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Engstelle macht Radweg zu schaffen

Für den Radweg nach Breitenbrunn ist an einer Stelle an der Laber kaum Platz. Der Dietfurter Bauausschuss war vor Ort.
von Johann Grad

Der Bauausschuss diskutierte, wie der Radweg nach Breitenbrunn die Engstelle zwischen Laber und Straße passieren kann. Foto: Grad
Der Bauausschuss diskutierte, wie der Radweg nach Breitenbrunn die Engstelle zwischen Laber und Straße passieren kann. Foto: Grad

Dietfurt. Dietfurt. Recht nahe kommt nach dem Wasserkraftwerk bei St. Bartlmä die Laber der Straße nach Breitenbrunn. Sie lässt an dieser Engstelle nur wenig Platz für einen Radweg. Beim Ortstermin mit Planer Roland Lehner diskutierte der Bauausschuss der Stadt Dietfurt Möglichkeiten zur Lösung dieses Problems.

Johann Gietl schlug vor, die Engstelle mit Hilfe einer Brücke auf Pfählen zu überwinden. Für die Breite der Brücke genügen seiner Meinung nach eineinhalb Meter. So könne man den Weg näher an die Straße heranrücken. Planer Roland Lehner hatte diesen Vorschlag auch schon überlegt, wies jedoch auf den Sicherheitsabstand zur Straße und einige weitere Dinge hin. Auf beiden Seiten der Brücke mit Pfählen, freiem Tragwerk und Geländer brauche es auch Rampen für eine Auf- bzw. Abfahrt.

Lehner seinerseits trug als Lösung eine Spundwand an der Laber vor zur Verbreiterung der Fläche. Diese Wand werde an die 80 Meter lang, führe schleifend zur Straße und dann wieder davon weg, wo das natürliche Gelände breiter werde. Diese Spundwand bleibe drin, man brauche natürlich ein Geländer zur Laber hin, man habe aber nichts Freitragendes, die Sicherung der Böschung sei nicht notwendig.

Wahrscheinlich brauche man ein Planfeststellungsverfahren, meinte Johannes Seelus. Für den Triebwerkskanal bleibt alles gleich, hieß es. Ilse Werner hielt den Bau einer Spundwand für günstiger als eine Brücke, was allerdings Karl Ferstl und Stadtbautechniker Stefan Ehrl nicht bestätigten. Schon die Einrichtung einer Baustelle verschlinge viel Geld, meinte Ehrl.

Verlegung der Laber eine Option

Als dritte Möglichkeit fasste man die Verlegung der Laber ins Auge. Der Besitzer anliegenden Wiese sei abgabebereit, wusste Bürgermeisterin Carolin Braun, die einer Verengung des Radweges nicht das Wort redete. Bei einer Verlegung der Laber könne man die Ufer mit Wasserbausteinen befestigen.

Angedacht hatten Planer Roland Lehner, Bürgermeisterin Braun und Fachleute eine vierte Lösung. Über eine bestehende Brücke könne man die Laber überqueren, bis nach der Engstelle den Radweg entlang des Gewässers führen und dann wieder auf einer Brücke zum anderen Ufer wechseln. Als zu aufwendig wurde die Idee nicht näher verfolgt. Weitere Planungen und Gespräche zwischen Stadt und Wasserwirtschaftsamt sind notwendig, um zu einer endgültigen Lösung zu kommen.

Dem Neubau eines Einfamilienhauses in Ottmaring stimmten die Räte zu. Obwohl es unter Denkmalschutz steht, gab es in früheren Jahren schon die Genehmigung für den Abriss. Diese ist allerdings verfallen und muss neu erteilt werden. Weil das neue Haus barrierefrei und behindertengerecht gestaltet wird, hofft man auf einen positiven Bescheid.

Kritik an Ortsdurchfahrt

Karl Böhm nannte die Ortsdurchfahrt Töging mit ihren tiefen Spurrinnen speziell bei Regen eine Katastrophe. Seit fast 30 Jahren sei das ein Thema, jetzt wurde wieder geflickt und man könne davon ausgehen, dass nichts mehr gemacht werde. Er verlangte, wenigstens der Gehsteig herzurichten. Laut Bürgermeisterin Braun kam es nicht zu einer geplanten Verkehrsschau. Von Mängelverwaltung und Sparschäden war die Rede. Dafür werde jetzt bei der Umgehungsstraße Mühlhausen richtig geklotzt.

Johannes Seelus beantragte, die Hecke zwischen Sport- und Tennisplatz zurückzunehmen und auf Stock zu setzen. Die Verletzungsgefahr beim Holen eines Balles sei groß.

Bernd Mayr sprach Schäden auf dem Verkehrsübungsplatz an, die von den Bäumen dort herrührten, da es sich um Flachwurzler handle. Laut Braun muss der Übungsplatz insgesamt saniert werden. Sie will mit den Kommunen, deren Schulkinder den Platz benützen, wegen einer Beteiligung an den Kosten sprechen.

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