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Deining baut weitere Wege aus

Gut drei Kilometer landwirtschaftliche Straßen sollen umweltverträglich optimiert werden.
Von Andreas Friedl

Bürgermeister Scherer bei einem Vororttermin mit den für die Maßnahme verantwortlichen Personen. Foto: Jürgen Distler
Bürgermeister Scherer bei einem Vororttermin mit den für die Maßnahme verantwortlichen Personen. Foto: Jürgen Distler

Deining.In Deining werden im Oktober weitere fünf Hauptwirtschaftswege ausgebaut – insgesamt 3300 Meter. Kürzlich traf Bürgermeister Alois Scherer bei einem Ortstermin die Vertreter der Tiefbaufirma Hess aus Hemau, die Planer vom Verband für Ländliche Entwicklung Oberpfalz, die Vertreter des Amts für Ländliche Entwicklung Oberpfalz (ALE) sowie des Büros Team 4 aus Nürnberg, das für die ökologische Baubegleitung verantwortlich ist. Das Bauprogramm soll zwischen Oktober und Juli 2020 umgesetzt werden und beinhaltet Wegtrassen im Bereich von Mittersthal, Oberbuchfeld, Unterbuchfeld sowie Großalfalterbach.

„Mit Hilfe der Teilnehmergemeinschaft AOM Kernwegenetz, die für die Planung federführend verantwortlich sind, stellt die Gemeinde Deining der Landwirtschaft und dem ländlichen Tourismus ein zeitgemäßes und multifunktionales Wegenetz zur Verfügung“, sagte Scherer. Er zeigte sich erfreut über das Ausschreibungsergebnis, da dieses lediglich fünf Prozent über den kalkulierten Kosten liege. Scherer bedankte sich bei den Bürgermeisterkollegen aus Sengenthal und Mühlhausen, die aufgrund von gescheiterten Grunderwerbsgesprächen frei gewordenes Budget für Deining und Berching zur Verfügung gestellt hätten.

Im Anschluss informierte der Projektleiter und Vorsitzende der 2017 gegründeten Teilnehmergemeinschaft, Bauoberrat Martin Stahr vom ALE Oberpfalz, über die Inhalte der ökologischen Baubegleitung. Durch zahlreiche Maßnahmen versuche man, den Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten. Dazu gehörten beispielsweise Kontrolltermine während der Bauarbeiten, die notfalls anhand ökologischer Kriterien korrigiert würden.

Parallel hierzu würden zeitnah Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt. So werde aufgrund des Klimawandels ein Nadelwald in Döllwang in einen stabileren Buchenwald umgewandelt. Weil gerade Naturschützer den Ausbau der Kernwege kritisierten, machte Stahr deutlich, dass die Landschaftspflege und der Schutz der Natur einen wesentlichen Bestandteil beim Kernwegeprogramm darstellten.

Die Kosten

  • Zuschüsse:

    Für die fünf Wegtrassen stellt das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz eine Förderung von bis zu 85 Prozent in Aussicht.

  • Deining:

    Da Sengenthal und Mühlhausen Gelder nicht abgerufen haben, konnte Deining seinen Anteil von 41 auf 15 Prozent senken.

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