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Die Maschkerer begeisterten

Beim 50. Bühnenauftritt erntete der Lupburger Maschkererverein viele Lacher. Gardemädels ließen Männerherzen höher schlagen.
Von Ludwig Walter

Die Wahrzeichen Burg, Kirchturm, Marienbrunnen und Denkmal sorgten beim Lupburger Maschkererverein für Stimmung auf der Bühne. Foto: Ludwig Walter
Die Wahrzeichen Burg, Kirchturm, Marienbrunnen und Denkmal sorgten beim Lupburger Maschkererverein für Stimmung auf der Bühne. Foto: Ludwig Walter

Lupburg.„Lupi, Lupi und Helall!“ Beim 50. Bühnenauftritt des Lupburger Maschkerervereins (LMV) zeigten sich die Aktiven wieder von ihrer Schokoladenseite. Sie boten ein breitgefächertes Programm bestehend aus selbst gestrickten Büttenreden, Sketchen und Liedern, mit dem sie bei den zahlreichen Zuschauern, die an beiden Sitzungen den Narrentempel im Pfeiferlkeller bis auf den letzten Platz füllten, für viele Lacher und frenetischen Beifall sorgten.

Nach der humorvollen Begrüßung durch Obermarktgraf Michael Meier, eröffnete die LMV-Garde mit ihrem Gardemarsch die närrischen Stunden und ließen dabei die Herzen vieler männlicher Besucher höher schlagen. Die Zuschauer hatte Hofnarr Philipp Krieger sofort auf seiner Seite, als er mit brillant geschliffenen Versen die aktuelle Zusammensetzung des Marktgemeinderats (Frauenquote, hoher Altersdurchschnitt mit ergrauten Räten) beleuchtete und auf die Kommunalwahlen 2020 ohne SPD-Liste einging. Weitere örtliche Themen waren die Rüstigkeit und Vorbildfunktion des 100-jährigen Gustl Riepl, das Wirtshaussterben mit der total veränderten Gastronomie in Lupburg und das leuchtende „Apfelgrün“ in See.

Viele Lieder und Zaubershow

Die „Boachhüllperlen“ verpackten ihre Geschichten in klingenden Liedern und nahmen vor allem die „Jungfrauen“ rund um die Bachhülle aufs Korn, während die „Bloßenberg-Brothers“ mit gewagter Kunst- und Zauberstücke das Publikum in ihren Bann zog. Nach einer gelungenen Faschingsgala und dem Auftritt des „Wetterhäusl“, vor dem die Protagonisten mit vielen Kalauern das Geschehen in der Marktgemeinde beleuchteten und vorüberziehen ließen, ging es in die Pause.

Zum Auftakt des zweiten Teiles wirbelte die LMV-Garde über die Bühne und glänzte mit ihrem Showtanz. Ein noch rüstiger Rentner gab anschließend Geheimnisse beziehungsweise Erlebnisse aus seiner Kindheit und Jugendzeit sowie seiner Lehr- und Bundeswehrzeit mit anschließender Ehezeit preis und erntete dafür riesigen Applaus.

Beim „Altfrauen-Stammtisch“ im Gablerkeller ließen die Tratschweiber kein gutes Haar an manchen ihrer Mitbewohnerinnen, hechelten etliche Ungereimtheiten durch und bezogen auch den Wirt in ihre Betrachtungsweisen ein.

Der in Kochkurskreisen allseits bekannte Joe Waschl kredenzte seinen Zuschauern die bekannte echte „Pfeiferl-Gulaschsuppe“, die erst nach einigen gravierenden Geschmacksänderungen genießbar wurde. Bei der Erstaufführung einer Episode aus „Herr der Ringe“ tummelten Hobbit, Gandalf, Hasi und Golum auf der Bühne und stritten sich um den ominösen Ring, den jeder für sich beanspruchte. Im Lupburger Burgtheater ging es hoch her, als sich das Markt-Oberhaupt aus seinem Domizil hoch über Lupburg einen genauen Überblick über das Geschehen in seinem Hoheits- und Herrschaftsbereich verschaffte und danach seine Puppen tanzen ließ.

Nach Faschingshoch kommt Tief

Danach zeigten junge LMV-Nachwuchskräfte die Gemütslage vieler Faschingsaktivisten am Ende der Faschingszeit auf, die nach dem Faschings-Hoch in ein schweres Tief verfallen und nur langsam daraus entrinnen können. Den LMV-Sängern war es vorbehalten, die LMV-Sitzungen mit ihren musikalischen Ohrwürmern zu beenden. Aus den Pausenfüllern ragte besonders Jürgen Gabler als „Bavaria-Tourist“ aus England heraus, der das Leben aus der ganzen Welt in die bayerische Tradition einbrachte.

Obermarktgraf Meier warb zum Abschluss für die aktive Teilnahme am traditionellen „Flecklaufen“ an den Faschingstagen, bei dem vor allem die Jugendlichen ab 16 Jahren gefragt sind.

Ordensverleihungen

  • Geehrte:

    Andreas Pottner (zehn Jahre); Lisa Leng, Sandra Stöcker (beide 15 Jahre); Michael Eichenseer (20 Jahre); Anton Falk, Konrad Ostermann (beide 40 Jahre ).

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