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Humor

Alleinstellungsmerkmal Engel Aloisius

Das neue Gemeindehaus in Wolfertshofen bei Breitenbrunn birgt ein Geheimnis. Von der Decke schwebt der Dienstmann herab.
Von Georg Lenz

  • Vom Himmel schwebt der Engel.

Wolfertshofen. Das neue Feuerwehr-und Gemeindehaus in Wolfertshofen birgt ein bis jetzt sorgsam gehütetes Geheimnis, das erst bei der Einweihung des Gebäudes (wir berichteten) gelüftet wurde.

Von einem strahlendblauen Firmament über dem Versammlungsraum schwebt wie von Zauberhand geführt eine Figur des Engel Aloisius herab, seines Zeichens Dienstmann am Hauptbahnhof in München und über Bayern hinaus allgemein bekannt als Alois Singerl, der „Münchner Im Himmel“ von Ludwig Thoma. Gestiftet hat die neue Errungenschaft die Stammtischrunde.

Idee entstand aus einer Bierlaune

Wie FFW-Vorsitzender Manfred Karg erläuterte, sei die Idee hierzu aus einer Bierlaune entstanden, und zwar auf der Suche nach einem Alleinstellungsmerkmal für den kleinen, ansonsten relativ unbekannten Heimatort. Die Absicht scheint gelungen. Am Einweihungstag jedenfalls nahm die Bevölkerung regen Anteil an dem neuen Vorzeige-Objekt.

Auch Landrat Willibald Gailler und der Breitenbrunner Bürgermeister Johann Lanzhammer ließen sich die Premiere des Schauspiels nicht entgehen. Sie zeigten sich davon beeindruckt und gleichzeitig köstlich amüsiert. Ob die „göttlichen Eingebungen“ im Kreistag bzw. im Marktrat künftig ihre Wirkung zeitigen werden, soll sich erst noch herausstellen.

Der Landrat zeigte sich beim anschließenden politischen Frühschoppen allerdings bestens inspiriert und präsentierte „seinen“ Landkreis sowie dessen vielfältige Einrichtungen von ihrer besten Seite.

Dem aktuellen Anlass entsprechend galten seine herzlichen Glückwünsche dem örtlichen Dreifach-Jubiläum. Dabei bescheinigte der Landrat den Erggertshofenern einen vorbildlichen Gemeinschaftsgeist , der eine erfolgreiche Zukunft verspreche.

Zur Kreispolitik bemerkte der Landrat, nicht ohne Stolz: „Es geht uns gut im Landkreis“. Eine in der Region fest verwurzelte Bevölkerung, ein stabiles Wirtschaftswachstum, die mit 39,5 Prozent niedrigste Kreisumlage in ganz Bayern, ein schuldenfreier Kreishaushalt, keine Defizite beim Klinikum, das Prädikat „Öko-Modell-Region“, eine reiche Kulturlandschaft, tüchtiges Handwerk, ein reges Vereinsleben, seien eine gute Basis für die Zukunft. Erste Priorität solle laut Gailler auch künftig dem Ausbau leistungsfähiger Verkehrswege, einer optimalen ,Breitbandversorgung ,weiteren größeren Investitionen im Krankenhausbereich mit dem Ziel einer leistungsstarken medizinischen Versorgung,, zukommen.

Beispielsweise solle in Parsberg die Innere Medizin erhalten bleiben und zusammen mit dem Bezirk Oberpfalz eine psychosomatische Einrichtung entstehen.

Schwerpunkt Bildungspolitik

Einen besonderer Schwerpunkt stelle u.a. auch die Bildungspolitik mit Blick auf die vielfältige Schullandschaft im Landkreis dar. Auch die Integration der gegenwärtig dezentral untergebrachten Flüchtlinge sei eine große Herausforderung. Bei alldem dürfe aber auch die aktuelle Situation der vielen landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis keinesfalls außer Acht gelassen werden.

Beim gemütlichen Ausklang bekamen die Zuhörer mit irdischem „Manna“ auch die passende Zugabe verabreicht.

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