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Porträt

Carina: Tracht-Trendsetter und TV-Star

Die Pilsacherin hat sich auf dem Volksfest mit dem Tagblatt getroffen – und dabei für Aufsehen gesorgt. Denn in der Jurahalle waren jede Menge Fans.
Von Lothar Röhrl

Carina vor wenigen Tagen beim Neumarkter Volksfest: selbstverständlich nicht im Dirndl, sondern in der Lederhos’n. Diese findet sie viel praktischer.Foto: Röhrl

Neumarkt.Ein Fernsehstar auf dem Jura-Volksfest – und was für einer! Als dieser Tage Carina Dengler kurz durch die Große Jurahalle gegangen ist, haben ihr jede Menge Menschen zugewinkt. Man kennt sie halt, die Katharina „Kathi“ Benninger aus „Dahoam is’ dahoam“, der Kult-Fernsehserie des Bayerischen Fernsehens.

Dieses Mal war sie mit dem Neumarkter Tagblatt dort verabredet, wo sie 2009 eine weitere Stufe ihrer Karriereleiter als Sängerin erklommen hatte. Damals, als sie fast jeden Abend im Beisein ihres Produzenten Mark Bender das Neumarkter Volksfestlied gesungen hatte. Fröhlich und in einer Lederhose, ihrem Markenzeichen damals wie heute, posierte sie für Fotos.

Schon immer Lederhose-Fan

Nicht nur wegen des Volksfestlieds, sondern aus Gewohnheit hatte die damals 14-Jährige Lederhosen an. In einer Zeit, als noch Jeanshosen das Outfit von Mädchen auf dem Jura-Volksfest bestimmt hatten. Und heute: Die wenigsten weiblichen Teenager tragen auf dem Volksfest Jeans; die meisten haben Dirndl an. Und einige wenige Lederhosen. Das freut Carina. Sie lacht, wenn sie als „Tracht-Trendsetterin“ bezeichnet wird. Als jemand, der bei den Auftritten damals Mädchen gezeigt habe, wie schick, pfiffig und eben nicht-alltäglich es sein kann, in Tracht auf so ein Volksfest zu gehen.

Dabei setzte Carina immer schon auf die Lederhose statt das Dirndl. „Es ist einfach bequemer, sich in der Lederhose auf eine Bank in einem Bierzelt zu setzen. Denn man muss nicht schauen, dass was zerknittert“, sagte die Pilsacherin dem Tagblatt. Und tragen kann sie die Hose ja auch.

Sie weilt derzeit auf Heimat-Urlaub in Pilsach, bei ihrer Familie und den Freunden. Hier erholt sie sich von einer arbeitsreichen Phase bis Ende Juli. Da war zum einen das Drehen neuer Folgen von „Dahoam is dahoam“. Weil die Handlung im November spielt, mussten Carina alias die tollpatschig-freche „Kathi“ – ein Farbtupfer unter den Charakteren der Serie – und die anderen Darsteller Winterkleidung bei den Drehs im Freien tragen. „Dabei hatte es 30 Grad und vielleicht auch etwas mehr im Schatten“, verriet sie uns. Mehr aber nicht. Dazu sind die Schauspieler dieser Serie verpflichtet.

So ließ sich auch bei ihrem Besuch am Neumarkter Volksfest offen, wie eine waghalsige Autofahrt ausgehen wird, in der die „Kathi“ ganz schön durchgeschüttelt worden ist. „Da habe ich zum ersten Mal mit Stuntman gespielt“, sagte sie immerhin dem Tagblatt. Und schob gleich den Tipp nach, dass bei den jetzt im August gesendeten Folgen die „Kathi“ sehr oft zu sehen ist. Ihr mache es sehr Spaß, einen Charakter zu spielen, von dem sie im wirklichen Leben einiges trennt. So frech etwa würde sie nie sein – meinte Carina zum Tagblatt. Ihr Lächeln hörte sich leicht verschmitzt an.

Neue Solo-CD im September

Erholung in ihrem „wirklichen dahoam“ genießt sie auch, weil Ende Juli die Aufnahmen zur neuen Musik-CD „Sexy Volksmusik“ abgeschlossen worden sind. Zusammen mit Mark Bender wurde in dessen „Roosewood“-Studios ein, wie auch der Komponist und Arrangeur aus Neumarkt meint, sehr zeitgemäßes Werk volkstümlicher Musik aufgenommen: „Modern instrumentierte, aber auch mit Quetsch’n flott gemachte Rhythmen und Texte, die auch Kathi-frech ausfallen.“ Am 26. September kommt dieses Album, in bayerischer Mundarbeit gehalten, auf den Markt. „Vielleicht tritt Carina wir mit ein paar Stücken auf dem Oktoberfest auf“, hofft Mark Bender. Beim BR-Oktoberfest-Stammtisch ist sie vielleicht auch zu Gast.

Jetzt heißt erst einmal weiter Heimat und Jura-Volksfest genießen. Klar, dass sie als Mädchen so oft, wie es ging, mit Papa und Bruder dort auch Fahrgeschäfte getestet hat. Riesenrad und Autoscooter waren ihre Highlights; und ab August 2009 große Bühnen – wie die der Großen Jurahalle.

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