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Kunst

Eine Stele erinnert an Josef Hirschmann

Andreas Götz hat das Werk geschaffen, das nun am Beginn des Forstwegs zwischen Häuselstein und Traunfeld steht. Diakon Bachl segnete die Stele.
von Hans Stepper

  • Diakon Anton Bachl segnete im Beisein der Nachkommen von Josef Hirschmann, Bürgermeister Helmut Himmler und dem Steinmetz- und Bildhauermeister Andreas Götz die neue Josef-Hirschmann-Weg-Stele. Foto: Stepper
  • Diakon Anton Bachl segnete im Beisein der Nachkommen von Josef Hirschmann, Bürgermeister Helmut Himmler und dem Steinmetz- und Bildhauermeister Andreas Götz die neue Josef-Hirschmann-Weg-Stele. Foto: Stepper

Berg.Die Gemeinde Berg hat den Forstweg zwischen Häuselstein-Mauertsmühle-Eismannsberg in Richtung der Gemarkung Traunfeld neu gebaut (wir berichteten). Investiert wurden einschließlich Baunebenkosten 100 000 Euro.

Bei der Feierstunde mit Bewohnern von Häuselstein und der Mauertsmühle wurde im Beisein von Bürgermeister Helmut Himmler und Vertretern des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, von Diakon Anton Bachl aus Sindlbach auch die Stele für den neuen Josef-Hirschmann-Weg gesegnet. Beim Festakt war auch der Macher des Erinnerungs-Steins, der Steinmetz- und Bildhauermeister Andreas Götz aus Oberried.

Am Beginn des 1800 Meter langen Wirtschaftsweges wurde eine modern gestaltete Sitzgruppe sowie die 1,60 Meter schlanke Stein-Stele aus Kelheimer Auer-Kalk mit Inschrift errichtet. Damit hat die Gemeinde Berg dem ehemaligen Bürger Josef Hirschmann ein ehrendes Gedenken geschaffen.

Hirschmann stammte aus dem Jura-Dorf Häuselstein, an der Schnittstelle der Regierungsbezirke Oberpfalz und Mittelfranken und der Gemeinde Berg und der Stadt Altdorf. Er wurde 1887 geboren und starb 1971. Von 1954 bis 1960 war er stellvertretender Landrat des Landkreises Neumarkt.

Bürgermeister Himmler, der wie Hirschmann stellvertretender Landrat im Landkreis Neumarkt ist , erläuterte den Gästen das Anliegen der Gemeinde Berg: Man wolle bei solchen Bau-Projekten in oder im Umgriff der Gemeindeteile in Berg die jeweilige lokale und historische Geschichte aufarbeiten und würdigen.

Himmler ging auch auf die ehemalige Kommune Häuselstein ein: Sie sei die kleinste im Landkreis Neumarkt gewesen. Die Ortschaften Häuselstein, Reicheltshofen, Wünricht, Mauertsmühle und Wappeltshofen hätten eine kleine Gemeinde mit rund 150 Einwohnern gebildet. Von 1876 bis 1909 habe Häuselstein zu Stöckelsberg gehört. Von 1909 bis 1972 sei Häuselstein wiederum eine eigenständige Gemeinde gewesen. Letzter Bürgermeister sei von 1960 bis 1972 Albert Mederer gewesen, der 2011 verstarb.

Am 1. Mai 1972 sei Häuselstein wieder in die Gemeinde Stöckelsberg eingemeindet worden – und mit Wirkung vom 1. Mai 1978 hätten sich die Gemeinden Berg mit Hausheim, Sindlbach, Loderbach, Oberölsbach und Stöckelsberg bei der Gebietsreform zu einer angemessenen Verwaltungseinheit, der Großgemeinde Berg, zusammengeschlossen.

Die erste belegte Erwähnung Häuselsteins stamme aus dem Jahr 1397 und sei in den Urkunden des Klosters Kastl festgehalten. Bis 1803 sei Häuselstein in Besitz des Klosters Kastl gewesen, ab 1806 habe die ganze Gemeinde Häuselstein – wie Stöckelsberg – zum Königreich Bayern gehört.

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