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Tourismus

Dietfurt hat zwei Naturparkführerinnen

Luitgard Reiner-Zacherl und Sieglinde Hickl haben die Ausbildung absolviert. Hier geben sie Ausflugstipps.
Von Alexandra Nurtsch

Luitgard Reiner-Zacherl (l.) und Sieglinde Hickl sind ausgebildete Naturparkführerinnen. Foto: Nurtsch
Luitgard Reiner-Zacherl (l.) und Sieglinde Hickl sind ausgebildete Naturparkführerinnen. Foto: Nurtsch

Dietfurt. Seit vielen Jahren bieten Luitgard Reiner-Zacherl und Sieglinde Hickl Gästeführungen in der 7-Täler-Stadt an. Nun können sie Besucher und Einheimische auch bestens über den Naturpark Altmühltal und die Umgebung von Dietfurt informieren. Reiner-Zacherl und Hickl sind seit kurzem ausgebildete Naturparkführerinnen. In 70 Unterrichtseinheiten erfuhren sie Wissenswertes über den Kanal, Wasser- und Forstwirtschaft, Geschichte, Flora und Fauna sowie Kunst und Kultur im Naturpark und erhielten Einblicke in die Höhlenforschung. Der Schwerpunkt lag auf dem Unteren Altmühltal. Auch Kommunikation und Didaktik standen auf ihrem Stundenplan. Dabei erhielten sie Tipps, wie sie Führungen lebendig gestalten können.

Mit Kindern unterwegs

Tourismus-Chefin Pia Pritschet freut sich über das neue Angebot in Dietfurt. Foto: Nurtsch
Tourismus-Chefin Pia Pritschet freut sich über das neue Angebot in Dietfurt. Foto: Nurtsch

Am Ende der Ausbildung stand eine Prüfung. Neben einem schriftlichen Test mussten die insgesamt 25 Teilnehmer unter anderem eine 2,5-stündige Führung ausarbeiten und einen Teil davon vortragen. „Es war sehr interessant. Man hat unheimlich viel auch für sich selbst gelernt“, blickt Luitgard Reiner-Zacherl auf die Weiterbildung zurück. Es habe nicht nur Vorträge, sondern viele Exkursionen gegeben. Sie und Hickl sind die ersten beiden Naturparkführerinnen in Dietfurt. Darauf sind Bürgermeisterin Carolin Braun und Tourismus-Chefin Pia Pritschet stolz. „Das ist eine Bereicherung für den Tourismus“, sagt Braun, die sich bei den beiden Naturparkführerinnen mit einem Blumenstrauß bedankte.

Der Naturpark Altmühltal ist so vielseitig. Hier kann man auch bei schlechtem Wetter viel unternehmen.“

Luitgard Reiner-Zacherl, Naturparkführerin

Sieglinde Hickl bietet in Dietfurt Stadtführungen für Kinder an. Das will sie ausbauen und künftig mit Schulklassen oder einem Geburtstagkind und seinen Gästen auf Entdeckungsreise durch die Natur gehen. Für Erwachsene plant sie Führungen am Kreuzberg, dem Dietfurter Hausberg, der auch ihr Prüfungsthema war. Reiner-Zacherls Schwerpunktthema war ihr Wagnerei-Museum. Künftig will sie dort Führungen für Grundschüler anbieten, die auf den Lehrplan der dritten und vierten Klasse abgestimmt sind.

Hier erfahren Sie Wissenswertes über den Naturpark Altmühltal:

Der Naturpark Altmühltal

  • Mitglieder:

    Der Verein „Naturpark Altmühltal (Südliche Frankenalb)“ wurde im Juli 1969 gegründet. Ihm gehören unter anderem die Landkreise Neumarkt, Roth, Eichstätt, Kelheim und Donau-Ries an.

  • Größe:

    Der Naturpark liegt zwischen Pleinfeld, Kelheim, Ingolstadt und Donauwörth. Er umfasst 3000 Quadratkilometer und zählt laut Homepage zu den größten Naturparks Deutschlands.

  • Angebote:

    Die touristischen Möglichkeiten sind vielfältig. Man kann Wandern, Klettern, Fossilien suchen oder Boot fahren. Zudem gibt viele Sehenswürdigkeiten.

Reiner-Zacherl hat sich neben der Ausbildung zum Naturparkführer auch als Busbegleiter qualifizieren lassen. „Das war mein Hauptziel“, sagt sie. Sie reise selbst gern und es mache ihr Spaß, anderen Menschen die Umgebung zu zeigen. „Dabei kommt man mit so vielen netten Leuten zusammen.“

Sie wolle auch Besuchergruppen aus dem Ausland die schöne Natur und Kultur im Naturpark Altmühltal in englischer Sprache näherbringen. Von Teilnehmern von Stadtführungen oder Gästen, die in ihrer Ferienwohnung übernachten, wird Reiner-Zacherl oft nach Tipps gefragt. „Da kann ich jetzt mehr erzählen“, sagt sie. Es freue sie immer, wenn sich die Gäste nachher für den tollen Tipp bedankten.

Radtour im Tal der Weißen Laber

Im Naturpark Altmühltal sollte man auf jeden Fall Ausflüge zur Weltenburger Enge, Burg Prunn und zur Rosenburg mit der Falknerei unternehmen, empfehlen die beiden Naturparkführerinnen. Aber auch das Museum im Hollerhaus, das Wagnerei-Museum oder das Erlebnisdorf Alcmona seien sehenswert. „Der Naturpark Altmühltal ist so vielseitig. Hier kann man auch bei schlechtem Wetter viel unternehmen und die Zeit gut rumbringen“, sagt Reiner-Zacherl.

Im Naturpark Altmühltal kann man eine tolle Landschaft genießen. Foto: Dietmar Denger/Naturpark Altmühltal
Im Naturpark Altmühltal kann man eine tolle Landschaft genießen. Foto: Dietmar Denger/Naturpark Altmühltal

Wer lieber die Natur genießen möchte, dem empfehlen die beiden Naturparkführerinnen, die sich beide jederzeit wieder für die Weiterbildung anmelden würden, eine Radltour im Tal der Weißen Laber. Hickl: „Wir haben hier sieben Täler und jedes ist einzigartig.“ Auch eine Radtour entlang des Kanals in Richtung Kelheim sei landschaftlich reizvoll. Ein Ausflugstipp, den Reiner-Zacherl gern weitergibt, ist eine Wanderung oder eine Radltour von Kelheim entlang der Donau zum Kloster Weltenburg. „Dort setzt man mit der Fähre über und fährt dann mit dem Schiff zurück“, sagt sie. Sieglinde Hickl empfiehlt eine Wanderung auf dem Rosskopfsteig bei Zell mit Wachholderheide und Magerrasen, der sehenswert sei, und natürlich auf den Kreuzberg.

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