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Region Neumarkt
Samstag, 24. Februar 2018 2

Auftritt

Willy Astor brachte den Urlaub zurück

Der Kabarettist nahm die Neumarkter mit auf eine Reise – und sorgte zum Schluss für den Höhepunkt des Konzertabends.
Von Sabine Rösler

Willy Astor trat am Samstag mit seiner Band im Reitstadel auf. Foto: Rösler

Neumarkt.„Ist das nicht ein schöner lauer Frühlingsabend“, scherzte Willy Astor zu Beginn seines Konzertabends. Mit „The Sound of Islands“ nimmt Kabarettist seit über zwei Jahrzehnten seine Fans auf eine ganz besondere Reise mit. Der 56-Jährige will laut eigenen Aussagen mit diesem Programm seinen Zuschauern den Alltagsstress vergessen lassen. Die Zuhörer im Reitstadel ließen sich am Samstagabend von den Gitarrenklängen verführen.

Astor erzählte, wie er einen Urlaub buchen wollte.

Die besten Bilder des Abends sehen Sie hier:

Willy Astor in Neumarkt

Die Reiseverkehrskauffrau war gut drauf und meinte, auf der Insel Santorini seien viele Paare unterwegs. Laut örtlichem Barkeeper sei dies die Insel der Verliebten. „Herzlichen Dank“, meinte Astor daraufhin und verliebte sich doch glatt in den Ouzo. So begann Astor die Reise mit seinem Publikum.

Ferdinand Kirner an der Gitarre, bekannt von der „Voice of Germany“-Band, Nick Flade, Jazzpianist und Bassist, und ein Multiinstrumentalist aus Südamerika, der für den passenden Rhythmus zuständig war, komplettieren die Band in Neubesetzung.

Das ist Willy Astor

  • Jugend:

    Willy Astor ist am 6. September 1961 geboren und wuchs im Münchner Stadtteil Hasenbergl auf. Dort ging der heute 56-Jährige in die Grund- und Hauptschule.

  • Ausbildung:

    Danach absolvierte Astor eine Werkzeugmacherlehre bei BMW und eine Ausbildung zum Maschinenbautechniker.

  • Musik:

    Bereits in seiner Jugendzeit lernte er Akkordeon- und Gitarre spielen. 1983 schrieb Astor erste Songs und Texte.

  • Auftritte:

    Nach seiner Berufsausbildung beschloss Astor, hauptberuflich Kabarett zu machen. Bekannt wurde er durch seine Wortspiele. Viele Radio- und Fernsehauftritte folgten. (nlr)

Astor nahm die Zuhörer gedanklich mit nach Siracusa. Typisch italienische Gitarrenklänge ertönten.

Die Reise ging weiter nach Brasilien. Den Bossa-Nova widmet der Komponist Katharina Valente. Ein paar Wortspiele durften bei Astor nicht fehlen, daher schleimte er sich immer wieder ganz charmant bei den Zuschauern ein: „Ihr seid die besten Publikümmer in den letzten 24 Stunden.“

Astor erzählte zu jedem Lied Erlebnisse von seinen Reisen. Vor der Pause folgte ein jüdisches Musikstück, das er einen Freund widme, der Urologe sei. Dessen Frau begrüße ihren Mann immer mit „Mosche Mosche“. Deshalb heiße auch der Titel mit flotten Rhythmen so.

„Da Weihnachten vor der Tür steht, dürft ihr unten meine Alben kaufen“, war ein gelungener Werbe-Scherz, der über Astors Lippen glitt. Anschließend gab es ein Selfie mit dem Publikum. Er lobte das „Jahrhundertpublikum“ und fuhr mit dem klangvollen Abend fort. Ganz ohne Tauchanzug nahm Astor sein Publikum mit in die Tiefen des Ozeans. Die Beleuchtung wechselte zu blau-grün, geheimnisvolle Klänge ertönten.

Kurz darauf ging es auf den Kilimandscharo. Rötlich-gelbes Licht sorgte für Urlaubsfeeling. Auch Flamenco-Musik sorgte für reichlich Abwechslung. Bei einem afrikanischen Stück pfiff das Publikum den Refrain.

Astors Tour geht im Sommer weiter. Bei seinem Winterabschluss in Neumarkt baute er das Highlight am Schluss ein: ein Hit-Medley weltbekannter Titel. Die bekannten Songs waren das Kontrasprogramm zu den vorher gespielten Liedern.

Astor verabschiedete sich vom Publikum. Und für die Neumarkter wurde klar: Es war kein richtiger Urlaub, auf dem sie sich befanden. – nur eine Gedankenreise mit Willy Astor.

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