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Die Narren nehmen die Politik aufs Korn

Egal ob die klammen Gemeindekassen, der Wahlkampf oder das neue Feuerwehrhaus – beim Umzug in Breitenbrunn wird verbal kräftig ausgeteilt.
Von Georg Lenz

  • Beim „Wahlkampf nach Breebrunner Art“ treten sich die Kandidaten Auge in Auge gegenüber und lassen die Fäuste fliegen. Fotos: Lenz
  • Napoleons Garde ließ Köpfe rollen. Foto: Lenz
  • Bischof Tebartz van Elst machte sich auf die Suche nach einer neuen Aufgabe. Foto: Lenz
  • Das närrische Dreigestirn Foto: Lenz
  • Die Einhörner waren in bester Stimmung. Foto: Lenz

Breitenbrunn.Als närrisch-stimmungsvoller Treffpunkt hat sich der farbenprächtige Gaudiwurm von „Breebrunn“ erwiesen. Aus allen Himmelsrichtungen strömten ausgelassene, bunt kostümierte Maschkerer ins „Sternstecherreich“. Hunderte von Akteuren mit 35 Wägen und Gruppen sowie die Blaskapellen aus Breitenbrunn, Dietfurt und Mühlbach trugen zur Stimmung bei.

Der „Bischof von Limburg“ mischte sich auf Jobsuche unter die gut gelaunte Menge. Seine finanziellen Ansprüche dürften allerdings mit dem knappen Breitenbrunner Geldsäckel kaum in Einklang zu bringen sein, denn Prinz Florian II. sagte: „Das einzige, was in Breebrunn fehlt, das ist und bleibt das liebe Geld.“ Als Alternative zum Wahlkampf um den Rathausthron empfahl er einen Schichtbetrieb: „Wenn der Hans am Mittag nicht mehr kann, fangt halt dann der Josef an. Er macht die Arbeit bis in die Nacht, der Hans dann wieder die Frühschicht macht.“

Prinzessin Michaela II. plädierte für mehr Frauenkraft im Rathaus, denn „wenn Männer allein regier’n, fehlt oft das Herz und auch das Hirn“. So seien die Häuser alt, die Straßen leer und in Breitenbrunn gehe gar nichts mehr. „Im Fasching steppt auch am Marktplatz mal der Bär, ach, wenn nur immer Fasching wär“, lautete der Stoßseufzer der Prinzessin. „Ein neues Feuerwehrhaus soll’s auch noch geben, ich hoff’, dass wir dös auch noch erleben“, gab sich Michaela II skeptisch. Hofmarschall „Hartl“ zeigte sich bei seiner Lobrede über das „Sternstecherreich“ stolz: „Es staunen die Gemeinden um uns herum über den Fasching in Brebrunn.“

Ins Getümmel des schier endlosen Faschingszug stürzten sich unter anderem die Gardemädchen, die Hofnarren, die FG Zwiebelonia Beilngries, Napoleon und seine Garde, Superman, Pinocchio, gleich mehrere Ausgaben von Charly Chaplin, die Simpsons, Atze Schröder, Wikinger und Maya-Könige und Cowboys. Nach dem Zug und der Podiumsgaudi wurde in den Gaststätten und Faschings-Bars noch ausgelassen und ausgiebig gefeiert.

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