr 24 000 Euro. 52 000 Kilogramm CO werden pro Jahr vermieden Jahr. Bei einer Übergangslösung mit LED-Röhren entstehen Kosten von 136 224 Euro, man braucht 53 Prozent weniger Strom, spart 21 800 Euro und an CO 47 500 Kilogramm pro Jahr. In der Folge drehte sich die Diskussion um einen kompletten Wartungsvertrag für fünf Jahre oder einen mit weniger Leistungen. Aktuell kümmert sich das Bayernwerk um das Netz und die Schalt- und Steuerungseinrichtungen.

Kurz berichtet

  • Kommandanten:

    Anton Weigl, Kommandant und Stellvertreter Florian Hofmann der FF Hainsberg: wurden bestätigt. Jan Wellmann wurde als stellvertetender Kommandant der FF Töging bestätigt.
    Dem Antrag der FF Mühlbach an die Stadt, heuer ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) anzuschaffen, wurde nicht stattgegeben.

Pläne für den neuen Edeka

Für den neuen Edeka muss der Flächennutzungsplan von einer „Fläche für Landwirtschaft“ in ein „Sondergebiet Einzelhandel“ geändert werden. Ziel ist eine zukunftsfähige Lebensmittel-Vollversorgung. Bei zwei Gegenstimmen wurde das beschlossen. Die Öffentlichkeit und die Behörden werden entsprechend unterrichtet.

Änderungen sind in Dietfurt Süd geplant. Im Bereich „Am Wittl-Hammer“ soll anstelle der Fläche für Landwirtschaft ein Mischgebiet dargestellt werden. Planungsziel in Zell West ist ebenfalls die Umwandlung einer Fläche für Landwirtschaft in ein Mischgebiet. In Hainsberg Süd wird anstelle einer Fläche für Landwirtschaft ein allgemeines Wohngebiet dargestellt. In Stetterhof wird jetzt ein Dorfgebiet dargestellt. Damit ist für die Möglichkeit der Wohnbebauung gesorgt. In Vogelthal Süd wird anstelle von Fläche für Landwirtschaft und gewerblichen Bauflächen ein allgemeines Wohngebiet und Fläche für Landwirtschaft dargestellt. Alle diese Änderungsbereiche wurden einstimmig gebilligt.

Dem Antrag des Edeka-Investors zur Einleitung des Bebauungsplanverfahrens „Sondergebiet Einzelhandel“ wurde bei zwei Gegenstimmen stattgegeben. Außerdem beschloss der Stadtrat, die Aufstellung des Bebauungsplanes „Dietfurt Ost – Sondergebiet Einzelhandel“. Dem Vorentwurf des Bebauungsplans stimmte er ebenso zu.

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