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Versorgung

Zweckverband baut Leitung

Die Jachenhausener Gruppe verbessert die Versorgungssicherheit im Bereich Mallerstetten, Kevenhüll bis Raitenbuch.
Von Konrad Leidl

Die historische Quellfassung aus dem Jahre 1916 wurde saniert.  Foto: Konrad Leidl
Die historische Quellfassung aus dem Jahre 1916 wurde saniert. Foto: Konrad Leidl

Dietfurt.Mit zukunftsweisenden Themen beschäftigte sich die Verbandsversammlung des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Jachenhausener Gruppe bei ihrer Versammlung am Donnerstag in Jachenhausen. Es ging um die Verbesserung der Versorgungssicherheit im Bereich Mallerstetten, Kevenhüll bis Raitenbuch, durch den Bau einer Verbindungsleitung mit dem Zweckverband Ittelhofen und um die langfristige Sicherung der Wassereinzugsgebiete durch eine intensive Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft.

Verbandsvorsitzender Franz Stephan konnten neben den Vertretern aus den neun Mitgliedsgemeinden vor allem die Bürgermeister, in deren Verantwortung die Wasserversorgung liegt, begrüßen. Die Verbandsversammlung hatte bereits in ihrer Sitzung vom Mai 2019 den Bau einer Verbindungsleitung zwischen Raitenbuch und Wallnsdorf beschlossen. In der Zwischenzeit wurden verschiedene Möglichkeiten untersucht, die Wassermischbarkeit geprüft so dass Hans Gleixner vom Ing. Büro Kehrer die Planungen vorstellen konnte. Demnach soll eine 3500 Meter lange Leitung mit einem Durchmesser von 150 Millimeter, angebunden an einen neuen Übergabeschacht bei Wallnsdorf, nach Raitenbuch verlegt werden. Die Höhenverhältnisse und Drücke in den beiden Versorgungssystemen lassen es zu, ohne größere Technik auszukommen. Die Leitung soll ausschließlich auf öffentlichem Grund verlegt werden. Sie bietet nicht nur für die Versorgungssicherheit der Jachenhausener Gruppe, sondern auch für die Bergregion der Ittelhofener Gruppe große Vorteile.

Wie Verbandsvorsitzender Franz Stephan betonte, ist mit der Ittelhofener Gruppe noch eine Vereinbarung bezüglich der Kostenteilung abzu schließen. Die vom Ingenieurbüro geschätzten Kosten liegen bei ca. 750 000 Euro und werden auch förderfähig sein. Stephan meinte, dass ein Zuschuss von etwa 40 Prozent zu erwarten sein dürfte.

Die Verbandsversammlung gab grünes Licht, so dass die Maßnahme nun beantragt, ausgeschrieben und nach Genehmigung im zeitigen Frühjahr vergeben werden kann. Ganz bewusst habe er auch, so der Vorsitzende, das Thema Grundwasserschutz auf die Tagesordnung gesetzt und den Sprecher der Kooperation Trinkwasserschutz Oberpfälzer Jura Franz Herrler eingeladen. Herrler zeigte auf, dass durch Klimaveränderung, Starkregenereignisse und längere Trockenzeiten der Oberflächenabfluss zunehme und damit die sehr notwendige Grundwasserneubildung abnehme. Diese Tatsache führe zu verstärkter Erosion, damit zur Verschlechterung des landwirtschaftlichen Bodens und zur verstärkten Auswaschung von Nähr- und Schadstoffen in den Untergrund. Es sei nach dem Grundsatz zu handeln, Wasser muss in den Boden geleitet werden.

Weitere Themen

  • Weitere Punkte:

    Der Vorsitzende informierte über über laufende Baumaßnahmen und die Sanierung der Sipplquelle.

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