mz_logo

Region Neumarkt
Montag, 23. Juli 2018 23° 2

WINTERDIENST

Winter hat Bauhof im Griff

In der Streuguthalle Parsberg ist das Salz um 400 Tonnen geschrumpft. Die Einsatzzahlen des Vorjahres sind übertroffen.
Von Günter Treiber

  • Zwischen den Fahrten müssen die Räumfahrzeuge immer wieder mit dem nötigen Salz beladen werden. Fotos: Treiber
  • Mit dem Schmalspurräumer ist Markus Pflüger im Einsatz.

PARSBERG.Die Mitarbeiter des Parsberger Bauhof, der unter der Leitung von Karl Harfolk steht, hat der Winter fest im Griff. Waren es im vergangenen Jahr insgesamt 30 Einsätze zum Streuen und Schneeräumen, so ist man derzeit bereits bei 40 Einsätzen angelangt.

Auch wenn die Wetterprognosen der kommenden Tage eher einen Frühling ankündigen, so weiß man, dass der Februar bestimmt noch einiges an Schnee und Eis in petto hat.

„Dass das letzte Jahr so wenig Einsätze erforderte“, so Karl Harfolk im Gespräch mit unserer Zeitung, „war auch der Grund, dass das Vorhaben, die Streuguthalle vollständig leer zu bringen, nicht funktionierte“. Man musste also für diesen Winter wieder zukaufen, um allen Wettern Paroli bieten zu können.

Am 14. November, so berichtet Harfolk, gab es den ersten Streu-Einsatz. Über Weihnachten gab es wenig zu streuen, erst ab 16. Januar wurde es so richtig dick mit den Einsätzen. Bei nassen Straßen müsse man bei null Grad Straßentemperatur damit beginnen. Es sei der Kreisbauhof, der die Temperatur messe.

Dann rufen dessen Mitarbeiter die Bereitschaftsdienste der einzelnen Gemeinden an, um ihnen die Temperatur mitzuteilen.

„Für uns heißt es dann aber noch lange nicht, dass wir sofort mit dem Streuen beginnen“, sagte Harfolk, „vielmehr ist das für uns dann der Start zur eigenen Kontrollfahrt, denn die Temperaturen können bei uns ganz andere, als in Neumarkt sein“.

Harfolk setzt hinzu, dass die schlechtesten Bedingungen Nebel und Minusgrade seien, die die Straßen glatt machen.

Der Winterdienst in Parsberg ist in zwei Schichten eingeteilt. Die erste Schicht beginnt um 3.30 Uhr, das sind dann die, die der Bereitschaftsdienst nach seiner Kontrollfahrt aus den Federn jagd, um mit dem Winterdienst zu beginnen. Die zweite Schicht nimmt ihre Aufgabe, so es das Wetter erfordert, gegen 17 Uhr auf.

Neun Mitarbeitern stehen zwei Fahrzeuge für Parsberg zur Verfügung und zwei Fahrzeuge für die Ortsteile. Dann gibt es noch den „Schmalspurräumer“, der die Gehwege und Gassen sowie den Freiplatz im Friedhof zu räumen hat.

Es seien etwa 110 bis 120 Kilometer Straßen, die es zu räumen und streuen gilt, erklärt Karl Harfolk weiter. Darunter seien Straßen mit absolutem Vorrang.Zum Beispiel die Zufahrtsstraßen zum Bahnhof und die dortigen Parkplätze, die bis spätestens 4.30 Uhr von Eis und Schnee befreit sein müssen. Außerdem müssen die von Schulbussen benutzten Straßen spätestens bis 6 Uhr geräumt sein. Dazu kommen die Zu- und Abfahrten an den Krankenhäusern sowie am Seniorenheim.

Eine große Bitte hat Karl Harfolk an diejenigen, die ihren Gehweg selbst räumen müssen: „Auch wenn es mehr Mühe macht, so sollte der Schnee nicht wieder auf die bereits geräumte Straße geschoben werden, um dann zu schimpfen, wenn das Räumfahrzeug nicht noch einmal kommt“.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht