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Investition

Zwei Kitas standen im Fokus

In Freystadt und in Möning werden neue Kindertagesstätten gebaut. Zur Planung hatten die Räte nun noch einige Fragen.
Von Heike Regnet

Derzeit ist die zweite Kita in Freystadt als Übergangslösung in Containern untergebracht. Nun wurden die Pläne zum Neubau beschlossen. Fotos: Regnet
Derzeit ist die zweite Kita in Freystadt als Übergangslösung in Containern untergebracht. Nun wurden die Pläne zum Neubau beschlossen. Fotos: Regnet

Freystadt.Am bislang heißesten Tag des Jahres hatte Bürgermeister Alexander Dorr zur Stadtratsitzung eingeladen, denn vor der Sommerpause im August mussten noch wichtige Beschlüsse gefasst werden. Zentrale Themen waren die geplanten Kindertagesstätten in Freystadt und in Möning.

Architekt Michael Kühnlein jun. erläuterte zunächst die Pläne für die Kita Freystadt, die seit einigen Monaten als Übergangslösung in Containern untergebracht ist. Die neue Kita soll in Holzmassivbau erstellt werden. Drei Krippen- und zwei Regelgruppen sind geplant. Eine Erweiterung um zwei Gruppen sei problemlos möglich. Der erste Bauabschnitt koste rund 5,83 Millionen Euro, 2,5 Millionen Euro würden an Förderung erwartet. Das Flachdach solle begrünt werden.

Kita wird nicht aufgestockt

Hans Kerl fragte, ob eine zusätzliche Erweiterung möglich sei. Kühnlein bejahte, allerdings müssten dafür schon jetzt die Wände verstärkt werden, um ein Aufstocken zu ermöglichen. Dies koste 150 000 Euro mehr. Dorr erklärte, dass die Kita schon groß geplant sei. Ein Aufstocken komme daher eher nicht in Frage.

Landschaftsarchitekt Josef Garnhartner stellte die Außenanlagen vor. Zur angrenzenden Autowaschanlage sei eine drei Meter hohe Lärmschutzwand geplant. Erklärtes Ziel bei der Gestaltung des Geländes sei es, auf kleiner Fläche für die knapp 140 Kinder, die die Kita besuchen werden, relativ viel zu bieten. Zur Anfahrtssituation wünschte der Planer, den Gehweg aus Sicherheitsgründen direkt an das Gebäude zu verlegen. Fabian Seitz regte an, den bestehenden Gehweg für die Schulkinder zu belassen und einen zweiten Weg an der Kita entlang zu bauen, damit die Kleinen nicht hinter den parkenden Autos vorbeigehen müssen. Dies solle überdacht werden. Gegen eine Stimme wurde der Planung zugestimmt, Förderantrag und Baugenehmigung wurden einstimmig abgesegnet.

Planung wird eingehalten

Ausgeschrieben waren die Außenanlagen der Martini-Schule. Das günstigste Angebot lag bei 1,8 Millionen Euro und damit 200 000 Euro teurer als berechnet. In Absprache mit der Schule wurden Einsparmöglichkeiten gefunden, so dass die veranschlagten 1,6 Millionen Euro erreicht werden. Hans Gerngroß fragte zur Zisterne nach. Stadtbaumeister Michael Meyer informierte, dass eine „Brunnenlösung“ zum Gießen des Sport- und Schulareals angedacht sei.

In Möning soll eine neue Kita gebaut werden. Was mit dem bestehenden Kindergartengebäude geschehen soll, ist noch offen. Foto: Regnet
In Möning soll eine neue Kita gebaut werden. Was mit dem bestehenden Kindergartengebäude geschehen soll, ist noch offen. Foto: Regnet

Vergeben wurden viele Aufträge. Rund 32 000 Euro kosten die neuen Büromöbel in der ehemaligen Knabenschule. Den Zuschlag erhielt die Firma Streb. Im Herbst soll der Bau der neuen Kita Möning beginnen. Fünf Gewerke mit rund 1,6 Millionen Euro wurden vergeben. Die Kosten liegen im Rahmen der Berechnung, so Dorr. Neue Fahrzeuge werden fünf Feuerwehren erhalten: Forchheim und Mörsdorf je ein MLF, Thannhausen ein TSF, Oberndorf und Burggriesbach je einen Mannschaftstransportwagen.

Die FGG hat nachgefragt

Ausführlich nahm Dorr zum Antrag der FGG Stellung. Die Fraktion hatte eine umfassende Information über die Kita Möning gefordert, da entscheidende Fragen ungeklärt seien. Dorr erläuterte, dass im März 2016 die Pfarrei Möning die Trägerschaft für eine neue Kita in Möning zugesagt hatte. Im Februar 2017 wurden die Weichen für den Neubau gestellt. Weitere Sitzungen folgten und die Planung wurde auf den Weg gebracht. Die zuwendungsfähigen Kosten belaufen sich auf 2,38 Millionen Euro, aus zwei Förderprogrammen werden Zuschüsse in Höhe von 1,58 Millionen Euro erwartet.

Von der im Jahr 1996 ausbezahlten, zweckgebundenen Förderung für den Kindergarten in Höhe von 290 000 DM müsse man voraussichtlich 3953,99 Euro zurückbezahlen. Diskutiert wurde im Februar 2019 im Stadtrat, ob die Stadt die Kosten für den Abriss des alten Kindergartens übernehme. Die FGG hatte in ihrem Antrag auch festgehalten, dass die Stadtspitze die Kirchenverwaltung Möning angewiesen habe, den Trägerschaftsvertrag zum alten Kindergarten für Eigenbedarf zu kündigen. Dem widersprach Dorr entschieden. Er habe niemanden angewiesen, es wurden lediglich über diese Möglichkeit Gespräche geführt.

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