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Erster Weltkrieg

Die Angst vor der Gefahr aus der Luft

Flugzeuge waren in der Zeit des Ersten Weltkriegs am Himmel über Neumarkt selten. Trotzdem waren sie Anlass für eine ungewöhnliche Zeitungs-Anzeige.

Im Ersten Weltkrieg wurde aus den anfänglichen wackeligen Flugkisten zunehmend eine ernsthafte Waffe. Foto: U.S. Air Force

Neumarkt.Hunderttausende Anzeigen sind im Verlauf seiner 125-jährigen Geschichte im Neumarkter Tagblatt erschienen. Eine Anzeige, wie sie am 24. August 1914 in der Heimatzeitung zu lesen war, dürfte aber nie zuvor und wohl auch nie mehr danach in dem Blatt gestanden haben. In großen Buchstaben fordert eine Anzeige am 24. August 1914 die Bevölkerung dazu auf: „Auf Flugzeuge darf nicht geschossen werden!“

Ob es einen konkreten Anlass für diese Ermahnung gegeben hat, ist nicht bekannt. Angesichts der im Tagblatt dieser Wochen immer wieder verzeichneten generellen Nervosität in der Neumarkter Bevölkerung aufgrund beispielsweise von angeblichen Spionen etc. scheint es aber nicht abwegig, dass Schüsse gefallen sein könnten.

Andererseits, es war damals ein außergewöhnliches Ereignis, wenn sich ein „Fluggerät“ über den Himmel Neumarkts verirrte. Wenn, dann war das dem Tagblatt vor 100 Jahren immer noch eine Meldung wert. Am nächsten Tag stand dann im Blatt zu lesen, dass ein Flugzeug am soundsovielten um diese oder jene Uhrzeit über den Wolfstein geflogen sei. Womöglich sei es von Grafenwöhr und dem dortigen Militär hergekommen.

Das Militär war es auch, das der noch sehr jungen Luftfahrt – keine zehn Jahre zuvor hatten die ersten motorisierten Maschinen vom Boden abgehoben –einen enormen Entwicklungsschub gab. Allerdings auf Kosten von vielen Menschen, die im oder durch das stetig weiterentwickelte Kriegsgerät Flugzeug im Ersten Weltkrieg ihr Leben verloren.

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