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Jahresversammlung

Zahl der Schiris bedenklich gesunken

Die Gruppe Neumarkt hat nur noch 200 anrechenbare Referees. Zudem muss jetzt bald ein neuer Gruppenlehrwart gefunden werden.
Von Gerhard Hahn

  • Langjährige Schiedsrichter wurden im Pfarrheim an der Saarlandstraße ausgezeichnet. Foto: Hahn
  • Langjährige Schiedsrichter wurden im Pfarrheim an der Saarlandstraße ausgezeichnet. Foto: Hahn

Neumarkt.Ein Jahr ist die komplett neue Führungsmannschaft der Fußballschiedsrichter-Vereinigung Neumarkt nun im Amt. Das Resümee dieses Zeitraumes wäre denkbar gut, wenn nicht die Zahl der anrechenbaren Schiedsrichter bedenklich nahe an die 200er Marke gesunken wäre.

Gründe dafür sind vier Todesfälle, fünf Übertritte ins passive Schiedsrichterwesen, 20 Austritte – die meisten beruflicher Natur – und auch ein paar Streichungen bei lediglich acht Anwärtern. Gut dass bis zu den Neuwahlen im Jahre 2018 noch reichlich Zeit bleibt, denn bei einem weiteren Absinken müsste trotz gleicher Arbeit zwangsläufig eins der zwei Ausschussmitglieder gestrichen werden.

Neumarkts Gruppenobmann Oliver Johannes betonte die hervorragende Zusammenarbeit im Kreis Neumarkt/Jura, aber auch im Bezirk Mittelfranken und so war es folgerichtig, dass zahlreiche Spitzenfunktionäre den Weg ins Pfarrheim an der Saarlandstraße, Saarlandstrasse 13, zur Jahreshauptversammlung der Neumarkter Gruppe fanden: KSO Dr. Sven Laumer, Kreisvorsitzender Thomas Jäger, Junioren-Kreisspielleiter Andreas Kienlein, Junioren-Bezirksspielleiter Thomas Zankl oder Gruppenspielleiter Sigmund Toll. Kreisspielleiter Thomas Jäger war des Lobes voll. Besonders die mit sieben dezentralen ESB-Schulungen der Neumarkter Clubs beste Vorbereitung auf den Elektronischen Spielberichtsbogen hob er heraus. Für KSO Dr. Sven Laumer ist ebenfalls alles in bester Ordnung, nur die Rückgänge bereiten Probleme.

Die Anzahl der Kreisvereine sollte 484 Schiedsrichter hervorbringen, aber nur 331 sind es. Die Vereine zahlen derzeit zusammen 15 000 Euro Schiri-Ausfallgebühren, „das müsste nicht sein“. 18 Prozent der Vereine haben sogar mehr als nötig Leute an der Pfeife. Hier wird gezielt auf eine neue Kameradschaft gesetzt und die gemeinsame Jugendschulung im Bayerischen Wald soll ausgebaut werden.

Im Zuständigkeitsbereich der Gruppe Neumarkt wurden von 176 Schiedsrichtern mit einem aktuellen Altersschnitt von 43,3 Jahren 4678 Spiele geleitet. Jürgen Böhmer, SVE Allersberg, führt mit exakt 100 Einsätzen die rühmliche Liste an, gefolgt von Loni Püntzner (99), Stefan Großhauser (92) und BZL-Referee Lukas Lang, der immerhin noch auf 90 Einsätze kam und sich für die unteren Klassen nicht zu schade ist. Nur fünf Kameraden haben alle Pflichtsitzungen besucht. Augenblicklich ist die Zahl der Schiris insgesamt auf 208 gesunken.

Obmann-Stellvertreter Andreas Rolle freute sich, dass sein Ressort Beobachtungswesen in allen bayerischen Ligen bis zur Regionalliga hinauf vertreten ist und sein Vorschlag in München Gehör fand, den sechs hoffnungsvollsten Referees einen eigenen Personal-Coach beiseite zu stellen. Das Förderwesen ist ebenfalls gut am Laufen, nicht nur weil Andy Wittmann sich im „Haifischbecken Bezirksliga-Quali“ auch für die Rückrunde halten konnte. Bei der Halle gab es so gut wie keine Probleme.

GSA Robby Gärtner als Chefeinteiler musste 929 Rückgaben neu besetzen, was auch rekordverdächtig ist. Die weitaus frühere Bekanntgabe sollte eigentlich das Gegenteil bewirken. Auch hier gibt es immer Kameraden, die helfend einspringen.

Einen Wermutstropfen hatte die Gruppe doch noch zu schlucken. Gruppenlehrwart Sebastian Holzer musste nach einem Jahr jetzt das Handtuch werfen. Er wurde mit großen Applaus verabschiedet, denn seine beruflichen und privaten Gründe fanden vollen Anklang. Er versprach, seinen noch nicht gefundenen Nachfolger mit einzuarbeiten.

Den Kassenbericht gab Thomas Lehner. Der Obmann wird einen Tag mit dem BFV vereinbaren, an dem die Belege eingesehenen werden. Die U 18-Tagungen werden mangels Beteiligung vorerst eingestellt. Die Abstimmung, ob zum 1. Januar der Jahresbeitrag von 30 auf 35 Euro angehoben wird, fand eine deutliche Mehrheit.

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