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Tourismus

Berching bekommt Grill- und Zeltplatz

Das Angebot soll von Gästen undBürgern gleichermaßen genutzt werden. Dafür wird auch einiges an Geld investiert.
Von Markus Rath

Stolz präsentiert Geschäftsleiter Reinhard Buchberger seinem Chef, Bürgermeister Ludwig Eisenreich, den Plan für den Grill- und Zeltplatz. Foto: Rath
Stolz präsentiert Geschäftsleiter Reinhard Buchberger seinem Chef, Bürgermeister Ludwig Eisenreich, den Plan für den Grill- und Zeltplatz. Foto: Rath

Berching.Die Stadt Berching investiert 300 000 Euro in einen öffentlichen Grill- und Zeltplatz auf einer landwirtschaftlichen Fläche in Breitenfurt. Geplant ist die Errichtung eines Hauptgebäudes für die sanitären Anlagen und einem Lagerraum sowie mehreren Unterständen mit Feuer- bzw. Grillstellen. Das Projekt wird nach Auskunft von Geschäftsleiter Reinhard Buchberger mit einem Zuschuss von 120 000 Euro über LEADER gefördert.

Nachdem der Bauausschuss in seiner Sitzung am Dienstag das gemeindliche Einvernehmen für den eigenen Bauantrag erteilt hat, können voraussichtlich im Sommer die Arbeiten beginnen. Dafür fehlt noch die Genehmigung durch das Landratsamt, mit dem das Vorhaben abgesprochen ist. Ab 2020 soll das Gelände, das seit vergangenen Jahr schon provisorisch als Zeltplatz bei Schulentlassfeiern diente, dann offiziell betrieben werden.

„Ich freue mich schon darauf, wenn wir den Zeltplatz einweihen“, sagt Bürgermeister Ludwig Eisenreich und lobt damit den Ideengeber Buchberger. Der hatte bereits 2016 intern darauf aufmerksam gemacht, dass es immer wieder Anfragen im Tourismusbüro und der Stadtverwaltung gebe. Buchberger: „Der Zeltplatz ist eine zusätzliche, sinnvolle Ergänzung des touristischen Angebotes und erfüllt auch den Bedarf der einheimische Bevölkerung.“ Zielgruppe seien vor allem Jugendzeltlagergruppen, Pfadfinder, Ministranten und Radwanderer. Aber auch den örtlichen Vereinen, Privatpersonen und für Schulentlassfeiern soll die Einrichtung zur Verfügung gestellt werden.

Buchberger hat Ohr am Bürger

„Ich versuche immer dann aktiv zu werden, wenn es Ideen gibt, in der Bevölkerung gewünscht sind“, begründet Buchberger seinen Vorstoß. Gerade negative Schlagzeilen über Schulentlassfeiern in Nachbargemeinden hätten ihm hier auch die Bedeutung eines solchen Platzes gezeigt, bei dem Konflikte, zum Beispiel mit Nachbarn wegen Lärms, von vorneherein ausgeschlossen seien.

Das Projekt soll auf einem Grundstück in Breitenfurt - angrenzend an das Gelände der Alfred Stephan Tief- und Spezialtiefbau GmbH & Co.KG verwirklicht werden. Die rund einen Hektar große Fläche gehört der Stadt und ist rund 2,5 Kilometer vom Kernort entfernt. Auf dem vorhandenen Wegenetz sind Einkaufsmöglichkeiten und auch das Erlebnisbad Berle auf kurzem Weg erreichbar.

Buchberger: „Es war uns wichtig, dass wird einerseits keine Nachbarn haben, die gestört werden könnten, andererseits sollte aber die Stadt leicht erreichbar sein.“ Außerdem sei es wichtig, dass Zufahrt sowie Wasser- und Abwasseranschluss ohne übermäßigen Aufwand ermöglicht werden können. Der Zeltplatz soll schließlich ein Hauptgebäudes für die sanitären Anlagen mit Toiletten und Spülküche sowie einen Lagerraum und mehreren Unterständen mit Feuer- bzw. Grillstellen bekommen. Auch eine barrierefreie Toilette ist im Hauptgebäude vorgesehen.

Besondere Rücksicht nimmt die Stadt Berching laut Buchberger auf den Naturschutz, da das Grundstück im Naturpark und im landschaftlichen Vorbehaltsgebiet liegt. Buchberger: „Wir werden den Zeltplatz mit naturnahen Auenelementen eingrünen und die Schilf- und Hochstaudenvegetation fördern. Außerdem wird ein Auengehölzes gepflanzt.“

Für die Erschließung werden vorhandene Wege genutzt, die geplanten Parkplätzen werden mit Schotterrasen befestigt und alle Gebäude entlang der Bundesstraße B 299 errichtet. Außerdem wird ein bestehendes Werkstattgebäude abgerissen.

Stadt betreibt Zeltplatz selbst

Nach der Fertigstellung wird die Stadt den Grill- und Zeltplatz selbst betreiben. Das Gelände soll nicht sich selbst überlassen bleiben. Die Stadt plant eine Benutzungsordnung und auch entsprechende Nutzungsgebühren. „Wir werden dort den Verleih von Biertischgarnituren anbieten und auch eine großen Kühlschrank im Vorratsraum unterbringen. Abwickeln soll das ganze eine 450-Euro-Kraft, die für Übergabe und Rückgabe des Inventars verantwortlich ist“, sagt Buchberger.

Kurz & knapp

Flächennutzungsplan: Um das Projekt überhaupt verwirklichen zu können, musste Berching den Flächennutzungsplan ändern. Das Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung dauerte rund ein Jahr. Seit Februar ist es abgeschlossen.

Bauantrag: Das nun vom Bauausschuss erteilte gemeindliche Einvernehmen ist noch keine Baugenehmigung. Diese wird vom Landratsamt erteilt.

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