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BREITENBRUNN/ERBMÜHLE.

„Zuagroaste“ sind ganz schöne Büffel

18 rassige Exemplare stammen aus Rumänien, fühlen sich aber ausgerechnet in der Erbmühle pudelwohl

Mitten in der freien Natur rund um die Erbmühle fühlen sich die Wasserbüffel sichtlich wohl. Foto: Lenz

von georg lenz

Eine Herde von Wasserbüffeln aus Rumänien hat der Gast- und Landwirt Rudi Plank seit 14 Jahren erfolgreich in der Erbmühle im Tal der Weißen Laber eingebürgert. Aus kleinen Anfängen ist eine stattliche Herde herangewachsen. Die urwüchsig-robusten Vierbeiner fühlen sich in ihrer zweiten Heimat sichtlich wohl und gedeihen zur Freude ihres Besitzers prächtig. Zeitweise sind es laut Plank bis zu 40 Tiere gewesen.

Dies habe einen enormen Arbeits- und Futteraufwand mit sich gebracht. Deshalb sei der Bestand auf derzeit 18 Büffel, darunter drei Jungtiere, „abgespeckt“ worden. Für die zahlreichen Besucher der Erbmühle, besonders für die Kinder, stellen die exotisch anmutenden „Zuagroastn“ mit ihren typischen, nach hinten gebogenen Hörnern und dem nachtschwarzen Fell einen nicht alltäglichen Blickfang dar. Angeführt von einem Leitstier, grast die Großfamilie auf den futterreichen Koppeln rund um die Erbmühle. Zum Tagesablauf gehören für die Wiederkäuer natürlich auch ausgiebige Verdauungspausen.

Auf die artgerechte Haltung der Tiere legt ihr stolzer Besitzer ein besonderes Augenmerk. Die an ganzjährigen Aufenthalt im Freien gewöhnten Tiere seien sehr anspruchslos und allen Witterungseinflüssen gegenüber weitgehend unempfindlich.

Manchmal, so bemerkt Rudi Plank schmunzelnd, entwickeln seine Schützlinge einen großen Freiheitsdrang und büxen dem Herdentrieb folgend auch mal aus, wenn sich die Gelegenheit dazu biete. Andererseits seien sie auch sehr anhänglich. Ein besonders zutrauliches Exemplar gehe sogar ab und zu mit ihm spazieren.

Die Büffelhaltung, so Plank, werde extensiv, naturhaft, ohne Verfütterung von Tiermehl, ohne Milchaustauscher für Kälber oder Hormonpräparate, mit ganzjähriger Weidehaltung betrieben. „Unsere Büffel sind daher nicht nur optisch, sondern auch kulinarisch eine Besonderheit“, betont der Wirt und verweist auf die reichhaltige Speisekarte, die eine große Vielfalt von Spezialitäten dieser Tierart anbietet.

Sein Ziel, so Plank, bestehe darin, auf der Grundlage einer ökologischen Haltung der Büffel Spezialitäten und Delikatessprodukte für qualitäts-und gesundheitsbewusste Verbraucher zu erzeugen. Büffelfleisch sei zart und habe im Vergleich zu Rindfleisch einen geringeren Fettanteil sowie einen höheren Eiweiß- und Vitamin-A- Gehalt.

Sein hoher Gesundheitswert werde darüber hinaus auch von einem sehr geringen Anteil an Cholesterol bestimmt. Wer sich von alldem persönlich überzeugen will, dem bietet sich auf dem Plank-Hof die ideale Gelegenheit dazu. Auf seiner Speisekarte finden sich beispielsweise Büffelgulasch, Büffelbraten-und Sauerbraten.

Diverse Wurstsorten und andere Spezialitäten dieser Tierart gibt es auch zum Mitnehmen. In der malerischen Landschaft im Tal der Weißen Laber befindet sich der Gast zudem mitten in der Natur und hat dabei die Möglichkeit, der Büffelherde beim Grasen oder beim erfrischenden Bad im eigens dafür errichteten „Swimming Pool“ zu beobachten.

Die Gäste, so der Wirt, kämen zum Teil von weit her, seien durchweg sehr zufrieden und sparten nicht mit Lob hinsichtlich Geschmack und Qualität der Büffelprodukte. Zufriedene Kunden seien gleichzeitig auch die beste Werbung für diese wirklich überzeugende Alternative auf dem Teller, freut sich Rudi Plank.

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