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Für den Ernstfall gut gerüstet

Die Feuerwehren des Gemeindebereichs Velburg agierten unter anderem in einer Biogasanlage. Insgesamt gab es vier Übungen.
Von Wolfgang Schön

Die Einsatzbesprechung der Beobachter und Übungsverantwortlichen folgte im Anschluss. Foto: Schön
Die Einsatzbesprechung der Beobachter und Übungsverantwortlichen folgte im Anschluss. Foto: Schön

Velburg.Sechs Hauptübungen, vier davon im Gemeindebereich und jeweils eine gemeindeübergreifend in Mittersthal und eine weitere in Kapfenberg, absolvieren die Feuerwehren aus dem Gemeindebereich Velburg anlässlich der Brandschutzwochen.

Bei den ersten beiden Hauptübungen beim Raiffeisen-Lagerhaus in Velburg am Fürstenweg und auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Schmaußer am Sommertshof waren 117 Feuerwehrkräfte aus dem Gemeindebereich im Einsatz.

Neuralgische Punkte im Visier

„Wir suchen uns in der Vorbereitung besonders neuralgische Einsatzpunkte aus, die dann auch unterschiedliche Einsatzschwerpunkte haben“, erläuterte der Velburger Kreisbrandmeister Benedikt Stauber. Er ist zusammen mit dem Kommandanten der Stützpunktfeuerwehr Velburg, Andreas Lang, sowie den Kommandanten der weiteren acht Velburger Ortswehren für die Übungsabläufe verantwortlich.

Beim Einsatz in der Raiffeisen-Lagerhalle wurde ein Brand angenommen, der wegen der gelagerten Waren – unter anderem auch Düngemittel – eine starke Rauchentwicklung zur Folge hatte. Neun Personen konnten den Gebäudetrakt nicht mehr rechtzeitig selbständig verlassen und mussten nun durch mehrere Trupps von Atemschutzträgern „gerettet“ werden.

Nebel in der Lagerhalle

Um halbwegs realistische Bedingungen zu schaffen, wurde vor Übungsbeginn der gesamte Innenbereich der Lagerhalle „eingenebelt“, so dass man seine Hand nicht mehr vor den Augen sehen konnte. Aufmerksamer Beobachter war außer dem Velburger Geschäftsführer des Raiffeisen-Warenbereichs Markus Ott auch Bürgermeister Bernhard Kraus. Beim zweiten Einsatz beobachtete Bürgermeister Klemens Meyer das Geschehen.

Personenbergung Foto: Schön
Personenbergung Foto: Schön

Der Übungsablauf fiel zur Zufriedenheit aller Beteiligter aus. Es wurde nicht nur der Brand gelöscht, sondern auch alle neun „Vermissten“ aufgespürt und aus der Halle gebracht.

Auch der neue Kreisbrandrat Jürgen Kohl und Kreisbrandinspektor Christian Schmid waren vor Ort, die das Engagement der Velburger Gemeindefeuerwehren im Rahmen der Brandschutzwoche vorbildlich nannten. „Hier ist wirklich jeder Beteiligte mit vollem Einsatz dabei“, stellte KBR Kohl fest und freute sich, dass man hier auch die Nachwuchs-Feuerwehreinsatzkräfte an vorderster Front mit dazu nimmt.

Ein in dieser Form bisher noch nicht abgehaltener Einsatz war dann sowohl für die Verantwortlichen wie auch für die beteiligten Feuerwehreinsatzkräfte das Übungsszenario der zweiten Hauptübung am Sommertshof mit der erst in diesem Frühjahr in Betrieb genommenen neuen Biogasanlage.

Eine Übung als Auflage

Wie Hofbetreiber Thomas Schmaußer ausführte, gehörten hier eine feuertechnische Sicherheitsbegehung der Anlagen und die nun erfolgte praktische Übung auch zu den Auflagen des Landratsamtes im Rahmen des Genehmigungsverfahrens. Neben der Bergung einer „verunglückten“ Person aus einem sechs Meter tiefen Gebäudeschacht und der Brandbekämpfung im Technikgebäude der Anlage galt es bei diesem Einsatz am Sommertshof auch zu überprüfen, in wie weit die Löschwasserversorgung auf dem weitläufigen Areal bei einem Brandfall ausreicht.

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Die Übung

  • Einsatz

    Der Einsatz sämtlicher vorhandener Fahrzeuge und Gerätschaften der Feuerwehren war hier von Nöten und weckte dann auch das Interesse vieler „Schaulustiger“, die hier aufmerksame Beobachter waren.

  • Öffentlichkeit

    Bei Übungen zur Brandschutzwoche wird Öffentlichkeit ausdrücklich gewünscht, damit diese sich ein Bild von den Übungseinsätzen machen kann

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