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Kabarett

Wolfgang Krebs sorgt für Lacher

Wolfgang Krebs spielte sein neues Programm „Geh zu, bleib da“ im Reitstadel.
Von Josef Wittmann

„Baulöwe“ König Ludwig II. hat sich „selber aus München vertrieben und alle Schlösser auf dem Land gebaut“. Foto: Josef Wittmann
„Baulöwe“ König Ludwig II. hat sich „selber aus München vertrieben und alle Schlösser auf dem Land gebaut“. Foto: Josef Wittmann

Neumarkt.. Am Donnerstag waren in Neumarkt gleich mehrere ehemalige Ministerpräsidenten auf der Bühne. Denn Wolfgang Krebs gab sich im Reitstadel die Ehre und begeisterte die Zuschauer. Denn „Bayern ist 70 000 Quadratkilometer groß und besteht zum größten Teil aus Land. Und wohin geht die Entwicklung auf dem Land? In Richtung Stadt“.

Die Speckgürtel um die Städte werden immer fetter. Das kratzt am traditionellen Bayernbild, wo Gemütlichkeit und Tradition in den schönsten Farben gemalt sind. Wie der Watzmann auf dem Bühnenbild im Reitstadel. Dorthin lud Scheberl-Krebs zu einem Motivationsabend ein und kündigte Großes an: „Wir werden hören, dass das Leben Sinn macht hier in Pyrbaum, Seligenporten und Neumarkt“. Zwei Stunden lang wurde viel gesungen, gelacht und debattiert.

Allen voran gab sich Krebs als die emeritierten bayerische Ministerpräsidenten die Ehre. Der joviale Stoiber, der schwadronierende Seehofer und ein zynischer Söder. Da prasselten lustig entlarvende intelligente politische Unkorrektheiten von der Bühne. Und Hubert Aiwanger aus Rottenburg „an der Loober“ mit seinen Freien Wählern, deren „Oopfel nicht weit vom CSU-Stomm fällt“, hat schon seinen festen Platz in der Show. „Ich mag den Horst Seehofer kurz in Schmutz nehmen“ stotterte sich der Stoiber zu der Erkenntnis durch, dass die Mutter aller Probleme in Bayern die Armutsmigration sei. Nämlich die aus Bremen und weiten Teilen des Ruhrgebiets in die schöne Oberpfalz, befand er und forderte „eine Mauer hinter Aschaffenburg und die Hessen sollen sie zahlen“. Kabarettist Krebs lebt von der Tagespolitik. Vor den Wahlen habe die Gefahr bestanden, dass seine Figuren Seehofer und Söder und Merkel abtreten müssten. Aber sie sind geblieben „und dazu ist der Hubert Aiwanger gekommen, ein Geschenk“, freut er sich.

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