MyMz
Anzeige

Feierlichkeiten

Wieder wie aus dem Ei gepellt

Das Mosaik der „Eierspende“ wurde liebevoll renoviert und feierlich enthüllt.
von Konrad Leidl

In historischen Gewändern führten die Grundschüler ein Singspiel auf. Foto: Leidl

Beilngries.Es ist ein Freudentag für die Stadt Beilngries gewesen: Alle Freunde, Mäzene und Unterstützer kamen am Wochenende bei der früheren Knabenschule zusammen, um das Mosaik „Eierspende“ zu bewundern.

Bürgermeisterin Brigitte Frauenknecht konnte zusammen mit dem Sohn des Künstlers F. X. Lindl, Toni Lindl, im Beisein zahlreicher Ehrengäste das wunderbar wiederhergestellte Mosaik der Eierspende an der Stirnseite der früheren Knabenschule feierlich enthüllen. Bürgermeisterin Frauenknecht konnte eine Reihe von Ehrengästen begrüßen.

Neben dem zweiten und dritten Bürgermeister waren zahlreiche Stadträte und Ortssprecher gekommen. Förderer Dr. Rudolf Treusch, Kreisheimatpfleger Max Künzl, die Restauratoren des Mosaiks der Firma Preis aus Parsberg, die Stadträte Dr. Jochen Maurer und Toni Bauer sowie Helmuth Schloderer vom Verschönerungsvereins, der sich für die Erhaltung des Mosaiks eingesetzt hat, waren vertreten.

Ganz besonders freute sich Frauenknecht über die Teilnahme der Grundschulklasse, die in einem Singspiel die Not der damaligen Zeit in historischen Gewändern nachspielte. Nach den Worten von Frauenknecht ist das neu gestaltete Mosaik eine Bereicherung für die ganze Stadt. Man habe jetzt auch den richtigen Platz gefunden.

Sie dankte dem Stadtrat, der im Jahr 2007 beschlossen hatte, das Mosaik in der Grundschule abzutragen und wieder neu errichten zu lassen. Außerdem bedankte sie sich bei den Beilngrieser Bankinstituten, dem Verschönerungsverein und vielen Einzelspendern für die finanzielle Unterstützung.

Kreisheimatpfleger Max Künzl spannte einen weiten Bogen über die Entstehungsgeschichte. Nach den seinerzeitigen Aufzeichnungen hat in erster Linie der damalige Stadtpfarrer Wolfgang Christoph Groß die „Eierspende ins Leben gerufen. Er räumte allerdings mit der Behauptung auf, dass während des 30-jährigen Krieges in Beilngries die Pest geherrscht habe. Es hätte somit vielmehr Todesopfer geben müssen, davon sei aber in den Aufzeichnungen nichts vermerkt.

Fest stehe auch, dass sich die Schweden in Beilngries sehr wohlgefühlt haben und die Leute wurden stark ausgebeutet. Gebrandmarkt wurde aber Beilngries von den Schweden nie. In späteren Jahrhunderten wurde die Spende mehr oder weniger von der Stadt weitergeführt. Künstler-Sohn Toni Lindl freute sich riesig, dass das Werk seines Vaters in so eindruckvoller Weise erhalten und wieder neu angebracht wurde.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht