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Geld

Es war ein schwieriges Planspiel Börse

Die Neumarkter Sieger des Sparkassen-Events meisterten die Herausforderungen mit Witz und einer einfachen Strategie.
von Wolfgang Endlein

Matthias Prummer (l.) und Stefanie Polster von der Sparkasse gratulierten dem Gewinnerteam bestehend aus Jonas Seemeier (v.l.), Christoph Vierthaler, Manuel Mosburger, Florian Köstler und Michael Rackl.
Matthias Prummer (l.) und Stefanie Polster von der Sparkasse gratulierten dem Gewinnerteam bestehend aus Jonas Seemeier (v.l.), Christoph Vierthaler, Manuel Mosburger, Florian Köstler und Michael Rackl. Foto: Endlein

Neumarkt.Man muss schon zweimal hinschauen, um den Witz zu verstehen, den sich das Siegerteam des Planspiels Börse erlaubt hat. Die fünf Jungs von der Mittelschule Berching nannten sich „Rive-Ice-N Bank“ – und das bei einem von der Sparkasse organisierten Event. Die Anspielung auf die Raiffeisenbank nahm Matthias Prummer von der Abteilung Private Banking der Sparkasse aber mit Humor, übertrug sich der Einfallsreichtum der vier Mittelschüler doch auch auf ihr Handeln im Planspiel Börse.

156 Teams nahmen im Landkreis teil

Mit 50 000 Euro fiktivem Vermögen gestartet, erwirtschafteten Jonas Seemeier, Christoph Vierthaler, Manuel Mosburger, Florian Köstler und Michael Rackl mit dem Handeln von Aktien zwischen dem 7. Oktober und dem 16. Dezember fiktive 57 712, 60 Euro. Das brachte sie an die Spitze von 156 Teams, die bei der Sparkasse Neumarkt-Parsberg am Planspiel Börse teilnahmen. 250 echte Euro waren der Lohn für die fünf Berchinger.

Weltweit machten aber noch wesentlich mehr, nämlich fast 40 000 Teams in Deutschland, Italien, Frankreich, Luxemburg, Schweden und Mexiko mit. Aktien im Wert von 3,8 Milliarden Euro wurden dabei umgesetzt. In Neumarkt waren es bei 3517 Transaktionen 13 Millionen Euro.

An der Tankstelle Freude, am Aktienmarkt Trübsinn

Auf ihren Sieg im Planspiel, den sie vor den Teams „The Wolf of Wallstreet“ und „Börsencrasher“ errangen, können die Berchinger umso stolzer sein, als er unter besonderen Umständen gelang. „Es war ein sehr schwieriges Planspiel Börse“, sagte Matthias Prummer, Aktienexperte bei der Sparkasse Neumarkt-Parsberg, bei der Siegerehrung am Dienstag.

Fortsetzung folgt

  • Fortsetzung:

    Am 5. Oktober steht die nächste Spielrunde des Planspiels Börse an.

  • Informationen:

    Weitere Informationen gibt es unter www.planspiel-boerse.de beziehungsweise www.sparkasse-neumarkt.de oder bei Stefanie Polster, Tel. (0 91 81) 21 03 25.

Der Grund: Im vierten Quartal rutschte China in eine Wirtschaftskrise, deren Ausmaßen man nicht so recht einschätzen konnte, wie Prummer erklärte. „Die Chinesen geben gerne möglichst wenig preis.“ Zudem schoss der Ölpreis in den Keller. „An der Tankstelle mag das viele freuen, aber man darf nicht den Fehler machen und dies auch auf den Aktienmarkt übertragen“, sagte der Experte.

Sieger: „Wir teilen brüderlich“

Die schwierigen Umstände ließen sich auch an der Zahl derer ablesen, die Verluste verzeichnen mussten. 46 Prozent der Teams waren es diesmal.

Das Team „Rive-Ice-N Bank“ kam hingegen auf immerhin 7712, 60 Euro Gewinn. Da war natürlich nicht nur Prummer neugierig, mit welcher Strategie sie das erreicht hatten. Volkswagen-Aktien, lautete die einfache Antwort. Die fünf Jungs hatten das Auf und Ab der Aktie genutzt und immer im richtigen Zeitpunkt gekauft beziehungsweise verkauft.

Stellt sich noch die Frage, was sie mit dem 250 Euro Preisgeld anstellen. Vielleicht Aktien kaufen? Wohl eher nicht, lautet die Antwort. Nur eines steht fest: „Wir teilen brüderlich.“

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