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Verehrung

Zum 333. Mal Zeugnis großen Glaubens

1340 Menschen vorwiegend aus dem Landkreis Neumarkt zogen zum Finale der 333. Oberpfälzer Fußwallfahrt in Altötting ein.
Von Lothar Röhrl

Die kurz zuvor zu einem großen Pilgerzug vereinten vier Gruppen der Oberpfälzer Fußwallfahrt überqueren hier den Altöttinger Kapellplatz.
Die kurz zuvor zu einem großen Pilgerzug vereinten vier Gruppen der Oberpfälzer Fußwallfahrt überqueren hier den Altöttinger Kapellplatz.

Neumarkt.Nummer 333 geht als Wallfahrt mit weitgehend perfekten Rahmenbedingungen, einer besonderen Ehrung und eben dieser einmaligen dreifachen Drei als Ordnungszahl in die Chronik dieses Lobpreises ein. Als am Dienstag gegen 10.30 Uhr die Spitze der kurz zuvor vereinigten vier Gruppen der Oberpfälzer Fußwallfahrt auf den Altöttinger Kapellplatz einbog, lagen hinter den rund 1300 Teilnehmern fünf beziehungsweise vier Tage, an denen es nicht einmal geregnet hatte.

Der gemeinsame Einzug wurde von zwei großen Gefühlen begleitet. Zum einen bildeten Familienangehörige, Freunde und Pfarrangehörige den Pilgern ein langes, ihnen begeistert zuwinkendes Spalier.

Wir haben vom Einzug der 1340 Wallfahrer in Altötting einen kleinen Film gedreht:

Video: Röhrl, Neumayer

Zum anderen war aus der Gnadenkapelle die kunstfertige Kopie der Madonna im „Gnadenbild von Altötting“ geholt worden. In deren Rückenpartie ist ein Medaillon angebracht, in dem ein kleiner Holzsplitter des Originals gefasst ist. Diakon Thomas Zauner hatte diese Kopie als Gruß an die Wallfahrer auf ein Podest gestellt, während diese an der Gnadenkapelle vorbei Richtung Ziel der Wallfahrt zogen. Dieses war der Festgottesdienst zum Ende einer Wallfahrt mit einer Schnapszahl.

Gut 2000 Gottesdienstbesucher

Schnell hatten in der St. Anna-Basilika nicht nur die exakt 1340 Wallfahrer – 180 mit Start in Hemau, 270 aus Daßwang, 370 aus Günching und 520 aus Beilngries – Platz genommen. Die Schar der Gläubigen dürfte sich zusammen mit den Angehörigen und Freunden der Pilger auf rund 2000 erhöht haben. Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl stellte in den Mittelpunkt, dass die Gottesmutter Maria eine Fürsprecherin sei. Sie würde helfen, dass Gott diesen Bitten der Gläubigen nachkomme. Mandls Stellvertreter, der Kapuzinerpater Norbert Schlenker, erinnerte an das Jahres-Wallfahrtsmotto 2018. Mit „Jesu Kreuz – Unser Buch!“ werde auch an den 200. Geburtstag von Bruder Konrad von Parzam erinnert. Dieser ist der Stadtheilige von Altötting. Mit seiner Bereitschaft, allen Bittstellern helfen zu wollen, habe der Kapuzinerpater die Bereitschaft gezeigt, Christus immer ähnlicher zu werden. Dabei habe dieser den Blick auf das Kreuz als Hilfe empfunden. Schlenker verwies kurz auf die aktuellen Diskussionen um das Kreuz. „Es ist in das Kreuzfeuer der Meinungen geraten.“ Für ihn gehe es aber einzig um den gekreuzigten Jesus, betonte Schlenker. Nur auf diesen müsse man schauen.

Maria als Pforte des Himmels

In seiner Predigt befasste sich Hauptzelebrant Clemens Mennicken mit der an ihn einmal von einem Gläubigen gestellten Frage: „Wie komme ich schnell und sicher in den Himmel?“. Mennicken verwies darauf, dass das Leben der Gottesmutter Maria dafür eine zentrale Wegweisung sei. Denn diese stelle die „Pforte des Himmels“ dar. Der Weg dorthin sei aber keineswegs ein Spaziergang, so wie für die an diesem Tag in Altötting ankommenden Pilger die Tage zuvor auch kein Spaziergang gewesen sein dürften.

Eine Bildergalerie zeigt, dass ganz schön was in Altötting los war, als „die Oberpfälzer“ kamen.

Oberpfälzer Fußwallfahrt am Ziel

Dabei existiere für alle, die getauft worden sind, schon eine Einladung in den Himmel. Denn diese stelle schlicht die Taufe dar. Mennicken appellierte an alle, die an diesem Tag von Altötting wieder zurück Richtung Alltag kehren, dies in dem Bewusstsein zu tun: „Ich bin ja schon eingeladen. Ich muss ja nur Ja zu dieser Einladung Gottes sagen.“

Auch sichtbarer, emotioneller Höhepunkt des Gottesdienstes war das Lied von der „Schwarzen Madonna von Tschenstochau“. Mit dem Segen für die Wallfahrer und die anderen Gottesdienstbesucher beendete der Eichstätter Domvikar den Festgottesdienst. Danach genehmigten sich viele Pilger aus dem Raum Neumarkt noch ein Mittagessen in den Altöttinger Gaststätten.

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