MyMz
Anzeige

Lachoffensive

Altinger präsentierte „Hell“

Dem Kabarettisten hatte es der Ort Schnufenhofen angetan, der erinnert ihn an Harry Potter.
Von Vera Gabler

Michael Altinger versuchte sich auch in Gesang. Foto: Gabler
Michael Altinger versuchte sich auch in Gesang. Foto: Gabler

Seubersdorf.Nach Günter Grünwald im letzten Jahr hat es die Lachoffensive geschafft, den Schlachthofmoderator Michael Altinger in die Mehrzweckhalle nach Seubersdorf zu holen. Oder wäre der gebürtige Landshuter mit seiner Kabarett-Triologie „Hell“ lieber in Schnufenhofen auf die Bühne getreten? Denn schon gleich nach der Begrüßung der Gäste in der Halle bezeichnete er Seubersdorf als den Vorort von Schnufenhofen und immer wieder brachte er den Namen des „Hauptortes“ der Gemeinde ins Spiel, weil er den Namen so nett fand. Letztendlich ging es in seinem Kabarett auch um die Monotomie. Altinger betonte, dass er auch in ersten Vergangenheit sprechen könnte. Angefangen von der Tatsache, dass eine Frau als Putzfrau Geld verdiene um die eigene Putzfrau zahlen zu können, zog er ohne unter Unterbrechung Anekdoten aus dem wahren Leben in seine Reden.

Wäre aber da nicht sein Autounfall gewesen und die Gespräche mit dem Versicherungsvertreter Flo auf der Bühne. Cool wollte er sein, wenn es um die Abwicklung geht, aber die 16 Lichtgestalten, die das Weltgeschehen regeln, hinderten den Kabarettisten daran, Mutter Theresa zu sein. „Schnufenhofen erinnert mich an Harry Potter“, kam er wieder auf den Auftrittsort zurück, bevor er seinen wichtigsten Partner auf der Bühne vorstellte, nämlich Martin Julius Faber. Er spielte Gitarre, Keyboard und Schlagzeugcomputer und war damit die „Band“ von Altinger. Martin war es auch, der Altinger begleitete, wenn dieser über Momente ein Lied trällerte. Dies ging bis hin zum Lied „Atemlos“. Der zweite Teil gehörte der Abwicklung mit der Versicherung und dem Unterschied zwischen Himmel und Hölle. Und gäbe es da nicht den Helmut Lux, den Erfinder sinnloser Bedürfnisse wie die Gabione oder die Glasschiebetüre, dann hätte man zum Schluss weniger zum Lachen gehabt. Visionen gab Michael Altinger zum Besten, wie man alternative Fakten in Anspruch nimmt und dass er an Gott glaubt.

Er werde erst einmal Verantwortung übernehmen, für sich und das sei Herausforderung genug, denn heutzutage seien die wenigsten dem gewachsen. Zusammen mit seiner Ein-Mann-Band, Martin Julius Faber, führte er im ersten Teil der Kabarett-Trilogie ins Helle.

Ob das der Himmel sein wird oder die lodernde Höllenglut, das wird sich im Lauf der kommenden Jahre zeigen, wenn Mitte 2019 „Halblicht“ folgt, der zweite Teil, aufgeführt in ausgewählten Opernhäusern des deutschsprachigen Raums. „Finster“, der dritte Teil, beendet dann 2022 als Dauergastspiel für zwei Jahre im Caesars Palace, Las Vegas, die Trilogie. Das ist der Plan. Und er ist gut.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht